Zweimal die Woche

Bremen: Corona-Testpflicht für Schüler – wie zuverlässig sind Schnelltests?

Das Land Bremen startet am 19. April mit der Corona-Testpflicht für Schüler. Ist Verlass auf die Schnelltests? nordbuzz.de gibt den großen Überblick.

Bremen – Kaum sind die Osterferien in Bremen vorbei, gibt es auch schon wieder neue Corona-Regeln. Gehen Bremens Schüler ab heute wieder in die Schule, dann nur noch mit einer Maske: Seit dem 12. April herrscht Maskenpflicht an den Schulen des Landes Bremen. Darüber hinaus gilt ab dem 19. April eine allgemeingültige Testpflicht. Sogenannte Laientests sollen innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern. Doch werden die Corona-Tests wirklich reibungslos und zuverlässig ablaufen?

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 10 April 2021, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:\t1.588 (+26)
Coronafälle insgesamt:22.243 (+116)
Genesene Personen:20.234 (+89)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:\t421 (+1)
7-Tage-Inzidenz:117,9 (Bremen) / 158,4 (Bremerhaven)

Corona in Bremen: Masken- und Testpflicht an Bremens Schulen – Zweimal die Woche wird getestet

Während Niedersachsen schon am 12. April in die Corona-Testpflicht startet, müssen sich die Schulen des Landes Bremen noch etwas gedulden. Nach einer Übergangsphase sind die Schnelltests ab dem 19. April auch an Schulen in Bremen und Bremerhaven, die den Unterricht aufgrund der hohen Infektionen nur im Wechselbetrieb in Halbgruppen stattfinden lassen, verpflichtend. Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) erhofft sich von der angekündigten Maßnahme mehr Sicherheit.

Im Gegensatz zu den verpflichtenden Schnelltests greift bereits heute eine neue Corona-Regel an den Schulen: Die Maskenpflicht für Grundschüler startet in Bremen. So müssen bei einem Inzidenzwert über 100 Schüler und Lehrer im gesamten Schulgebäude eine Maske tragen. Auch wenn eine Alltagsmaske ausreicht, empfiehlt der Bremer Senat das Tragen einer medizinischen Maske.

Corona in Bremen: Ab dem 19. April herrscht Testpflicht an Bremens Schulen.

Getestet wird zweimal die Woche sowie jeweils zu Beginn des Unterrichts. Ist das Testergebnis positiv, muss der getestete Schüler zu Hause bleiben und darf nicht am Unterricht teilnehmen. Ein PCR-Test in einem Testzentrum soll später Aufschluss darüber geben, ob tatsächliche eine Corona-Infektion vorliegt. Verweigern Eltern prinzipiell den Schnelltest, muss gewährleistet sein, dass das Kind von zu Hause per Computer am Unterricht teilnehmen kann.

Bevor Niedersachsen mit dem heutigen Tag ihre Corona-Verordnungen erweitert, wurde die vergangene Woche zu einer Testwoche. Wie kreiszeitung.de berichtet, sind die Rückmeldungen bezüglich der Corona-Selbsttests für Schüler positiv ausgefallen. Nun gelten in Niedersachsen also Corona-Tests als Pflicht zum Einlass*.

Bremen: Wie zuverlässig sind die Corona Schnelltests?

Dass die Einführung der Corona-Schnelltests an Schulen ein wichtiger Schritt ist, betonte zuletzt auch der Bremer Virologe Andreas Dotzauer. So sei „jeder durchgeführte Test besser, als gar keiner“.

Dennoch macht sich Skepsis breit: Damit der Corona-Test für Bremens Schüler schnell und reibungslos vonstattengehen kann, werden sie in erster Linie im vorderen Bereich der Nase durchgeführt. Doch wie zuverlässig kann das Testergebnis mit dieser Herangehensweise sein. Dotzauer ist sich sicher: „Die Viruslast im vorderen Bereich der Nase deutlich geringer, als im hinteren.“ Außerdem sei es schwierig, ein Corona-Schnelltest selbst durchzuführen. Der Virologe geht daher davon aus, dass auch viele falsche Testergebnisse ans Tageslicht kommen werden.

Bremer Senat prüft Corona-Testpflicht für Unternehmen

Ob und wann für Bremens Unternehmen Corona-Tests verpflichtet sind, ist aktuell nicht bekannt. Nachdem Bremen die Corona-Notbremse gezogen hat, fordern jedenfalls viele Arbeitnehmer auch für ihren Betrieb verpflichtende Corona-Tests. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) hatte bereits im Februar einen solchen Schritt gefordert. Aktuell prüfe der Bremer Senat dieses Unterfangen. *nordbuzz.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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