Vor Bund-Länder-Gipfel

Corona in Bremen: Schnelltests – ein Muss für alle Unternehmen?

Bremens Regierungschef Bovenschulte (SPD) fordert Corona-Schnelltests für Angestellte. Organisieren sollen das Unternehmen. Werden die Tests zur Pflicht für alle?

Bremen – Wenn es nach dem Willen von Andreas Bovenschulte (SPD) geht, sollen sich Angestellte bald in ihrem Unternehmen auf das Coronavirus testen lassen können. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Bovenschulte stellte die klare Forderung auf, dass die Betriebe im Land Bremen Corona-Schnell- und Selbsttests zur Verfügung stellen sollen. Auch macht sich der Bremer Regierungschef für Lockdown-Lockerungen stark. Kommen so endlich Schnelltests für alle?

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 2. März, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:839 (-14 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:18.149 (+78)
Genesene Personen:16.962 (+92)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:348 (+1)
7-Tage-Inzidenz:55,7 (Bremen) / 211,5 (Bremerhaven)

Coronavirus im Land Bremen: Andreas Bovenschulte will Unternehmen in die Pflicht nehmen

Wenn es nach dem Willen des Bremer Bürgermeisters geht, dann ja: Er werde sich dafür einsetzen, „dass Arbeitgeber ihren Beschäftigten zweimal die Woche einen solchen Test anbieten müssen“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Das würde meiner Überzeugung nach einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsgeschehens leisten.“

Die Coronavirus-Schnell- und Selbsttests müssten in die Fläche gebracht werden, um Infektionsketten möglichst frühzeitig zu durchbrechen. „Nicht nur in Schulen und Kitas, sondern auch in privaten Unternehmen“, so der Bremer SPD-Politiker. In Niedersachsen etwa werden Mitarbeiter von Kitas und Schulen bereits regelmäßig getestet, berichtet kreiszeitung.de*.

Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) fordert Corona-Schnell- und Selbsttests am Arbeitsplatz.

Bund und Länder stimmen sich am Mittwoch, 3. März 2021, über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise ab. Vor den erneuten Beratungen sind nicht zuletzt aus der Wirtschaft die Stimmen derjenigen lauter geworden, die für einen umfassenden Einsatz von Schnelltests und für Lockerungen der Corona-Maßnahmen plädieren.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) warnt vor steigenden Corona-Infektionszahlen

Gleichzeitig wirbt der Bremer Regierungschef aber um Geduld: „Wir müssen weiter vorsichtig bleiben, weil die Zahlen stagnieren, teilweise sogar steigen.“ Zuletzt war der Sieben-Tage-Inzidenzwert in der Stadt Bremerhaven im Land Bremen auf über 200 geschnellt. Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) hatte erst am Montag, 1. März, neue Knallhart-Regeln erlassen.

Allerdings würden die Menschen ein Öffnungssignal erwarten: „Das beides zusammenzubringen ist eine ganz schwierige Aufgabe.“ Bovenschulte will am Mittwochabend die Ergebnisse der Bund-Länder-Gespräche in einer Pressekonferenz erläutern.

Wirtschaft und Politik in Bremen sind sich einig: Corona-Lockerungen und Öffnungen müssen her

Bedenken und Vorbehalte gibt es dazu allerdings noch seitens der Wirtschaft. Auch wenn sich alle einig sind, dass Öffnungen und Lockerungen hermüssen – so schnell wie möglich. Die Augen sind voll auf Berlin gerichtet, wo am Mittwochnachmittag die Bund- und Länderchefs zusammenkommen, um zu beraten, wie es ab 8. März weitergeht, berichtet kreiszeitung.de.* Generell wolle man aber den Corona-Lockdown bis zum 28. März, also bis kurz vor Ostern, fortführen, heißt es aus Verhandlungskreisen.

Schnell- und Selbsttests seien mit großer Genauigkeit in der Lage, festzustellen, ob jemand aufgrund einer akuten Covid-19-
Erkrankung momentan ansteckend sei, heißt es in einem Entwurf vom Dienstag für die Bund-Länder-Gespräche. „In den kommenden Wochen und Monaten, bis allen Bürgerinnen und Bürgern ein Impfangebot gemacht werden kann, stellen regelmäßige Coronavirus-Tests einen wichtigen Baustein dar, um mehr Normalität und sichere Kontakte zu ermöglichen“, heißt es dort weiter. * nordbuzz.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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