Escort-Service als Studenten-Job

Bremer Y-Kollektiv räumt Preis für Web-Doku „Sugarbabes“ ab

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Gülseren Ölcüm gewann mit ihrer Web-Doku „Sugarbabes – Escort und Rinsing als Studenten-Job“ den „Juliane Bartel Medienpreis“.

Die „Funk“-Doku „Sugarbabes – Escort und Rinsing als Studenten-Job“ der Y-Kollektiv-Reporterin Gülseren Ölcüm hat am Dienstagabend den „Juliane Bartel Medienpreis“ in Hannover gewonnen. Auch das Sketch-Comedy-Format „Kroymann“ aus dem Hause Radio Bremen war erfolgreich.

Die in der Kategorie „Online-Video“ ausgezeichnete Web-Doku „Sugarbabes – Escort und Rinsing als Studenten-Job“ von Gülseren Ölcüm behandelt bezahlte Beziehungen jüngerer Frauen und älterer Männer. Produziert wurde sie von der der Sendefähig GmbH und Radio Bremen im Rahmen des Journalistennetzwerks Y-Kollektivs für „Funk“. Die Gruppe hat ihre Zentrale in der Alten Schnapsfabrik in der Bremer Neustadt und sorgt mit wöchentlichen Veröffentlichungen für bundesweites Aufsehen. Die Reporter verfolgen den Anspruch: „In unseren Web-Reportagen zeigen wir die Welt, wie wir sie erleben. Recherche machen wir transparent.“

„Kroymann“ gewann den Wettbewerb im Bereich „Fernsehfilm und Fernsehserie“. Die Sendung setzt sich auf satirische Weise mit Rollen- und Generationen-Fragen sowie Politik und Gesellschaft auseinander. Zur Besetzung zählen neben der namensgebenden Maren Kroymann auuch prominente Schauspielrinnen wie Anette Frier oder Cordula Stratmann. Produziert wird das Format von der Bildundtonfabrik, die beispielsweise auch für Jan Böhmermanns „Neo Magazin Royale“ verantwortlich ist.

„Produktionen zeigen, wie Haltung und Aussage zusammen funktionieren“ 

„Gleich zwei Mal den Juliane Bartel Medienpreis zu gewinnen, ehrt uns sehr. Es ist eine besondere Auszeichnung, einen Preis zu bekommen, der die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern fördert. Beide Produktionen zeigen, wie Haltung und Aussage zusammen funktionieren“, so Jan Weyrauch, Programmdirektor Radio Bremen.

Organisator des Preises ist das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Bei der feierlichen Preisverleihung am Dienstagabend im Hannoveraner NDR-Funkhaus waren Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft anwesend. Der Wettbewerb zeichnet Beiträge aus, die zur Gleichberechtigung beitragen und sich diskriminierenden Rollenklischees entgegenstellen.

Zum Inhalt von „Sugarbabes - Escort und Rinsing als Studenten-Job“ 

Sophia ist 24 Jahre alt und seit über einem Jahr Escort-Dame und Webcam-Girl. Ein guter Monat bedeutet für sie 5.000 Euro. Sie sagt, ihr Job macht ihr Spaß. Für sie ist die Vorstellung, acht Stunden Klamotten zu verkaufen, der Horror. Awa ist 19 Jahre alt und macht Rinsing. Sie bietet Männern Aufnahmen von sich an, im Gegenzug gibt es Geld oder teure Geschenke. Letztens hat ihr ein Mann 900 Euro gegeben, damit sie sich ein neues Bett kaufen kann. Die Gegenleistung: Ein Foto von ihr im Bett. Mehr will er gar nicht. Und Harry ist einer der Männer, die Sugardaddys sind und gerne einer jungen Frau etwas finanzieren. Dafür gibt es dann auch mal Zärtlichkeiten und Sex.

 

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