Corona-Regeln bis 18. April

Bremen zieht Corona-Notbremse: Diese Regeln gelten nun

Der Inzidenzwert in Bremen liegt wieder über 100: Kurz vor Ostern wird die Corona-Notbremse gezogen. Diese neuen Corona-Regeln gelten seit dieser Woche.

Bremen – Seit mehreren Tagen liegt der Inzidenzwert in Bremen bei über 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Der Stadtgemeinde Bremen bleibt nach den Bund-Länder-Beschlüssen nichts anderes übrig, als die Corona-Notbremse zu ziehen. Seit Montag, 29. März, gelten in der Hansestadt daher verschärfte Corona-Regeln. Was sind die aktuellen Maßnahmen und was ist kurz vor dem Osterfest 2021 in der Hansestadt noch möglich? nordbuzz.de präsentiert alle wichtigen Regeln für die Bürger und Besucher im Überblick.

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 28. März, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:1.588 ( +99 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:20.642 (+99)
Genesene Personen:18.652 (+0)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:402 (+0)
7-Tage-Inzidenz:112,1 (Bremen) / 260,5 (Bremerhaven)

Corona-Notbremse in Bremen: Politik verbietet Terminshopping im Einzelhandel erneut

Werden in einer Region drei Tage in Folge über 100 Corona-Infektionen auf 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen registriert, soll die Politik Konsequenzen ziehen und die Corona-Maßnahmen verschärfen. Konkret bedeutet dies, dass Corona-Lockerungen zurückgenommen werden. So wird in Hamburg sogar über die Ausgangssperre diskutiert, wie 24hamburg.de* berichtet. So weit ist der Bremer Senat noch nicht, allerdings ist kurz vor Ostern die Corona-Notbremse gezogen worden.

So muss in Bremen der Einzelhandel wieder schließen. Das ist ein herber Schlag für den Handel, schließlich hatten die Geschäfte im Zuge von Lockdown-Lockerungen Anfang März nach Monaten der Schließung erst wiedereröffnet. Was allerdings weiterhin erlaubt ist, ist „Click-and-Collect“. Waren können online bestellt werden und anschließend vor dem Geschäft abgeholt werden.

Corona in Bremen: Kein Terminshopping mehr und Maskenpflicht jetzt auch im Auto – Bovenschulte greift durch. (nordbuzz.de-Montage)

Doch nicht nur der Einzelhandel in Bremen muss unter den Regelungen der Corona-Notbremse leiden. Alle Museen in der Stadtgemeinde müssen ebenso schließen wie botanische Gärten, die Kunsthalle und Gedenkstätten. In Niedersachsen bleiben Zoos allerdings geöffnet, wie kreiszeitung.de* berichtet.

Bremen zieht Corona-Notbremse: Maskenpflicht wird auf Autofahrten ausgeweitet

Diese Maßnahmen werden von der Bremer Politik als absolut notwendig dargestellt. Schließlich steige die Inzidenz kontinuierlich an. Mit den neuen Corona-Regeln, die bis zunächst bis 18. April gültig sind, fährt Bremen einen harten Kurs. Die neuen Maßnahmen betreffen diesmal auch den Sport, außerdem wird die Maskenpflicht ausgeweitet. Maximal zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Haushalts dürfen Bremer draußen Sport treiben. Kinder bis 14 Jahre sind von dieser Beschränkung ausgenommen. Für sie ist es im Freien möglich, mit bis zu 20 Personen zuzüglich zweier Trainer Sport zu machen.

Seit dem 29. März müssen Bremer außerdem auf eine erweiterte Maskenpflicht achten. So gilt diese verschärfte Maskenpflicht jetzt auch im Auto. Sitzen Mitglieder von mehr als zwei Haushalten in einem Auto, sind alle Mitfahrenden verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen. Der Fahrer bleibt davon ausdrücklich ausgenommen. Die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen und privaten Bereich bleiben bestehen. Es dürfen sich demnach maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Davon ausgenommen sind Kinder bis 14 Jahre.

Die Regelungen der aktuellen Bremer Corona-Notbremse sind vorerst bis 18. April inkraft. Das nächste Bund-Länder-Treffen ist für den 12. April angesetzt, doch geht es nach Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD), liegt das Hauptproblem bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht in den Corona-Regelungen, sondern vielmehr in dem Schneckentempo bei den Corona-Impfungen.

Der Bürgermeister der Hansestadt fordert ein höheres Tempo, schließlich könnten alleine in Bremen pro Tag 15.000 Dosen von Corona-Impfstoffe verabreicht werden. Aktuell seien es aber maximal 3.000 Dosen, die täglich in Bremen verimpft werden. Bliebe es dabei, sehe Bovenschulte auch weiterhin keinen Platz für Corona-Lockerungen. * nordbuzz.de, 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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