Corona-Pandemie

Corona-Impfung in Bremen: Worauf Kontaktpersonen jetzt achten müssen

Das Bremer Impfzentrum, davor montiert eine Pflegekraft, die eine Spritze mit Impfstoff aufzieht.
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Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen können sich in Bremen bevorzugt impfen lassen. (nordbuzz.de-Montage)

Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen, die nicht in Heimen leben, können sich bevorzugt impfen lassen. In Bremen gilt das aber nicht für Impfzentren.

Bremen – Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Menschen können sich bevorzugt impfen lassen. So sieht es die Corona-Impfverordnung der Bundesregierung vor. Doch dabei ist zu beachten, dass sich zunächst einmal nur zwei Kontaktpersonen impfen lassen dürfen.

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 9. Mai 2021, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:1.438 (+14 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:26.141 (+45)
Genesene Personen:24.241 (+29)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:462 (+2)
7-Tage-Inzidenz:94,4 (Bremen) / 120,6 (Bremerhaven)

Im Zweifelsfall muss hier also genau abgewogen werden, wer die Impfungen zum Schutz der zu pflegenden Person erhält. Voraussetzung für die Impfung ist außerdem, dass der oder die zu Pflegende nicht in einer Pflegeeinrichtung lebt und entweder der Prioritätengruppe zwei oder drei angehört.

Corona-Impfung für Kontaktpersonen: Immunisierung über das Impfzentrum in Bremen nicht vorgesehen

Zur Prioritätengruppe zwei gehören demnach Pflegebedürftige die älter als 70 Jahre sind, oder Menschen mit bestimmten schweren Vorerkrankungen wie beispielsweise Krebs, Organtransplantierte, Menschen mit einer schweren chronischen Lungenerkrankung, Trisomie 21 oder Demenz. In der Prioritätengruppe 3 werden Pflegebedürftige über 60 Jahre oder Menschen mit medizinischer Diagnose mit moderat erhöhtem Risiko, Herzerkrankungen, Diabetes, Autoimmunerkrankungen sowie Rheuma erfasst.

Im Bundesland Bremen war es bisher nicht möglich, dass sich Kontaktpersonen über das Impfzentrum immunisieren lassen. Das ist laut einem Bericht des „Weser-Kurier“ auch nicht vorgesehen, obwohl es eigentlich in der Corona-Impfverordnung des Bundes so vorgesehen ist.  Ein Grund dafür ist, dass in Bremen Einladungen für die Impfung in den Zentren verschickt werden.

„Dazu kommt, dass die Kontaktpersonen noch nicht an der Reihe waren, weil es nicht genug Impfstoff gab“, wird Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts in Bremen, im „Weser-Kurier“ zitiert. Deshalb habe es auch keinen offiziellen Aufruf gegeben. Allerdings, und das ist das Gute an der Sache: Seit dem die niedergelassenen Ärzte nach Ostern in die Impfkampagne gestartet sind, können sich Kontaktpersonen dort problemlos impfen lassen.

Corona-Impfung für Kontaktpersonen: Ersatzkassenverband stellt in Bremen Formular für Betroffene zur Verfügung

Dazu hat der Verband der Ersatzkassen (VDEK) in Bremen ein Formular gestaltet, um nachzuweisen, dass die zu impfende Person auch einen Anspruch hat. Das Formular ist im besten Falle von der zu pflegenden Person zu unterzeichnen. Mit im Boot des VDEK sind auch die Betriebs- und Innungskrankenkassen. Die Formulare stehen auf den Webseiten der jeweiligen Krankenkassen zum Herunterladen bereit – egal ob man Kassenmitglied ist oder nicht.

Das Formular sollte ausgefüllt und unterschrieben mit zur Impfung gebracht werden. Hilfreich kann auch eine Kopie des Pflegegradnachweises sein, der von der Pflegekasse ausgegeben wird. Vor allen Ding dann, wenn die Kontaktperson unter 60 Jahre alt ist.

Welcher Impfstoff für die Kontaktpersonen genutzt wird, ist jeweils mit dem Arzt abzusprechen, sollte sich aber an der Freigabe der Impfstoffe orientieren. Erst vergangene Woche war etwa die Impfreihenfolge für AstraZeneca aufgehoben worden. Auch erhalten Kontaktpersonen nach der zweiten Impfung weitreichende Erleichterung mit Blick auf die Regeln zur Corona-Pandemie. Das hat der Senat und die Bürgerschaft in der vergangenen Woche beschlossen.* nordbuzz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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