Einsatzkräfte evakuieren Wohngebäude

Explosionsgefahr durch Gasleck: Großeinsatz in Oslebshausen

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Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

Starker Gasgeruch in Oslebshausen führte am Montagabend zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Vor Ort stellten die Einsatzkräfte extreme Werte fest, es bestand akute Brand- und Explosionsgefahr.

Bremen - Ein Passant meldete gegen 17.50 Uhr über den Notruf starken Gasgeruch auf dem Bürgersteig und Radweg im Bereich Oslebshauser Landstraße/Ecke Finkenbergstraße. Das teilt die Feuerwehr mit.

Einsatzkräfte nahmen vor Ort ebenfalls den starken Gasgeruch wahr. Messungen mit entsprechenden Geräten ergaben extreme Werte, es bestand akute Brand- und Explosionsgefahr durch den Gasaustritt.

Oslebshausen: Einsatzkräfte evakuieren Wohngebäude

Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Evakuierung angrenzender Wohngebäude in einem Radius von 300 Metern. Insgesamt mussten 65 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Alle Evakuierten konnten bei Nachbarn oder Bekannten unterkommen. Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt.

Ein Alten- und Pflegeheim mit 70 teilweise nicht gehfähigen Bewohnern am Rande des Evakuierungsradius wurde durchgehend mit Messgeräten überwacht, um auch dieses Gebäude bei einer zu hohen Gaskonzentration jederzeit räumen zu können. Dazu wurde ein Großaufgebot an Einsatzkräften zur möglichen Evakuierung alarmiert. Darunter befanden sich Sondereinsatzgruppen des Stadtbremischen Rettungsdienstes, eine leitende Notärztin, der organisatorische Leiter des Rettungsdienstes, Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren Burgdamm, Grambkermoor und Lesumbrok sowie der Direktionsdienst und der Amtsleiter der Feuerwehr Bremen.

Evakuierung: Grundschule vorsorglich eingerichtet

Zur eventuellen Unterbringung der Heimbewohner wurde die Grundschule an der Oslebshauser Heerstraße eingerichtet. Insgesamt waren die Feuerwehr Bremen und der Stadtbremische Rettungsdienst mit 52 Einsatzfahrzeugen und 135 Einsatzkräften vor Ort.

Das austretende Gas erreichte das Alten- und Pflegeheims jedoch nicht. Mitarbeiter der SWB (Wesernetz) konnten gegen 21.19 Uhr das Leck in der Gasleitung finden, gegen 21.40 Uhr konnte es provisorisch abgedichtet werden, sodass eine weitere Erhöhung der Gaskonzentration nicht mehr zu erwarten war. 

Entwarnung am späten Abend

Um 22.30 Uhr war das Leck durch die zwölf Mitarbeiter der SWB abgedichtet, es konnte Entwarnung gegeben werden. Um 22.50 Uhr konnten alle evakuierten Bewohner wieder ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren. Während des Einsatzes gab es keine Verletzten, die Höhe des entstandenen Schadens kann noch nicht eingeschätzt werden. 

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