Grenzwert überschritten

Corona-Rückschlag für Bremen: Werder spielt vor leeren Rängen - Freipark gestartet

Wegen zu hohen Coronavirus-Neuinfektionen sind Zuschauer bei Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld am Samstag verboten. Der Freipark ist trotzdem eröffnet worden.

  • Neue Coronavirus-Obergrenze bei Neuinfektionen von Bund und Ländern in Bremen erreicht.
  • Werder Bremen spielt gegen Arminia Bielefeld vor leeren Rängen.
  • Freipark-Eröffnung auf der Bürgerweide findet statt - allerdings mit massiven Einschränkungen.

Update, 2. Oktober: Die hohe Anzahl an Coronavirus-Neuinfektionen in Bremen sorgt nun für einen herben Dämpfer für Werder Bremen und den Bremer Freipark - den abgespeckten Freimarkt-Ersatz auf der Bürgerweide. Der 7-Tage-Inzidenzwert - also die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der letzten sieben Tage auf 100.000 Einwohner gerechnet - liegt aktuell über der Schwelle von 35. Demnach werden erste verschärfende Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie ergriffen.

Wie der Senat entschieden hat, muss Werder Bremen im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld komplett auf Zuschauer verzichten. Denn auch die Deutsche Fußball-Liga hatte im eigenen Hygienekonzept die Schwelle von 35 benannt. Somit bleiben die Ränge im Weserstadion leer. Der Bremer Freipark auf der Bürgerweide startet trotzdem am heutigen Freitag. Allerdings wird die maximale Besucherzahl von 6.000 auf 3.000 Personen reduziert, heißt es aus dem Senat. Die Schausteller sind allerdings zufrieden, dass das Kirmestreiben überhaupt starten kann. (jdw)

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 km²
Bevölkerung:547.976 (30. Apr. 2012)
Vorwahl:0421
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

Ursprungsmeldung, 1. Oktober: Bremen – Die Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen in Bremen steigt rasant an. Nun könnten Großveranstaltungen abgesagt werden. Seit Dienstag gilt bundesweit ein neuer Grenzwert, ab dem verschärfte Maßnahmen eingeführt werden müssen. Bremen hat diese Obergrenze schon am Mittwochabend überschritten. Nun stehen zwei Bremer Großveranstaltungen auf der Kippe: das Werder-Spiel gegen Bielefeld und die Eröffnung des Freipaaks am Freitag. Eine erste Entscheidung soll noch am Donnerstag folgen.

Bremen: Coronavirus-Obergrenze gerissen – Freipaak-Eröffnung auf der Kippe

Bund und Länder haben sich auf eine neue Coronavirus-Obergrenze im Rahmen des 7-Tage-Inzidenzwertes geeinigt. Wenn es innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gibt, werden verschärfte Maßnahmen eingeführt. Ab 50 muss ein „konsequentes Beschränkungskonzept“ umgesetzt werden. Die Hansestadt Bremen hatte am Mittwochabend, 30. September, einen 7-Tage-Inzidenzwert von 36 erreicht. Es werden also Konsequenzen folgen. Zwei große Termine stehen nun auf der Kippe.

Fallen das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen und die Freipaak-Eröffnung wegen zu vieler Coronavirus-Neuinfektionen aus?

Am 3. Oktober soll der SV Werder Bremen im Weserstadion gegen den DSC Arminia Bielefeld spielen. Geplant war ein Spiel mit 8.500 Zuschauern im Weserstadion. Dieser Zuschauerauflauf könnte nun verboten werden, wie es unter anderem bereits bei Spielen vom FC Schalke 04 und dem FC Bayern München der Fall war. Das Werder-Portal deichstube.de* berichtet über die Coronavirus-Krise bei Werder Bremen gegen Arminia Bielefeld.

Am Freitag vor dem Werder-Spiel soll ein anderer Höhepunkt in Bremen starten. Der Freipaak soll im Coronavirus-Herbst den beliebten Bremer Freimarkt ersetzen. Karussells und Schmalzkuchen sind erlaubt, Alkohol wird es auf dem abgesperrten Gelände nicht geben. Dazu gibt es strenge Hygieneauflagen, nur ein Drittel der Schausteller wird auf 60 Prozent der üblichen Fläche ausstellen, ein Euro Eintritt wird fällig. Auf kreiszeitung.de* gibt es alle aktuellen Informationen zur Coronavirus-Krise beim Bremer Freipaak.

Bremen: Gesundheitssenatorin verspricht schnelle Entscheidung in Coronavirus-Krise

Ein Absage-Chaos, wie beim Spiel von Schalke 04, soll sich in Bremen nicht wiederholen. Dort wussten die Karteninhaber erst am Morgen des Spieltags, ob man sie ins Stadion lassen würde. Die Bremer Behörden unter Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard wollen noch am Donnerstagmittag eine finale Entscheidung treffen. Dann stehe fest, ob das Spiel von Werder gegen Bielefeld am Samstag mit Zuschauern stattfinden kann.

Laut butenunbinnen.de sieht Claudia Bernhard allerdings eine größere Gefahr in privaten Veranstaltungen. Dort sei „es wirklich aus dem Ruder gelaufen“, sagte die Linken-Politikerin. Besser laufen würde es „dort, wo ein gutes Hygienekonzept vorgelegt wurde.“ Hier habe man bisher „kaum Rückmeldungen auf ein Infektionsgeschehen“ erhalten. Eine positive Entscheidung für den Freipaak-Start am Freitag ist also noch möglich. // *kreiszeitung.de und *deichstube.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Carmen Jaspersen/dpa/picture alliance

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