Beschluss des Magistrats

Corona in Bremen: Knallhart-Regeln in Bremerhaven ‒ sperrt OB alle ein?

Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) bekommt die Corona-Pandemie nicht in den Griff. Knallharte Regeln sollen jetzt die Wende bringen.

Bremen/Bremerhaven – Während in Bremen das Infektionsgeschehen aufgrund von Corona abnimmt, explodieren in Bremerhaven die Zahlen: Am Dienstag, 2. März, stiegen sie zuletzt auf 214 an. Doch jetzt gibt es neue Knallhart-Regeln, die sich Oberbürgermeister Melf Grantz und sein Krisenstabsleiter Ronny Möckel am Montag, 1. März, durch den Magistrat absegnen ließen. Sie gelten seit Dienstag, 2. März. Damit will der OB die Corona-Krise in seiner Stadt in den Griff bekommen!

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 1. März, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:853 (-102 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:18.071 (+26)
Genesene Personen:16.871 (+124)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:347 (+4)
7-Tage-Inzidenz:52,2 (Bremen) / 214,0 (Bremerhaven)

Corona-Krise in Bremerhaven: Maskenpflicht für Innenstadt ausgeweitet

In Abstimmung mit dem Krisenstab hat der Magistrat Bremerhaven beschlossen, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung für den Bereich der Innenstadt (innerhalb des Areals zwischen Lloydstraße, Columbusstraße und Deichstraße) auszuweiten. Des Weiteren gibt es eine Tragepflicht in Fahrzeugen. Dies gilt für Mitfahrer, wenn sich mindestens zwei Hausstände in dem Fahrzeug befinden. Ausgenommen von der Pflicht ist der Fahrer. Weitere Einschränkungen gibt es bei Veranstaltungen. Ab sofort dürfen sich in Bremerhaven nur noch 50 anstatt wie bisher 100 Teilnehmer treffen – das gilt auch für Gottesdienste und Trauerfeiern.

Seit Dienstag, 2. März, gilt in weiten Teilen des Innenstadtbereichs in Bremerhaven eine Maskenpflicht. (nordbuzz.de-Symbolbild)

Bevor es erste Lockerung in Bremerhaven geben soll, müsse sich das Infektionsgeschehen stabilisieren. Davon betroffen ist auch die vom Bremer Senat geplante Öffnung des Einzelhandels. Das Konzept „Date & Collect“, wie es merkur.de* vorstellt, wird es in Bremerhaven vorerst nicht geben. Die Frisöre hingegen bleiben weiter geöffnet. Laut Magistrat könnte es zwar sinnvoll sein, diese zu schließen. Ob es dadurch aber Besserungen im Corona-Infektionsgeschehen geben wird, sei zumindest fraglich. Denn so lange die Frisöre in Niedersachsen öffnen dürfen, habe das wenig Sinn.

Corona im Land Bremen: Ausgangssperre in Bremerhaven vorerst vom Tisch

Sogar über eine Ausgangssperre in Bremerhaven wurde während der Sitzung am Montagnachmittag diskutiert. Laut Krisenstabsleiter Ronny Möckel sei dies aber aktuell nicht zwingend notwendig. Man habe das Corona-Infektionsgeschehen genau im Blick und werde dem Magistrat weitere Maßnahmen empfehlen, wenn sie notwendig würden.


Zur Frage des Corona-Impfstoffs, der in Bremerhaven auch an Bewohner aus dem Landkreis Cuxhaven verabreicht wurde, die in Bremerhavener Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen arbeiten, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz, dass er dies früher als andere befürwortet habe. „Wir müssen die Einrichtung schützen und können da nicht unterscheiden, woher die dort Arbeitenden kommen.“ Inzwischen wurden rund 1600 Niedersachsen in Bremerhaven geimpft. * nordbuzz.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Federico Gambarini/dpa

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