Corona-Gipfel

Corona in Bremen: Inzidenz steigt weiter – Lockdown bis 18. April?

Die Nerven liegen blank und in Bremen steigt die Inzidenz. Beim Corona-Gipfel am Montag wird über eine Ausgangssperre und die Lockdown-Verlängerung beraten.

Bremen – Die Zeichen in Bremen stehen auf einen längeren Lockdown – womöglich bis weit nach Ostern. Im Gespräch ist der 18. April 2021. Das wollen die Bund- und Länderchefinnen und -chefs während ihres Corona-Gipfels am Montag, 22. März 2021, ab 14:00 Uhr beschließen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die Information sickerte aus dem Bundeskanzleramt in Berlin durch.

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 21. März 2021, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:1.135 (+76 innerhalb von 24 Stunden)
Bestätigte Fälle insgesamt:19.711 (+76)
Genesene Personen:18.184 (+0)
Verstorbene:392 (+0)
7-Tage-Inzidenz:89,3 (Bremen) / 178,6 (Bremerhaven)

Corona Notbremse: Inzidenz steigt weiter – Hammer-Lockdown droht

Zudem müsste die Anfang März beschlossene Notbremsregelung „konsequent umgesetzt werden“, heißt es darin, so die dpa, der das Papier vorliegt. Wie 24hamburg.de* berichtet, hat Hamburg die Corona-Notbremse bereits gezogen. Betont werde in dem Papier, dass zusätzliche Öffnungen bei exponentiellem Wachstum der Infektionszahlen auch unterhalb einer Inzidenz-Schwelle von 100 ausscheiden würden. In der Stadt Bremen liegt die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell am Montag, 22. März 2021, bei 89,3, in Bremerhaven bei 178,6. Kommt jetzt der Hammer-Lockdown?

Corona Inzidenz: Die dritte Welle ist jedenfalls schon da – Wann öffnen Baumärkte?

In einem Drittel der 45 Kreise und großen Städte in Niedersachsen ist die für eine Notbremse der Corona-Lockerungen vereinbarte Sieben-Tages-Inzidenz auf über 100 angestiegen. Die landesweite Inzidenz von Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen kletterte auf 96,7 nach 94,6 am Vortag, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover am Montag mit. Die Zahl der Corona-Patienten in Kliniken stieg auf 908 und die der Intensivpatienten auf 247, am Freitag waren es noch 838 Patienten und 224 Intensivpatienten.

Obwohl die dritte Welle längst da ist, durften in Niedersachsen ab Samstag, 20. März 2021, unter anderem Zoos öffnen. Das gleiche gilt auch für Baumärkte. Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die grundsätzliche Schließung von Baumärkten und Bekleidungsgeschäften für rechtens erklärt, berichtet kreiszeitung.de*

Kommt für Bremen die Ausgangssperre?

Corona Lockdown in Bremen: Kommt jetzt die Ausgangssperre?

Das Thema Ausgangssperre ist vor allen Dingen in der Stadt Bremerhaven ein Thema, rund 60 Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Bremen. Hier gelten bereits seit Anfang März Knallhart-Regeln in Bezug auf Corona. „Sollte das Infektionsgeschehen weiter zunehmen, kann eine Ausgangssperre für das gesamte Stadtgebiet nicht ausgeschlossen werden“, sagte Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) nach dem Beschluss des Magistrats in der vergangenen Woche.

In dem Entwurf zur Bund-Länderkonferenz sind weitere Verschärfungen für Landkreise und Kommunen mit mehr als 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche vorgesehen. Da auch die Inzidenz in der Stadt Bremen seit rund zwei Wochen auf die 100 zusteuert, könnte auch in Bremen eine Ausgangssperre drohen.

Corona an Ostern: Lockdown Lockerungen über die Feiertage?

Eine weitere Beschlussvorlage für den Bund-Länder-Gipfel am Montag sah ursprünglich eine weitreichende Lockerung für zumindest die Osterfeiertage vor. Damit wären Besuche bei Verwandten möglich gewesen, berichtet kreiszeitung.de*. Wie merkur.de* berichtet, wurde diese Beschlussvorlage aber noch am Montagnachmittag vor dem geplanten Gipfel wieder gekippt. Eigentlich hätten Treffen mit vier über den eigenen Hausstand hinausgehenden Personen zuzüglich Kindern im Alter bis 14 Jahre aus dem engsten Familienkreis erlaubt werden sollen.

Corona an Ostern: Urlaub im eigenen Bundesland

Die Küstenländer Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollten ihren Bürgern kontaktarmen Osterurlaub im eigenen Land ermöglichen. Dafür werben die Regierungschefs Manuela Schwesig (SPD), Daniel Günther (CDU) und Stephan Weil (SPD) beim Bund-Länder-Gipfel am Montag.

Demnach sollte Urlaub nur innerhalb des eigenen Bundeslandes in Einrichtungen mit Selbstversorgung und eigenen sanitären Anlagen erlaubt sein. Dies sollte für Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingwagen und Wohnmobile gelten. Laut NDR waren diese Lockerungen aber am Nachmittag wieder vom Tisch. Voraussetzung sollte ein negativer PoC-Antigen-Test kurz vor der Anreise sein. „Weitere Bedingungen wie Hygienekonzepte und Kapazitätsbeschränkungen wären auf Landesebene zu treffen“, hieß es. Und für die angrenzenden Stadtstaaten Hamburg und Bremen wären „gesonderte Regelungen zu treffen“. * norbduzz.de, kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa & Fabian Strauch/dpa

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