Droht die Kommerzialisierung?

Freimarkt, Weihnachtsmarkt & Osterwiese: Sorge um den Charakter der Bremer Volksfeste

+
Wie sieht die Zukunft der Volksfeste in Bremen aus?

Was passiert, wenn die großen Bremer Volksfeste zur neu gegründeten Gesellschaft für Messen und Märkte zugeschlagen werden? Absehbar ist das zwar noch nicht, aber im Raum steht es trotzdem, und es versetzt etwa die Schausteller vom Freimarkt, der Osterwiese und dem Weihnachtsmarkt in Sorge vor einer verhängnisvolle Kommerzialisierung.

„Höhere Standgebühren, mehr Bierzelte oder Glühweinbuden, und am Ende ein völlig anderer Charakter der Märkte“ könnten die Folgen sein, wie der „Weser-Kurier“ Aussagen von Rudi Robrahn, Vorsitzender des Bremer Schaustellerverbandes, zusammenfasst. Er sagte der Zeitung: „Wenn wir einer GmbH zugeschlagen werden, läuft das unweigerlich darauf hinaus, dass die Märkte für diese Gesellschaft Gewinn abwerfen müssen“.

„Wir sind ja nicht auf den Kopf gefallen und können eins und eins zusammenzählen“, kommentierte Robrahn weiter nach einem Gespräch mit Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) am Dienstag. In der Vergangenheit seien die Kosten der Volksfeste in Bremen immer über die Standgebühren eingespielt worden, mehr nicht. „Es soll auf den Märkten Geld verdient werden und nicht an den Märkten“, so Robrahn, der betonte, eine GmbH würde dagegen gewinnorientiert arbeiten.

Unterdessen erklärte Hans Peter Schneider, Geschäftsführer der neuen Gesellschaft mit Namen m3b GmbH, er sei fürs erste ganz froh, sich nicht auch um die Volksfeste kümmern zu müssen. „Wie das in Zukunft wird, muss man sehen.“

Ach, Bremen! 25 Fotos, die zeigen, warum wir dich und deinen Sommer lieben

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare