Überraschende Auszeichnung

Bremer Y-Kollektiv gewinnt Webvideopreis als „Newcomer“

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Das Y-Kollektiv sendet Reportagen von außerhalb der Komfortzone.

Die Journalisten und Filmer des Y-Kollektivs aus der Bremer Neustadt haben am Donnerstag überraschend den Webvideopreis in der Kategorie „Newcomer“ abgeräumt. Das Reportage-Format wird in der Neustadt in der Alten Schnapsfabrik produziert und beschäftigt sich mit aufrüttelnden Themen am Puls der Zeit. Auch die Bremer Produktion Wishlist gewann.

Die Freude der Y-Kolletiv-Delegation bei der Preisverleihung des prestigeträchtigen Webvideopreises am Donnerstagabend war grenzenlos. Kein Wunder, bis zur Verkündung der Auszeichnung ahnten sie nichts von ihrem Glück, waren sie doch eingeladen worden, ohne überhaupt nominiert gewesen zu sein. Die Überraschung ist der Academy geglückt. Das investigative Reportage-Format wird von der „Sendefähig GmbH“ im Auftrag von „Radio Bremen“ für das junge Angebot von ARD und ZDF „funk“ in der Schnapsfabrik in der Bremer Neustadt produziert. 

Immer donnerstags erscheinen bei Youtube und Facebook subjektiv menschliche Reportagen zu relevanten und aufrüttelnden Themen am Puls der Zeit. Alleine fast 300.000 Mal wurde die bisher erfolgreichste Webreportage des Y-Kollektiv über Cybermobbing aufgerufen. Die Gruppe setzt sich aus jungen Journalisten zusammen, die ihre Filme aus ganz Deutschland liefern – darunter Fernsehpreisträger Hubertus Koch, Wild Germany-Dokumentarist Manuel Möglich, die Journalisten Julia Rehkopf und Dennis Leiffels oder Filmemacher Christian Tipke.

„Läuft bei uns“ 

„Läuft bei uns“, freut sich Helge Haas, Leiter der Programmbereichs Junge Angebote bei „Radio Bremen“: „Als kleinste ARD-Anstalt gleich zwei Preise abzuräumen, ist eine riesige Anerkennung für das junge Team, das bei uns an Inhalten für die sozialen Netzwerke arbeitet. Es gibt gerade einen Generationswechsel – auf der einen Seite entstehen neue Produktionsfirmen wie die Sendefähig GmbH und Outside the Club, auf der anderen Seite haben wir Redakteurinnen und Redakteure ausgebildet, die deren Sprache sprechen.“

Auch Wishlist und Kliemannsland erfolgreich 

Auch die von „Radio Bremen“ für „funk“ mitproduzierte crossmediale Mysterie-Serie Wishlist erhielt einen Webvidepreis. Sie wurde als „Best Video Of The Year“ ausgezeichnet. Ebenso war Fynn Kliemann mit dem Format „Kliemannsland“ erfolgreich, das im Bremer Umland produziert wird. Die Preise werden jeweils zur Hälfte von der Academy – bestehend aus Teilnehmern der Vorjahre – und einem Publikumsvoting über Facebook, Instagram und Twitter bestimmt. Der Webvideopreis ist nach eigenen Angaben der größte Medienpreis im Bereich Webvideo und Social Media in Europa und wurde 2017 zum siebten Mal vor einem Publikum aus Webvideo-Community und Social-Media-Szene, Politik und Wirtschaft verliehen. 

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