Voll auf die Nuß!

Tag der Pressefreiheit: Journalisten brauchen Freiheit – und Mut!

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wird seit 1994 jährlich am 3. Mai gefeiert. Dieser Tage wird die freie Presse häufig mit Füßen getreten. Warum sie unabdingbar ist.

Jedes Jahr am 3. Mai schreiben sich Journalistinnen und Journalisten in Deutschland die Finger zum Thema „Pressefreiheit“ wund. Dann wird nämlich der „Internationale Tag der Pressefreiheit“ zelebriert. Im Jahr 2021 zum 27. Mal. Nehmen wir uns Journalisten dabei selber viel zu ernst?

Tag der Pressefreiheit: Auch Journalistinnen und Journalisten kämpfen täglich um ihre Arbeitsplätze

Nein! Nicht, wenn man sich die aktuelle Situation in der deutschen Medienlandschaft genau ansieht. Da werden Redaktionen zusammengelegt, Stellen wegrationalisiert, ganze Medien verschwinden von heute auf morgen vom Markt – als ob es sie nie gegeben hätte.

Auch Journalisten müssen um ihre Arbeitsplätze kämpfen. Ein Medium – egal ob gedruckt oder digital – ist heute eben keine eierlegende Wollmilchsau mehr für die Finanziers, wie es noch in den 1980er- und 1990er-Jahre war, als Gewinne von 25 Prozent für Verleger noch die Regel waren.

Aber auch die Tatsache, dass Deutschland im gerade erst veröffentlichten Ranking von „Reporter ohne Grenzen“ aus den Top 10 der Länder mit der besten Pressefreiheit rausgeflogen ist, gibt zu bedenken.

Wir sind in Deutschland zwar noch meilenweit von Zuständen wie etwa in Nordkorea entfernt, aber laut „Reporter ohne Grenzen“ ist die Lage der Pressefreiheit in Deutschland gerade einmal „zufriedenstellend“. Der Anspruch muss höher sein.

Dass Deutschland eben nur noch „zufriedenstellend“ ist, zeigt eben, dass die Freiheit für Journalistinnen und Journalisten auch hier bei uns in Gefahr ist.

Jedes Jahr am 3. Mai wird der „Tag der Pressefreiheit“ gefeiert. Dabei steht es um die Meinungsfreiheit nach neuesten Erkenntnissen in Deutschland nicht zum Besten.

Tag ein, Tag aus muss für sie neu gekämpft werden. Da werden Journalisten auf Demos angegriffen, Equipment wird zerstört, ganze Publikationen werden als „Lügenpresse“ diffamiert. Da braucht es Mut, um diesen Menschen entgegenzutreten. Und es braucht Mut, sein Gesicht zu zeigen, um an der alten Augstein-Weisheit festzuhalten: „Sagen was ist!“ Das tun wir nämlich meist!

Tag der Pressefreiheit: Journalistinnen und Journalisten werden eingeschüchtert und auch ermordet

Vor allen Dingen braucht es Mut dann, wenn der Vorwurf lautet, dass die Presse etwa gleichgeschaltet sei. Daran hat niemand ein Interesse in den Redaktionsstuben. Und auch eine Standleitung ins Kanzleramt, wie sie häufig kolportiert wird, gibt es mitnichten.

Tagtäglich werden in Deutschland und dem Rest der Welt Journalistinnen und Journalisten bedroht, daran gehindert, ihre Meinung zu sagen – und auch ermordet. Einfach nur, weil sie ihre Arbeit machen. Der Kampf für die Pressefreiheit wird jeden Tag geführt. Nicht selten erfordert das eben Mut. Und auch der Mut muss jedes Mal aufs Neue zusammengenommen werden. Sonst ist die Freiheit ernsthaft in Gefahr! * nordbuzz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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