Kontrollen laufen weiter

Coronavirus in Bremen: Auf der Jagd nach Masken-Muffeln in Bus und Bahn - Kontrolleure ständig unterwegs

Das Coronavirus beeinflusst weiterhin das öffentliche Leben in Bremen. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit einem Bußgeld geahndet. Halten sich die Bremer daran?

  • Wer in Bremen in Bussen und Bahnen keine Maske trägt, muss zahlen.
  • Die Maskenpflicht ist eine wichtige Maßnahme zur Eindämmung des Coronavirus.
  • In den ersten zehn Tagen verhängt die Stadt 2.500 Euro an Bußgeldern.

Bremen - Wer in Bussen und Bahnen in Bremen die Maskenpflicht verletzt, muss seit gut zwei Wochen mit einem saftigen Bußgeld rechnen. So soll die Coronavirus-Pandemie eingeschränkt werden. Fast alle Bundesländer wollen jetzt härter gegen die Masken-Muffel vorgehen. Wie genau sieht die Situation in Bremen aus? Nach den ersten zehn Tagen veröffentlichte die Verwaltung eine erste Bilanz.

Stadt:Bremen
Einwohner:567.559 (Stand: 31.12.2019)
Fläche:325,56 Quadratkilometer
Vorwahl:0421

Coronavirus in Bremen: Masken-Muffel in Bus und Bahn - 370 Busse und Straßenbahnen der BSAG kontrolliert

Das Maskenpflicht-Bußgeld im öffentlichen Nahverkehr in Bremen ist denkbar einfach geregelt: Wer öffentliche Verkehrsmittel nutzt, dabei keine Maske trägt und kein Attest vorweisen kann, muss zahlen. Seit Inkrafttreten des Bußgeldes am 27. August führte das Ordnungsamt gemeinsam mit der Bremer Straßenbahn AG in rund 370 Bussen und Straßenbahnen Kontrollen durch.

In zehn Tagen verhängte die Stadt Bremen wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen Bußgelder in Höhe von 2.500 Euro. (nordbuzz.de/Montage)

Die Bilanz nach zehn Tagen ist durchwachsen: Das Ordnungsamt Bremen verhängte insgesamt 2.500 Euro an Bußgeldern. Der überwiegende Teil der Fahrgäste trug zwar einen Mund-Nasen-Schutz, um das Risiko einer Coronavirus-Infektion niedrig zu halten. Dennoch gab es noch immer uneinsichtige Personen, die sich einer Maske komplett verweigerten. Rund 50 Masken-Muffel mussten ein Verwarngeld von 50 Euro bezahlen und das Fahrzeug an der nächsten Haltestelle verlassen. 30 weitere Personen erhielten zusätzlich eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.

Coronavirus in Bremen: Masken-Muffel in Bus und Bahn - Bußgeld im Bundesvergleich auf niedrigem Niveau

Vor allem in den ersten Tagen trugen Bremer vereinzelt ihre Maske nur halbherzig und mussten aufgefordert werden, sie auch über die Nase zu ziehen. In 39 Fällen konnten die Fahrgäste aber auch ein ärztliches Attest vorzeigen, das sie von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes befreite. Die Mehrzahl der Fahrgäste zeigte Verständnis für die Kontrollen, heißt es in der veröffentlichten Bilanz.

Wer im ICE die Maske abnimmt, um herzhaft zu gähnen, rechnet wohl nicht damit, dass der Sitznachbar ein Fläschchen Tabasco griffbereit hat. Voll gerne. 🥰💚 — Kaffeemann (@43ermilch) September 6, 2020

„Im Großen und Ganzen können wir bislang zufrieden sein. Die meisten Menschen verhalten sich kooperativ und rücksichtsvoll“, sagt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Das Bußgeld für Masken-Muffel ist in Bremen mit 50 Euro noch relativ gering im Vergleich zu anderen Bundesländern. In Berlin werden unter Umständen bis zu 500 Euro fällig. Im Durchschnitt liegt das Bußgeld der Länder bei 100 bis 150 Euro, wenn gegen diese Coronavirus-Maßnahme verstoßen wird.

Coronavirus in Bremen: Zahl der aktiven Sars-CoV-2-Fälle in der Hansestadt mit sinkender Tendenz

Die Zahl der aktiven Coronavirus-Fälle im Bundesland Bremen liegt aktuell bei 156 (Stand: Dienstag, 8. September). Die Tendenz ist leicht sinkend. In der vergangenen Woche wurden in Bremen rund 10.000 Tests auf eine akute Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 durchgeführt.

Aktuell müssen sechs Corona-Patienten im Land Bremen stationär in Krankenhäusern versorgt werden. Keine dieser Personen muss auf Intensivstationen behandelt oder beatmet werden. Um die Gefährdung einer Infektion mit dem Coronavirus einzudämmen, wird der Ordnungsdienst weiterhin mehrmals in der Woche stichprobenartig in Bussen und Bahnen unterwegs sein.

Rubriklistenbild: © Monika Skolimowska/dpa, Ole Spata/dpa

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