Killer-Bakterium in Bremen

Hund killt sein Herrchen - "Schlabber-Attacke" hat fatale Folgen für Mann

In Bremen kam es zu einem Todes-Drama. Ein Hund hat sein Herrchen abgeleckt. Das hatte verheerende Folgen für den Mann, der plötzlich starb.

  • In Bremen wurde ein Mann von seinem Hund abgeleckt
  • Kurz darauf kam der Haustierbesitzer ins Krankenhaus
  • Rund zwei Wochen später war er tot

Bremen - Für viele Hundebesitzer ist es völlig normal, wenn der eigene Hund seine Zuneigung mit der Zunge zeigt und sein Herrchen ableckt - auch an Nase und Mund. Doch dieser Ausdruck der Verbundenheit kann verheerende Folgen haben und sogar tödlich enden. In Bremen ist ein Mann nur rund zwei Wochen nach so einem engem Kontakt mit seinem Hund gestorben - trotz intensiver Behandlung im Krankenhaus. Über das Todes-Drama in Bremen berichtet *nordbuzz.de.

Todes-Drama in Bremen: Hund leckt Herrchen ab - mit fatalen Folgen für den Mann

Der Vorfall ereignete sich bereits im vergangenen Jahr und wurde nun von Ärzten des Roten Kreuz Krankenhauses (RKK) in Bremen im "European Journal of Case Reports in Internal Medicine" veröffentlicht. Sie schildern darin den seltenen Verlauf einer aggressiven Infektion, die dem Mann aus Bremen zum Verhängnis wurde. Demnach hatte der 63 Jahre alte Hundebesitzer über drei Tage lang unter anhaltendem Fieber, Grippesymptomen und Luftnot gelitten. Als der Mann ins Krankenhaus in Bremen kam, blutete er im Gesicht und hatte Blutergüsse an den Beinen. 

Bremen: Hund leckt Herrchen ab - Mann zeigt plötzlich Anzeichen einer Blutvergiftung

Die Ärzte erkannten bei dem Mann aus Bremen Anzeichen einer schweren Blutvergiftung. Schließlich identifizierten sie den Verursacher der sich immer weiter verschlechternden Zustands des Mannes: das Bakterium Capnocytophaga. Der Erreger findet sich in der Mundhöhle von Haustieren, nicht nur beim Hund, sondern auch bei Katzen. Doch eine Übertragung auf den Menschen ist äußerst selten und meistens die Folge eines Bisses durch einen Hund. Bei ernsten Verläufen trifft das Bakterium zudem in der Regel auf ein bereits geschwächtes Immunsystem oder auf Menschen, die unter Alkoholismus leiden. Beides war bei dem Hundebesitzer aus Bremen nicht der Fall. 

Bremen: Hund leckt Herrchen ab - Mann stirbt 16 Tage nach Infektion

Der Mann litt unter keinen Vorerkrankungen und wurde von seinem Hund nur abgeleckt, nicht gebissen. Doch die Infektion nahm einen entsetzlichen Verlauf. Der Mann aus Bremen bekam im Roten Kreuz Krankenhaus tagelang Antibiotika. Doch es half nicht: Das Fieber stieg, immer mehr Gewebe starb ab, schließlich führte ein Multiorganversagen zum Tod des Hundesbesitzers - nach nur 16 Tagen. Derweil kam es auf der Autobahn A1 zwischen Bremen und Hamburg zum Feuer-Schock, als ein Lkw plötzlich während der Fahrt in Flammen aufging.

Die Ärzte aus Bremen nehmen an, dass auch nur geringe Mengen des Erregers ausreichen, um zum Tode zu führen. Bislang sei nur ein Fall bekannt, bei dem die Erkrankung einen so schweren Verlauf genommen habe, ohne, dass der zuvor gesunde Patient gebissen oder gekratzt wurde. Die Ärzte des RKK empfehlen daher Tierhaltern, vor allem denen, die einen Hund besitzen, schon bei leichten Erkältungssymptomen, wie sie der Mann aus Bremen hatte, einen Arzt aufzusuchen. Dagegen kam es im Landkreis Oldenburg nahe Bremen zum Horror-Unfall, als ein Lkw eine Radfahrerin erwischte und über hundert Meter mitschleifte. Unterdessen wollten zwei Sanitäter einem Mann in Bremen helfen, als sie plötzlich bei einem Einsatz attackiert wurden.

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Quelle: nordbuzz.de

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