Er gilt als umstrittenster Kandidat der Wahl

Frank Magnitz: Wer ist der AfD-"Skandal"-Kandidat der Bürgerschaftswahl Bremen?

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Der wohl umstrittenste Kandidat der Bürgerschaftswahl Bremen: AfD-Chef Frank Magnitz

Bei der Bürgerschaftswahl 2019 in Bremen ist Frank Magnitz der Spitzenkandidat der AfD. Wer ist der wohl umstrittenste Politiker dieser Wahl?

  • Am 26. Mai findet die Bürgerschaftswahl in Bremen statt
  • Frank Magnitz ist der Spitzenkandidat der AfD
  • Vor einigen Monaten wurde er in Bremen brutal angegriffen
  • Für seine umstrittene Art erntet der 66-Jährige oft Kritik

Bremen - Am 26. Mai findet in Bremen die Bürgerschaftswahl statt. Fünf Spitzenkandidaten gehen für ihre Parteien ins Rennen - Doch keiner von ihnen erhitzt die Gemüter so sehr wie AfD-Kandidat Frank Magnitz, wie nordbuzz.de* berichtet.

Frank Magnitz: Wer ist der AfD-Spitzenkandidat der Bürgerschaftswahl in Bremen?

Frank Magnitz wurde 1952 in Neuenkirchen geboren. Er ist verheiratet und hat sechs Kinder. Seine älteste Tochter engagiert sich ebenfalls im Landesvorstand der AfD Bremen. Der 66-Jährige absolvierte eine Banklehre und ein Pädagogik-Studium. Zudem startete er einige Jahre später ein Jura-Studium, doch dieses brach er ab. Ende der 1970er Jahre machte sich Magnitz als Bauunternehmer selbstständig und gründete eine Firma für Bauelemente, die er allerdings 1999 verkaufte.

Frank Magnitz: So begann die politische Karriere des Vorsitzenden der AfD Bremen

Seine politische Karriere begann 2013, als er nur drei Monate nach der Gründung der Partei in die AfD eintrat. Zwei Jahre später wurde Magnitz Landessprecher der Partei und 2017 schaffte er es über ein Ausgleichsmandat in den Bundestag. Über seine Entscheidung, der AfD beizutreten, schrieb er 2015 auf der Webseite des AfD-Landesverbandes Bremen: „Früh habe ich mich zum konservativen Flügel des Parteienspektrums hingezogen gefühlt, den ich als Wähler immer unterstützt habe“. Da sei es seiner Meinung nach nur konsequent gewesen, der AfD beizutreten. Bis dahin soll er Stammwähler der CDU gewesen sein.

Frank Magnitz: Aus diesen Gründen ist der AfD-Spitzenkandidat umstritten

Für einige Äußerungen rund um die Themen Islam und Euro wird Magnitz oft der rechtsradikalen AfD-Strömung namens "Der Flügel" rund um Björn Höcke zugerechnet. Auch was den Umgang mit Demonstranten angeht, die gegen die AfD sind, erntete der 66-Jährige häufig Kritik, weil er sie unter anderem als "Hirntote" bezeichnet. "Das ist eigentlich noch eine freundliche Bezeichnung. Weil diese Leute wollen keine politische Auseinandersetzung, die wollen nur stören. Wenn man zu hunderten Malen damit Erfahrung gemacht hat, muss man nicht mehr sachlich eingehen, da kann man schon mal sagen, was es ist", rechtfertigte sich Magnitz im Gespräch mit dem Nachrichtenportal butenunbinnen.de

Angriff auf Frank Magnitz: Seine Partei veröffentlichte fragwürdiges Bild seiner Verletzungen

Auch bei Auseinandersetzungen mit politischen Gegnern ist der gebürtige Neunkirchener dafür bekannt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen, was ihm vermutlich Anfang des Jahres zum Verhängnis wurde: Nicht nur deutschland-, sondern auch weltweit bekannt wurde Frank Magnitz nach dem 7. Januar 2019. An diesem Tag wurde der 66-jährige nach einem Event in Bremen von drei unbekannten Männern niedergeschlagen und schwer verwundet. Die AfD teilte auf Facebook ein verstörendes Bild von Magnitz' Verletzungen, wie nordbuzz.de* berichtete. In der Folge widersprach sich Frank Magnitz immer wieder selbst, was die Schilderungen der Attacke auf ihn betraf. Dadurch verlor der AfD-Politiker zunehmend an Glaubwürdigkeit. Ob sich dieser Umstand nachhaltig auf die Bürgerschaftswahl am 26. Mai auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Übrigens steht der Wahl-O-Mat zur Bürgerschaftswahl in Bremen 2019 ab Mittwoch, 24. April 2019 zur Verfügung.

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

fm

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