Startup aus Bremen

"Höhle der Löwen": "FlipCar" begeistert Investoren - dann folgt großer Schock

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Georg Kofler machte in "Die Höhle der Löwen" als einziger Investor für "FlipCar" ein Angebot - doch die Startup-Gründer aus Bremen lehnten ab.

In "Die Höhle der Löwen" stellten zwei Gründer aus Bremen ihr Startup vor. Die Investoren waren zunächst von "FlipCar" begeistert. Dann folgte der Schock.

  • Zwei Gründer aus Bremen stellten in "Die Höhle der Löwen" ihr Startup vor
  • Die Investoren waren zunächst von der App "FlipCar" begeistert
  • Die Unternehmensstruktur sorgte in der Vox-Show dann jedoch für einen Schock

Update vom 9. Oktober 2019: Am Dienstagabend (8. Oktober 2019) war es so weit. Die beiden aus Bremen stammenden Startup-Gründer Sven Gunkel und Okan Gürsel hatten bei "Die Höhle der Löwen" ihren großen Auftritt. Mit der App "FlipCar" wollen die Bremer den Mietwagen-Markt revolutionieren. Die Geschäftsidee: die Überfahrten, die eine Autovermietung ohnehin durchführen muss, wird den "FlipCar"-Nutzern für einen Euro angeboten und so eine Win-Win-Situation geschaffen. Um weiter wachsen zu können, benötigen die beiden Startup-Gründer aus Bremen jedoch Kapital. Das erhofften sich Sven Gunkel und Okan Gürsel von den Investoren in "Die Höhle der Löwen" - und forderten für zehn Prozent der Anteile an "FlipCar" 500.000 Euro.

"Höhle der Löwen": Startup-Gründer aus Bremen fordern 500.000 Euro für zehn Prozent der Anteile

Nach der ansprechenden Präsentation in der Vox-Show stellten sich die beiden Startup-Gründer aus Bremen den Fragen der "Höhle der Löwen"-Investoren. Und "Löwin" Dagmar Wöhrl stocherte direkt nach: "Ich glaube, dass hier der Teufel im Detail steckt", so die 65-Jährige. Wöhrl möchte wissen, ob man mögliche Fahrten in der "FlipCar"-App auch längerfristig planen kann oder ob diese "Überführungsfahrten" nur kurzfristig angeboten werden können. "Der Großteil dieser Fahrten muss innerhalb von 48 Stunden absolviert werden", gesteht "FlipCar"-Mitgründer Sven Gunkel aus Bremen, fügt aber an: "Es gibt aber auch eine große Anzahl an saisonalen Fahrten, beispielsweise zur Ski-Saison in München. Da werden von den Autovermietungen dann 300 Autos auf Verdacht aus dem Norden in den Süden verlegt - und diese Fahrten sind bis zu vier oder acht Wochen vorher bekannt."

Auch Ralf Dümmel zeigt sich in "Die Höhle der Löwen" interessiert, hat aber eine wichtige Frage: "Ich habe eine weite Fahrt, zum Beispiel von Hamburg nach München. Jetzt ist der Tank leer - zahl ich das dann selber?" Die Antwort von Sven Gunkel aus Bremen folgt promt: "Der erste Tank ist immer inklusive", sagt der "FlipCar"-Mitgünder. Man könne den Mietwagen nach der Überführungsfahrt also auch mit leerem Tank am Zielort abgeben. "Die Höhle der Löwen"-Investor Carsten Maschmeyer zeigt sich daraufhin begeistert. "Die Idee, eine unsinnige Fahrt mit einem Nutzer, der fahren will, zu kombinieren, finde ich toll", beginnt der in Bremen geborene Unternehmer. "Aber warum nehmen Sie einen Euro?", will Maschmeyer wissen. 

"Höhle der Löwen": Investoren nehmen "FlipCar"-Gründer ins Kreuzverhör - und sind begeistert

Die Erklärung der Startup-Gründer ist jedoch so simpel wie die Idee hinter "FlipCar". "Da ist unser Gedanke so ein bisschen das Gesetz der großen Zahlen. Ein Euro ist wirklich so günstig, dass wir jede Fahrt vermittelt bekommen und die Nutzer bei Laune halten", sagt Sven Gunkel. Dann lässt Okan Gürsel die Bombe platzen, die zunächst jeden der fünf Investoren in "Die Höhle der Löwen" begeistert: "Aber das ist nicht alles, was wir daran verdienen", meint der Startup-Mitgründer aus Bremen. Die Autovermietungen zahlen "FlipCar" einen Pauschalbetrag von 25 Euro. Das ist ein lohnendes Geschäft für die Mietwagen-Firmen, schließlich kostet eine Überführung auf eigene Kosten deutlich mehr.

Rund 150 Euro kostet es eine Autovermietung circa, wenn sie ein Auto von Bremen nach Köln überführen muss, rechnen die Startup-Gründer in ihrem Beispiel vor. Der Mitarbeiter der Mietwagen-Firma muss nämlich auch mit dem Zug zurückfahren und bekommt einen festen Stundenlohn. Der Pauschalbetrag von 25 Euro, den "FlipCar" erhält, sowie das Geld zum Tanken sind in Summe dagegen deutlich billiger für die Autovermietung. "Die Höhle der Löwen"-Investor Georg Kofler möchte schließlich wissen, wie weit die beiden Startup-Gründer aus Bremen schon im Geschäft sind. Wer 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile fordere, müsse schließlich auch was zu bieten haben, meint der "Löwe".

"Höhle der Löwen": Geschäftsmodell von "FlipCar" aus Bremen begeistert Investoren zunächst

Die Antwort von Sven Gunkel aus Bremen klingt daraufhin fast enttäuschend. "Wir sind seit sechs Wochen mit der App "FlipCar" online, haben rund 2.000 aktive Nutzer und heute konnte die 26. Fahrt vermittelt werden." Dann holt der Startup-Mitgründer in "Die Höhle der Löwen" jedoch sein Ass aus dem Ärmel. Sven Gunkel verrät, dass "FlipCar" im Vorfeld der Vox-Show einen großen Deal beschließen konnte. Die drittgrößte Autovermietung Deutschlands versprach den Startup-Gründern aus Bremen Überführungen von rund 50.000 Autos pro Jahr. Damit hätte man einen Umsatz von über einer Million Euro bereits sicher, führt Sven Gunkel in "Die Höhle der Löwen" aus. Als die Investoren in "Die Höhle der Löwen" bereits fleißig die Zahlen auf ihrem Notizblock vermerken, folgt jedoch der Schock. 

"FlipCar" ist noch keine eigenständige Firma, sondern gehört zu einer Muttergesellschaft. Die Startup-Gründer aus Bremen hatten hier zuvor an einem Algorithmus gearbeitet, der den Fahrstil von Autofahrern bewertet. Diese Technologie nutzt das Startup aus Bremen nun, um den Autovermietungen eine reibungslose Überfahrt gewährleisten zu können. Doch hier geraten die Investoren der "Höhle der Löwen" plötzlich ins Stocken. "Ihr habt also zwei Firmen, ist das richtig?", fragt Dagmar Wöhrl. "Nein, wir haben eine Firma. Aber die Idee ist, FlipCar auszugründen", sagt Okan Gürsel - und schockt damit die "Löwen" in der Vox-Show.

"Höhle der Löwen": "FlipCar" gehört zu weiterer Firma - Investoren reagieren geschockt

Die beiden Startup-Gründer aus Bremen wollen den Investoren in "Die Höhle der Löwen" somit zehn Prozent der Anteile an der dann ausgegliederten Firma "FlipCar" anbieten, die restlichen 90% würden jedoch bei der Muttergesellschaft verbleiben. "Bezieht "FlipCar" irgendwelche Dienstleistungen von der Muttergesellschaft?", will Carsten Maschmeyer deshalb in der Vox-Show wissen. "Die Technologie", antworten die Startup-Gründer aus Bremen und sorgen so dafür, dass es am Ende nicht zu einem Deal kommen wird. "Dann hat es für uns als Investor große Nachteile, nur an "FlipCar" beteiligt zu sein, wenn die App ohne die Muttergesellschaft nicht funktioniert", führt Carsten Maschmeyer aus.

Nach und nach verkünden die Investoren in "Die Höhle der Löwen" aufgrund der Firmen-Struktur, keinen Deal mit den Startup-Gründern aus Bremen eingehen zu wollen. Lediglich Georg Kofler zeigt sich weiterhin interessiert, fordert für 500.000 Euro jedoch 30 Prozent der Anteile. Das ist Sven Gunkel und Okan Gürsel allerdings zu viel, sie bieten nach kurzer Beratung einen Deal für 15 Prozent an. "Nie im Leben", faucht Georg Kofler plötzlich in der Vox-Show und erklärt auch, warum: "Ich bin ein Unternehmer und kein Finanzinvestor", sagt der "Löwe" und wiederholt mit dem Zusatz, die Forderung sei nicht verhandelbar, erneut den Deal über 30 Prozent für 500.000 Euro. Doch die "FlipCar"-Gründer aus Bremen lehnen ab - und müssen "Die Höhle der Löwen" schließlich ohne Deal verlassen. Unterdessen kritisierte die Tierschutz-Organisation Peta Carsten Maschmeyer für einen Deal in "Die Höhle der Löwen".

"Höhle der Löwen": Investor Georg Kofler fordert 30 Prozent - "FlipCar"-Gründer lehnen ab


Meldung vom 8. Oktober 2019: Bremen - Es ist eine Geschäftsidee, die einen ganzen Markt revolutionieren könnte. Mit der App "FlipCar" bekommt man einen Mietwagen schon für einen Euro zur Verfügung gestellt. Das Besondere: einen Haken gibt es dabei nicht. Mit ihrer Geschäftsidee gehen die beiden Startup-Gründer Sven Gunkel und Okan Gürsel aus Bremen nun in "Die Höhle der Löwen" auf Investoren-Jagd. Für zehn Prozent ihrer „FlipCar“-Firma fordern die beiden Bremer 500.000 Euro. Die Geschäftsidee dürfte in der Vox-Show durchaus für Wirbel sorgen.

"Die Höhle der Löwen": Startup-Gründer aus Bremen könnten Mietwagen-Markt revolutionieren

Ein Mietwagen für einen Euro - wie ist das möglich? Das erklären Sven Gunkel und Okan Gürsel aus Bremen in "Die Höhle der Löwen". Mit ihrer Geschäftsidee von "FlipCar" bedienen die beiden Startup-Gründer eine absolute Marktlücke bei Autovermietungen. Wird bei einer Firma ein Auto gemietet und damit in eine andere Stadt gefahren, bleibt es dort in den meisten Fällen stehen. Findet sich vor Ort kein neuer Nutzer, muss ein Mitarbeiter der jeweiligen Autovermietung das Auto dann zurückbringen. Das ist zeitaufwendig und kostspielig. 

Gleiches gilt für den Fall, dass ein Mietwagen angefragt wird, aber noch nicht am jeweiligen Ort zur Verfügung steht. Dann muss ein Mitarbeiter der Autovermietung das Auto erst abholen und in die betreffende Stadt überführen. Auch hier entstehen für die Autovermietung massive Kosten. Doch genau dort setzen die Startup-Gründer aus Bremen mit ihrer App "FlipCar", die am Dienstag (8. Oktober 2019) in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" präsentiert wird, an. Ein weiterer Gründer aus Bremen präsentierte in „Die Höhle der Löwen“ seine Bratwurst-Idee - und kassierte dafür eine harte Kritik von Investor Carsten Maschmeyer.

"Die Höhle der Löwen": Startup "FlipCar" aus Bremen nutzt Marktlücke bei Autovermietungen

Nutzer der App "FlipCar" mieten für einen Euro einen Mietwagen, der sowieso von einer Autovermietung überführt werden müsste. Entweder, weil das Auto ohnehin zum jeweiligen Standort zurück muss oder weil es in einer anderen Stadt eine Anfrage für den Mietwagen gibt. Was im Normalfall also ein Mitarbeiter der jeweiligen Autovermietung erledigen müsste, machen so die Nutzer des Startups „FlipCar“ aus Bremen. „Das Auto muss sowieso von A nach B, die Fahrt würde also so oder so stattfinden. Im Prinzip tun unsere Nutzer den jeweiligen Autovermietungen sogar einen Gefallen“, erklären die Startup-Gründer Sven Gunkel und Okan Gürsel aus Bremen gegenüber radiobremen. In „Die Höhle der Löwen“ hoffen die beiden „FlipCar“-Gründer nun auf eine Investition, um weiter expandieren zu können.

„Die Höhle der Löwen“: Startup-Gründer von „FlipCar“ aus Bremen hoffen auf 500.000 Euro

In über 80 Städten kann über die App „FlipCar“ bereits ein Mietwagen für einen Euro gemietet werden. Damit kann durchaus behauptet werden, dass das Startup aus Bremen inzwischen deutschlandweit genutzt wird. Sven Gunkel und Okan Gürsel wollen aber sogar noch einen Schritt weiter gehen - und hoffen deshalb auch auf die Investoren der „Höhle der Löwen“. „Unser Ziel ist es, einen City-Hopper für das ganze Land und vielleicht sogar über die Grenze hinaus zu entwickeln: Für einen Euro von Metropole zu Metropole. Wir wollen uns als ein günstiger, spontaner und cleverer Mobilitätsdienstleister etablieren“, so die beiden „FlipCar“-Gründer gegenüber radiobremen. Am Dienstag (8. Oktober 2019) wird sich in der Vox-Show Die Höhle der Löwen“ zeigen, ob ein Investor bereit ist, 500.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile am Bremer Startup zu bezahlen. 

In Carsten Maschmeyer sitzt den beiden Startup-Gründern Sven Gunkel und Okan Gürsel aus Bremen sogar ein gebürtiger Bremer gegenüber. Der 60-jährige Unternehmer baute in den 80er und 90er Jahren die Finanzvertriebsgesellschaft AWD Holding AG (heute: SwissLife) auf und erwirtschaftete bis heute ein Vermögen von geschätzten 1,2 Milliarden Euro. Seit 2016 ist Carsten Maschmeyer einer der Investoren in „Die Höhle der Löwen“. In der Vox-Show schloss der 60-Jährige zunächst viele Vereinbarungen, doch nach der Ausstrahlung von „Die Höhle der Löwen“ ließ Carsten Maschmeyer viele Deals wieder platzen.

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