Sturm über Norddeutschland

Sturmtief „Klaus“: Stromausfall, Zugausfälle und Verspätungen

Sturmtief „Klaus“ hat am Donnerstag für ordentliches Chaos im Norden und im Nordwesten des Landes gesorgt. In Bremen kam es zu einem großflächigen Stromausfall.

Update vom Freitag, 12. März 2021, 13:45 Uhr: Bremen/Hannover – Das Sturmtief „Klaus“ ist vor allem über den Norden und Nordwesten Deutschlands hinweggefegt und hat dort für zahlreiche Störungen im Bahnverkehr gesorgt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Mehrere Strecken waren am Donnerstagabend betroffen, zwei davon gesperrt, wie die Bahn mitteilte. Es kam zu Zugausfällen und Verspätungen.

Behörde:Deutscher Wetterdienst (DWD)
Gründung:1952
Hauptsitz:Offenbach am Main
Behördenleitung:Gerhard Adrian

Kreiszeitung.de* berichtet, dass es in Bremen-Nord zu einem größflächigen Stromausfall kam. Ein umgestürzter Baum habe auch einen Regionalzug zwischen Bremen-Burg und -Vegesack gestoppt. Alle Passagiere blieben unverletzt. Wegen des Schadens an der Oberleitung war der Regionalverkehr lange unterbrochen.

Beeinträchtigungen gab es nach Angaben der Bahn auch auf sieben Linien im Regionalverkehr in Schleswig-Holstein und Hamburg. Gründe waren hier Bäume oder Gegenstände auf den Gleisen und Oberleitungen oder Weichenstörungen. Hier komme es zu Verspätungen von bis zu einer Stunde, ein Busnotverkehr könne aufgrund der Wetterlage nicht garantiert werden. (jon/dpa)

Orkan bläst uns alle weg! Unwetterwarnung für Norddeutschland

Erstmeldung vom Donnerstag, 11. März 2021, 12:23 Uhr: In Norddeutschland müssen sich die Menschen ab Donnerstag, 11. März 2021, warm anziehen: Sturmtief „Klaus“ ist im Anmarsch und das mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein schwere Sturm- und Orkanböen und warnt: „Am Donnerstag empfiehlt es sich, am besten zu Hause zu bleiben“, berichtet 24hamburg.de*.

Sturmtief Klaus: Orkanartige Böen mit bis zu 130 km/h in Niedersachsen und Schleswig-Holstein

An der Nordsee, auf dem Brocken und bei kräftigen Regenschauern mit Gewittern könne es auch orkanartige Böen mit bis zu 130 km/h geben. Der DWD gab für die Küstengebiete in Niedersachsen und Schleswig-Holstein deshalb eine Unwetterwarnung für den Donnerstagnachmittag heraus. Erste Ausläufer des Sturmtiefs „Klaus“ waren bereits am Donnerstagmorgen an der Nordseeküste zu spüren, berichtet kreiszeitung.de*. Die Polizeien und Rettungsleitstellen meldeten aber zunächst keine Vorkommnisse.

Sturmtief „Klaus“ fegt am Donnerstag über Norddeutschland hinweg. Der Deutsche Wetterdienst gab eine Unwetterwarnung für die Küstengebiete heraus. (nordbuzz.de-Symbolbild)

Städte und Fährbetriebe im Norden und Nordwesten Deutschlands haben sich ebenfalls auf den Sturm eingestellt. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, warnte in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover die Stadtverwaltung vor dem Betreten der städtischen Wälder. Der Berggarten in Herrenhausen und der Stadtpark etwa bleiben am Donnerstag geschlossen. Die Stadt Braunschweig sagte wegen des angekündigten Sturms Wochenmärkte ab.

Sturmtief Klaus: Einschränkungen im Fährbetrieb angekündigt

In Schleswig-Holstein kündigte die Wyker Dampfschiffs-Reederei bereits an, dass wegen des erwarteten Sturmtiefs am Donnerstag die Verbindungen zwischen Schlüttsiel und den Halligen ausfallen. Für den Fährverkehr zwischen den Ostfriesischen Inseln und dem Festland wurden zunächst kaum größere Einschränkungen erwartet – bei den Fähren von und nach Spiekeroog kommt es zu geänderten Abfahrtszeiten.

Sturmtief Klaus: Deutsche Bahn rechnet mit Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr

Aufgrund der aktuellen Wetterlage gab auch die Deutsche Bahn eine Warnung heraus, es könne im Regional- und Fernverkehr zu Beeinträchtigungen kommen. In der Nacht zum Freitag sollen die Böen zwar etwas nachlassen, in der Nacht von Freitag auf Samstag rast aber bereits das nächste Sturmtief auf Deutschland zu. Auch dann erwarten die DWD-Meteorologen wieder Schauer und Gewitter mit teils schweren Sturmböen.

Die Behörden erwarteten am Donnerstagmorgen zwar an der Nordseeküste leicht erhöhte Wasserstände zum Mittags- und Abendhochwasser. Eine Sturmflut wurde aber nicht prognostiziert. * nordbuzz.de, kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

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