Bund-Länder-Beschluss

Corona in Bremen: Wann öffnen Museen und Zoos wieder?

Lange blieben in Bremen Museen und Zoos leer. Doch endlich gibt es Lockdown-Lockerungen für das Land ‒ und auch für Kulturschaffende gibt es Lichtblicke.

Bremen – Bund und Länder haben sich auf einen Öffnungsfahrplan geeinigt, der umfangreiche Lockerungen im Corona-Lockdown verspricht. Nach Monaten der Ungewissheit scheint der beschlossene Fünf-Stufen-Plan zur Lockerung der Corona-Maßnahmen* allmählich mehr Freiheiten für die Bremerinnen und Bremer zu bringen.

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 4. März, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:854 (-4 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:18.333 (+76)
Genesene Personen:17.123 (+72)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:357 (+5)
7-Tage-Inzidenz:62,2 (Bremen) / 162,2 (Bremerhaven)

Viele Branchen standen wegen der monatelangen Beschränkungen vor einer ungewissen Zukunft. Auch die Kulturlandschaft rund um die Museen oder Konzertveranstaltungen litt stark unter den Maßnahmen. Doch der nun vorgelegte Öffnungsplan gibt Anlass zu großen Hoffnungen.

Die Bremer Musikbranche ist durch die Corona-Pandemie hart erwischt worden. Den Wegfall der Auftrittsmöglichkeiten kompensierten viele Kulturschaffende und Musiker mit kreativen Konzepten. Vor allem mit digitalen Konzerten versuchten die Künstler in Corona-Zeiten sich über Wasser zu halten – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg.

Corona in Bremen: Museen und Zoos könnten ab dem 8. März wieder öffnen

Mit digitalen Angeboten umging auch das Bremer Focke-Museum die aufgezwungenen Schließzeiten. Virtuelle Führungen funktionierten freilich als kultureller Notnagel, aber sie konnten einen gewohnten Museumsbesuch, der alle Sinne beansprucht, natürlich nicht ersetzen.

Ab dem 8. März könnten auch Museen und Zoos endlich wieder ihre Pforten öffnen.

Doch laut dem Fünf-Stufen-Plan ist die Zeit ohne Kulturerlebnis bald vorbei. So sollen zumindest die Museen nun wieder ihre Pforten öffnen dürfen. Wie Bund und Länder am vergangenen Mittwoch bei ihrem Corona-Gipfel festlegten, ist ein Neustart nämlich dann möglich, wenn die wichtige Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner erreicht wird.

Sollte der Inzidenzwert sogar stabil unter die 50er-Marke sinken, dann hätten zudem nicht nur Museumsbesucher Grund zur Freude. Auch Galerien, Gedenkstätten und Zoos wären dann wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Welche Lockdown-Regeln außerdem für Bremen geltennordbuzz.de hat die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Corona in Bremen: Fünf-Stufen-Plan ‒ das sind die weiteren Öffnungsstrategien

Die Öffnung der Museen und Zoos wäre damit bereits der dritte Schritt des Fünf-Stufen-Plans. Bereits seit dem 1. März haben wieder Schulen, Kitas und Friseure geöffnet. Bevor Bremens Museen und Zoos an den Start gehen, wird es im zweiten Schritt zunächst möglich sein, Geschäfte besuchen zu können: Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sperren ab dem 8. März ihre Türen wieder auf. Wie viele Kunden sich in einem Geschäft aufhalten dürfen, ist stark von der jeweiligen Verkaufsfläche abhängig. Als Richtwert gilt aber, dass sich ein Kunde pro zehn beziehungsweise 20 Quadratmeter aufhalten kann.

Sollte sich der Inzidenzwert von 50 wieder Richtung 100 bewegen, greift eine Notbremse und viele Läden und Einrichtungen müssen dann wieder Einschränkungen hinnehmen. Für den Einzelhandel gilt dann das „Click-and-Meet“-Prinzip, bei dem Kunden im Vorfeld ihre Einkaufszeit vereinbaren müssen. Auch Museen wären von einer solchen Entwicklung betroffen, das heißt, ein Besuch wäre dann nur noch mit Terminbuchung möglich.

Frühestens ab dem 22. März könnten dann auch wieder die Außengastronomie, Theater, Kinos und Konzert- und Opernhäuser öffnen und auch Freizeitveranstaltungen im Außenbereich mit maximal 50 Teilnehmer wären ab dem 5. April wieder möglich. Und auch hier gilt als große Voraussetzung für kommende Öffnungsschritte – ein stabiler Inzidenzwert unter 50. * nordbuzz.de und 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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