Täter in Lebensgefahr

Angriff auf Metronom-Zug in Bremen: Polizei steht vor einem Rätsel

Ein Metronom-Zug fährt in Richtung Hamburg. Im Vordergrund ist eine Karte vom Ort des Anschlags zu sehen.
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In Bremen ist ein Metronom-Zug angegriffen und beschädigt worden. Die Polizei zeigt den Ort des Angriffs in einer Grafik. (nordbuzz.de-Montage)

Der Angriff auf einen Metronom-Zug beschäftigt die Bundespolizei Bremen. Es ist der Höhepunkte einer Serie von Manipulationen der Gleise in Oberneuland.

Bremen - Die Ermittler sprechen von bislang zehn gefährlichen Eingriffen in den Bahnverkehr auf der Zugstrecke zwischen Bremen und Hamburg. Konkret gehe es um einen Streckenabschnitt in Oberneuland, der seit dem 27. Januar 2021 mehrfach manipuliert worden ist, berichtet die Bundespolizei Bremen.

Unternehmen:Metronom Eisenbahngesellschaft
Eisenbahn:8
Sonstige Fahrzeuge:185 Reisezugwagen
CEO:Wolfgang Birlin
Eigentümer:NiedersachsenBahn (69,9%), Hamburger Hochbahn (25,1%), Bremer Straßenbahn AG (5,0%)
Tochtergesellschaft:Enno

Angriff auf Metronom-Zug: In Bremen-Oberneuland finden mehrere Eingriffe statt

Der bisher letzte Angriff auf einen Zug der Bahngesellschaft Metronom ereignete sich am 23. Februar gegen 19 Uhr. Dabei ist der Zug mit einem Gegenstand, der nicht näher benannt wird, beworfen worden. Dabei splitterte eine Seitenscheibe. Die gefährlichen Eingriffe ereignete sich zuvor in der Zeit vom 27. Januar bis zum 12. Februar abends bis um Mitternacht. Dabei sind mehrmals Schottersteine, Betonplatten, ein Feldstein mit 25 Zentimetern Durchmesser und ein etwa 40 Kilogramm schwerer Betonklotz auf die Gleise gelegt worden, erklärt Pressesprecher Holger Jureczko.

Die Tatorte liegen laut Bundespolizei im Bereich des Grundstücks Rockwinkeler Heerstraße 74 in Bremen-Oberneuland. Es werde ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Anwohner in keinerlei Zusammenhang zu den Taten stehen. Der oder die Täter näherten sich vermutlich vom Wiesengelände südlich Bahnstrecke oder auf einer Grünfläche nördlich der Gleise.

Angriff auf Metronom in Bremen: Polizei sucht Zeugen

Nun sucht die Polizei nach verdächtigen Personen, die den Anwohnern der Hartlaubstraße oder der Rockwinkeler Heerstraße in dem genannten Zeitraum aufgefallen sind. Die Ermittler sind unter der Telefonnummer 0421-16299777 erreichbar.

Die Bundespolizei weist darauf hin, dass beim Überfahren der Hindernisse herumfliegende Steinsplitter Anwohner oder Spaziergänger erheblich verletzen können. Außerdem entstehen Schäden an den Lokomotiven. Bei Zuggeschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde befinden sich auch die unbekannten Verursacher in Lebensgefahr, teilt die Bundespolizei abschließend mit. Bei einem anderen Angriff in Niedersachsen ist eine Joggerin verletzt worden. Sie ist von einem unbekannten Schützen mit einem Luftgewehr oder Luftpistole beschossen worden.

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