FFP2-Masken

Corona-Masken in Bremen: Gratis-Verteilung an Senioren startet

Bremer Apotheken verteilen ab sofort Corona-Masken kostenlos an Menschen über 65 Jahren. Nicht alle Risikogruppen haben Zugang zur Aktion.

Update, 13. November: Die Verteilung von Gratis-Masken an Menschen mit Wohnsitz in Bremen oder Bremerhaven hat an diesem Freitag begonnen. Die Voraussetzung, um zehn Corona-Masken zu bekommen, ist, dass die Person mindestens 65 Jahre alt ist. Die 140 Apotheken in Bremen und Bremerhaven sind zu Beginn der Aktion mit 450.000 FFP2- oder KN95-Masken beliefert worden. Die Politik bittet die Bürger, nicht alle am ersten Tag in die Apotheken zu stürmen. Es seien genug Masken für alle da, heißt es.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Bevölkerung:547.976 (30. Apr. 2012)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Coronavirus in Bremen: Gratis-Verteilung von FFP2-Masken startet in Kürze

Ursprungsmeldung, 10. November: Bremen – Menschen ab 65 Jahren können sich bald kostenlos FFP2-Masken in Bremer Apotheken abholen. Laut Bremer Apothekerkammer soll die Verteilung zum Wochenende beginnen. Der Bremer Senat wird sich in einer Pressekonferenz am Donnerstag zu der Aktion äußern und weitere Details zur Aktion zur Bekämpfung der Corona-Pandemie bekanntgeben. Die ganze Aktion kostet die Stadt Bremen zwei Millionen Euro. Für Menschen mit Vorerkrankungen sind keine Gratis-Masken vorgesehen, andere Risikogruppen werden ebenfalls nicht erwähnt. Zudem gibt es Kritik an der Qualität vieler FFP2-Masken.

Bremen verteilt kostenlos Coronavirus-Masken – Menschen mit Vorerkrankung ausgeschlossen

Der Plan ist simpel. Menschen, die 65 Jahre oder älter sind, bekommen in Bremer Apotheken kostenlos FFP2-Masken. Diese Atemschutzmasken schützen ihren Träger stärker vor Viren, auch vor dem Coronavirus, als Alltagsmasken, zudem werden sie nach geregelten Standards produziert und bieten bei korrekter Anwendung dementsprechend verlässlichen Schutz. Bei Alltagsmasken schwankt das Niveau des Schutzes wegen der unterschiedlichen verwendeten Materialien. Laut butenunbinnen.de werden die Masken schon ab Freitag, 13. November, in den 140 Bremer Apotheken ausgegeben. Dabei soll eine Person im Monat zehn Masken bekommen können.

Menschen ab 65 Jahren bekommen in Bremen Gratis-Masken. (nordbuzz.de-Montage)

Für die Maskenverteilung stellt die Stadt Bremen zwei Millionen Euro bereit. Gegenwärtig werden die FFP2-Masken an die Bremer Apotheken verteilt. Die Senatskanzlei will sich in einer Pressekonferenz am 12. November zu der Aktion äußern. Dann wird sie kommentieren müssen, warum andere Coronavirus-Risikogruppen keine kostenlosen Masken bekommen. Das Coronavirus-Infektionsgeschehen in Bremen ist (Stand, 9. November) sehr dynamisch, der Inzidenzwert liegt für die Stadtgemeinde Bremen bei 220,8 – auf 98,5 kommt die Stadtgemeinde Bremerhaven.

Aktive Infektionen\tBestätigte Fälle insgesamt\tGenesene\tVerstorbene\tInzidenz
Land Bremen\t2.737 (-228)\t7.266 (+105)\t4.441 (+332)\t88 (+1)\t-
Stadtgemeinde Bremen\t2.552 (-216)\t6.713 (+96)\t4.087 (+311)\t74 (+1)\t220,8
Stadtgemeinde Bremerhaven\t185 (-12)\t553 (+9)\t354 (+21)\t14 (+0)\t98,5

Bremer Coronavirus-Aktion grenzt Risikogruppen aus – Masken nur für Menschen ab 65 Jahren

Nicht nur Menschen ab 65 Jahren oder allgemein ältere Menschen haben ein höheres Risiko, am Coronavirus einen schweren Krankheitsverlauf zu erleben oder gar mit der Infektion zu sterben. Laut dem Medizin-Expertenportal gelbe-liste.de zählen auch Raucher, Menschen mit Vorerkrankungen in Lunge, Leber oder Herz, Diabetiker und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem zu Coronavirus-Risikogruppen. Auch über die Gefahr von Covid-19 während der Schwangerschaft wird diskutiert. Vor allem Schwangere mit Diabetes müssten speziell geschützt werden, melden diverse deutsche Coronavirus-Experten.

Wer sich nicht von der Bremer Senatskanzlei abhängig machen möchte, kann die FFP2-Masken auch selber kaufen. Dabei sollte die Qualität und das CE-Prüfsiegel der Maske kontrolliert werden, sonst bietet sie möglicherweise keinen verlässlichen Schutz. Laut eines ZDF-Berichts vom 26. Oktober sind gegenwärtig „Milliarden minderwertige Masken im Handel“, die nur „angeblich FFP2-Standard“ hätten. Über die Hälfte der acht Milliarden FFP2-Masken in Deutschland seien nicht getestet worden.

Erst seit dem 1. Oktober ist eine vollständige CE-Prüfung für die FFP2-Masken Pflicht. Die vierstellige CE-Nummer auf der Maske steht dabei für das Prüfinstitut, das sich auf dieser Seite der EU-Kommission finden lässt. Bei einem eigenen Test kommt das ZDF zu einem heftigen Ergebnis: Die Hälfe der angeblich sicheren FFP2-Masken fallen durch. Wichtig ist auch zu wissen, dass nur Masken ohne Ventil zulässig sind. Dieser Beitrag auf Twitter verdeutlicht das Problem:

Maskenpflicht in Bremen – Innenstadt, Schnoor, Viertel und Vegesack nur mit Mund-Nasen-Schutz

Der deutsche Virologe Christian Drosten geht nicht davon aus, dass die Coronavirus-Pandemie zu Ostern 2021 noch nicht beendet sein wird*. Dies meldete kreiszeitung.de mit Verweis auf die „Neue Osnabrücker Zeitung“. Trotz des Teil-Lockdowns, der auch in Bremen gilt, muss sich die Bevölkerung also weiter mit Masken, Hygienemaßnahmen und Kontaktbeschränkungen vor dem Sars-CoV-2-Virus schützen. Schon seit Oktober gilt auch an öffentlichen Plätzen in Bremen eine Maskenpflicht. In der Innenstadt, dem Schnoor, dem Viertel, sowie an belebten Orten in Vegesack muss Maske getragen werden.

Diese Maßnahmen wurden nun verschärft. Seit Anfang November gilt in Bremen der bundesweite „Lockdown-Light – gastronomische Betriebe und Kneipen müssen schließen und dürfen nur noch Essen liefern oder für Abholer bereitstellen. Stärkere Kontaktbeschränkungen verbieten größere Treffen mit Freunden aus unterschiedlichen Haushalten. Für junge Leute ist das lästig, für Menschen aus Risikogruppen möglicherweise eine lebensrettende Maßnahme. *kreiszeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: ©  Mohssen Assanimoghaddam/Sascha Schuermannl/Julian Stratenschulte/dpa/AFP-Poopicture alliance

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