Bremer Produktion im ARD-Hauptprogramm

Grimme-Online-Award und „Rabiat“: Y-Kollektiv mit Nominierungen und TV-Format

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Dennis Leiffels und Christian Tipke vom Y-Kollektiv sowie Helge Haas von Radio Bremen freuen sich über die Nominierung für den Grimme-Online-Award.

Läuft beim Y-Kollektiv! Die Bremer Web-Reporter wandern mit ihrem neuen Format „Rabiat“ aus dem Netz ins Hauptprogramm der ARD. Obendrein hagelt es mit dem Grimme-Online-Award und dem Alternativen Medienpreis Nominierungen für renommierte Auszeichnungen.

Am Donnerstag gab das Grimme Institut die Nominierten für den begehrten und prestigeträchtigen Grimme-Online-Award bekannt. Mit dabei: das Y-Kollektiv und seine subjektiven und menschlichen Geschichten aus Bremen! „Wir sind in der Kategorie ‚Information‘ für den Grimme Online Award nominiert“, hieß es in einem Facebook-Post der Web-Reporter. „Für den Publikumspreis brauchen wir jetzt Eure Hilfe! Ihr entscheidet, wer den Publikumspreis bekommt! Stimmt für uns ab! Wir zählen auf Euch!“ Der Clou: Garniert ist der Aufruf mit einem köstlichen Video, das Jörg Fengler (Titus/Rock&Wurst) sowie Ausschnitte der Y-Kollektiv-Videos zeigt.

 

Die Jury begründet die Nominierung bei Twitter folgendermaßen: „Die wöchentlichen Dokus vom Y-Kollektiv berühren und bewegen den Zuschauer auf YouTube mit der mutigen subjektiven Perspektive junger Journalisten und Filmemacher. Über die Dokumentation hinaus diskutiert der Kanal mit Q&A's und liefert hintergründige Experteninterviews.“

„Diese Nominierung freut uns total und belohnt die Arbeit des jungen Teams, das mit Journalismus gegen Katzenvideos antritt“, sagt Helge Haas, Programmleiter Junge Angebote bei Radio Bremen, das das Format für Funk bei der Sendefähig GmbH in Auftrag gibt. Die Macherinnen und Macher vom „Y-Kollektiv“ können sich jetzt Hoffnung auf einen Grimme-Online-Award machen. Dieser Preis wird von einer interdisziplinär zusammengesetzten Jury verliehen – an bis zu acht Preisträger in vier Kategorien. Außerdem besteht die Chance auf den Publikumspreis. Beim Online-Voting können alle User bis voraussichtlich 17. Juni um 24 Uhr unter www.grimme-online-award.de/voting ihre Stimme ihrem Favoriten geben. Die Preise werden am 22. Juni 2018 in der Flora in Köln bekannt gegeben.

Bereits zwei Tage zuvor teilten die Web-Reporter bei Facebook mit, für den Alternativen Medienpreis nominiert zu sein. Hierzu hieß es: „Nominierung für zwei unserer Filme: Hubertus Koch mit ‚Wer ist hier behindert‘ und Dennis Leiffels und Jochen Grabler mit ‚Bundeswehr unter Verdacht: Sexparty, Hitlergruß und Rechtsrock‘ Wir drücken die Daumen!“

Unterdessen geht mit „Rabiat“ ein neues Format der Bremer Journalisten jeweils montags um 22.45 Uhr im linearen Fernsehen an den Start. Bisher war das Y-Kollektiv bei YouTube und Facebook vertreten, am 30. April läuft die erste 45-Minuten-Ausgabe „Drogenrepublik Deutschland“ im Ersten. Die Dokus werden jedoch auch weiterhin online abrufbar bleiben. Auch hier stammen die Autoren allesamt aus den Reihen des Y-Kollektiv. Sie nutzen damit ihre Erfahrung aus bisher über 100 produzierten Web-Reportagen und setzen ihre Arbeits- und Herangehensweisen nun auch im Ersten fort.

Inzwischen verzeichnet das Angebot 150.000 Abonnenten und mehr als 16 Millionen Aufrufe auf YouTube. Allein über eine Million Mal wurde die bisher erfolgreichste Webreportage über den schwarzen Block bei den G20-Protesten in Hamburg aufgerufen. Im letzten Jahr erhielt das Y-Kollektiv bereits den Webvideopreis in der Kategorie „Newcomer“.

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