Abbrucharbeiten in Hallen

Nach Lagerhallen-Brand in Bremen: Asbest-Rückstände aufgetaucht

In Bremen ist am Dienstagvormittag ein Feuer in einem Lagerhallenkomplex ausgebrochen. Weit sichtbar bildete sich eine schwarze Rauchwolke über der Stadt. Nun gibt es mögliche Asbestrückstände.

  • Lagerhallen in Bremer Industriehäfen geraten in Brand
  • Schwarze Rauchwolke zieht über Bremen hinweg
  • Eine Person beim Lagerhallen-Brand schwer  verletzt ins Krankenhaus gebracht

Update, 6. Mai:  Wenige Tage nach dem spektakulärem Großbrand in einem im Industriehafen in Bremen ist erneut eine dicke Rauchwolke in Bremen zu sehen. Das Feuer ist ersten Erkenntnissen in der Neustadt ausgebrochen.

Update, 5. Mai: Nach dem Großbrand am Bremer Industriehafen vor einer Woche sind im Umkreis von 200 bis 300 Metern rund um den Brandort Bruchstücke niedergegangen – womöglich aus Asbest. Das berichtete am Dienstagabend das Bremer Gesundheitsressort. Die grauen Stückchen sind so groß wie Geldstücke, liegen auf der Straße und auf Grundstücken. Unter der Hotline 0800/9640100 können Bürger den Fund der zuständigen Versicherung melden, so das Ressort. Eine Spezialfirma entsorge dann die Bruchstücke

Eine Gesundheitsgefährdung soll „aktuell“ von den Stücken nicht ausgehen, dennoch sollen sie vorsichtshalber nicht angefasst werden, hieß es. Von möglichen Asbestrückständen am Brandort gehe aktuell auch keine Gefahr aus, teilte das Gesundheitsressort weiter mit. Die Brandreste würden fortlaufend gewässert, um eine Ausbreitung über die Luft zu verhindern, sagte Ressortsprecher Lukas Fuhrmann. Bei dem Großbrand in den Industriehäfen Bremen am 28. April waren unter anderem zehn Hallen sowie Fahrzeuge vernichtet worden. Hunderte von Feuerwehrleuten kämpften mehrere Tage gegen die Flammen. Eine Person wurde verletzt. Die Ursache des Brandes ist noch ungeklärt. (gn)

Update, 3. Mai: Der Großbrand am Bremer Industriehafen mit zwei Verletzten ist nach dreieinhalb Tagen gelöscht worden. Zu Spitzenzeiten hatten bis zu 150 Einsatzkräfte gegen das Feuer in zehn Lagerhallen gekämpft, wie ein Sprecher der Feuerwehr Bremen mitteilte. Ein kleine Brandwache kontrolliere den Bereich aber weiterhin, sagte der Sprecher.

Update, 1. Mai: Der Brand in Bremen-Gröpelingen ist weitgehend gelöscht. Das teilt die Feuerwehr am Freitag mit. Einzelne Glutnester erfordern aber weiterhin die Aufmerksamkeit und Anwesenheit der Feuerwehr.

Die Abbrucharbeiten wurden kontinuierlich bis zum Freitagmorgen durchgeführt. Weite Teile der Hallen sind gelöscht. Eine „Feuer aus“-Meldung des Einsatzleiters gab es bisher noch nicht, da an einigen kleineren Stellen weiterhin Glutnester vorhanden sind, die bekämpft werden müssen. Laut Einsatzleiter könnte das Feuer am späten Freitagnachmittag endgültig gelöscht sein.

Am Donnerstagnachmittag ist ein Feuerwehrmann bei einem Sturz leicht verletzt worden. Er wurde mit Armverletzungen zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht und später nach Hause entlassen.

Die Gefahreninformation über die Warn-App NINA wurde am Freitag um 11.24 Uhr aufgehoben.

Update, 30. April, 14.45 Uhr: In einer aktuellen Warnmeldung für den Raum rund um den Brandort in den Industriehäfen teilt die Feuerwehr Bremen mit, dass auch am Donnerstagnachmittag noch Feuerwehrkräfte mit dem Löschen der Lagerhallen beschäftigt seien. Ein Ende des Einsatzes sei noch nicht abzusehen, es komme noch gelegentlich zu Rauchentwicklungen, heißt es.

Am Mittwoch herrschte am Brandort Einsturzgefahr.

Update vom 29. April, 16.20 Uhr: Weitere Löschmaßnahmen finden auch am  Mittwoch statt. Im Einsatz sind aktuell etwa 60 Einsatzkräfte mit circa 30 Fahrzeugen. Auch die Spezialfahrzeuge sind weiterhin vor Ort. 

Schwierigkeiten bereitet weiterhin die Unzugänglichkeit des Halleninneren, teilt die Feuerwehr mit. Es bestehe Einsturzgefahr der Trenn- und Außenwände. Um diese Gefahr zu beseitigen, hat ein Abbruchunternehmen die Arbeit aufgenommen. Die Wände werden kontrolliert zu Fall gebracht, um dann im Inneren die Löschmaßnahmen durchführen zu können.

Es kommt weiterhin zu Sichtbehinderungen und teilweise penetranten Geruchsbelästigungen in der Umgebung der Einsatzstelle. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben. Die Löschmaßnahmen werden sich laut Feuerwehr-Einsatzleiter noch bis Donnerstag hinziehen. Die Kriminalpolizei ist zur Brandursachenermittlung vor Ort.

Update vom 29. April, 13.35 Uhr: Der Großbrand im Bremer Hafen stellt die Feuerwehr auch am Mittwoch vor Herausforderungen. „Es brennt weiterhin“, sagte Feuerwehrsprecher Andreas Desczka. „Wir haben das Problem, dass wir mit den Wasserwerfern nicht bis in die Mitte kommen. Wir können die Lagerhallen auch nicht betreten, weil Einsturzgefahr besteht.“ Das Feuer war am Dienstagvormittag aus zunächst ungeklärter Ursache im Industriehafen ausgebrochen. Die aneinandergrenzenden Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmeter brannten lichterloh. 

Um bei der Brandbekämpfung voranzukommen, sei ein Privatunternehmen mit Räumgerät angefordert worden. „Bagger werden die Wände einreißen“, sagte der Sprecher. So könne die Feuerwehr Stück für Stück ins Innere der Hallen vordringen. Er gehe davon aus, dass die Bagger am Nachmittag mit der Arbeit beginnen würden. Der Regen sei keine große Hilfe. „Dafür ist es zu wenig“, so Desczka.

Mittlerweile insgesamt 300 Einsatzkräfte beim Lagerhallen-Brand aktiv 

Die Feuerwehr hatte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude verhindern können. Am Dienstagnachmittag war der Brand unter Kontrolle, die Löscharbeiten gingen weiter. Nach Einschätzung des Sprechers wird die Feuerwehr bis mindestens Mittwochabend am Brandort gebraucht. Seit Beginn des Einsatzes waren insgesamt rund 300 Feuerwehrleute und zahlreiche Löschfahrzeuge beschäftigt.

Update vom 29. April, 8.45 Uhr: Die Löscharbeiten im Bremer Industriehafen werden sich nach Angaben der Feuerwehr noch den ganzen Mittwoch hinziehen. Zehn Lagerhallen à 300 Quadratmeter brennen seit Dienstagvormittag. Da mindestens eine Halle einzusturzgefährdet sei, könne die Feuerwehr nur von außen löschen, sagte ein Sprecher am frühen Mittwochmorgen. „Das dauert natürlich.“

Rund 60 Feuerwehrleute waren noch im Einsatz. Bei dem Feuer war ein Arbeiter schwer verletzt worden. Am Dienstag hatten rund 130 Einsatzkräfte gegen die Flammen gekämpft, zeitweise hing eine riesige schwarze Rauchwolke über Bremen. Am Nachmittag hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle gebracht.

Originalartikal vom 28. April: Der Brand ereignete sich laut Feuerwehr und Polizei an der Louis-Krages-Straße in den Bremer Industriehäfen im Stadtteil Gröpelingen. Gegen 10 Uhr löste die automatische Brandmeldeanlage des Lagerhallenkomplexes aus. Eine Person, die auf dem Gelände gearbeitet hatte, sei mit einer Rauchgasvergiftung und schweren  Brandverletzungen ins Krankenhaus gekommen, sagte Feuerwehrsprecher Andreas Desczka.

Die ganze Nacht hindurch brannten die Reste der Lagerhallen. Auch am Mittwochmorgen wurden weiter unablässig gelöscht.

Etwa zehn Hallen stünden in Flammen, hieß es laut ersten Erkenntnissen. Feuerwehrsprecher Desczka sagte, in den rund 30.000 Quadratmeter großen Hallen werde Verpackungsmaterial und Holz gelagert. 

Die Feuerwehr versuchte nach dem Eintreffen am Brandort vor allem zu verhindern, dass der Brand auf angrenzende Lagerhallen übergreift. Sieben weitere direkt angrenzende Hallen konnten vor den Flammen gerettet werden. Einige in der Nähe abgestellte Fahrzeuge wurden durch die Hitze beschädigt. Sprecher Desczka ging am Vormittag davon aus, dass alle freiwilligen Feuerwehren in Bremen zum Einsatz kommen werden.

Die brennenden Lagerhäuser konnten nicht gerettet werden.

Lagerhallen-Brand in Bremen führt zu riesiger Rauchwolke 

Durch den Brandrauch, der weithin über der Stadt zu sehen ist und mehrere Hundert Meter aufsteigt, kam es laut der Feuerwehr zu einer deutlichen Geruchsbelästigung. Die Bürger werden aufgefordert, die Notrufnummern von Feuerwehr und Polizei für Notrufe freizuhalten. Fenster und Türen in dem betroffenen Gebiet sollten geschlossen, Lüftungen und Klimaanlagen abgeschaltet werden. Laut Angaben der Feuerwehr war die massive schwarze Rauchwolke sogar in Cuxhaven zu sehen. Die Messungen des Fachberaters für gefährliche Stoffe und diversen Messfahrzeugen seien aber bisher unbedenklich.

Gegen 15.30 Uhr konnte „Brand unter Kontrolle“ gemeldet werden. Eine weitere Ausbreitungsgefahr sei laut Feuerwehr nicht mehr gegeben. Weiterhin herrsche jedoch eine starke Rauchentwicklung. Die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich die ganze Nacht bis zum Mittwoch hinziehen.

Die brennenden Lagerhallen befinden sich direkt am Wasser.

Seit Einsatzbeginn sind etwa 150 Einsatzkräfte mit etwa 60 Fahrzeugen mit der Brandbekämpfung beschäftigt. Im Einsatz sind Spezialfahrzeuge wie ein Gelenkmastfahrzeug der Werkfeuerwehr Mercedes, ein Flugfeldlöschfahrzeug des Airport Bremen und die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Drohne Ganderkesee mit Führungsunterstützung der SEG Wildeshausen. 

Die Rauchwolke über dem Hafen der Stadt war sofort weithin sichtbar.

Von der Feuerwehr Bremen sind das Löschboot, vier Drehleitern und der Feuerwehrkran mit Wasserwerfern sowie diverse Lösch- und Tanklöschfahrzeuge vor Ort. Bremer Einsatzkräfte wurden im Erstangriff von den Feuerwachen 1, 4, 5 und 6 sowie den Freiwilligen Feuerwehren Burgdamm, Blockland, Neustadt, Lehesterdeich, Huchting und Vegesack unterstützt. Zur Brandursache und Schadenshöhe können aktuell noch keine Angaben gemacht werden.

Einen ähnlich weitreichenden Brand im Hafen gab es in Bremen auch im Jahr 2009. Damals entstand ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe.

Feuer in Bremen: Lagerhallen in Vollbrand - schwarzer Rauch über der Stadt

Mit Material der dpa.

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