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BSAG-Streik: Bremer Nahverkehr steht still – diese Alternativen gibt es in der Stadt

Die Mitarbeiter der BSAG streiken am Dienstag. Im Zuge der bundesweiten Warnstreiks steht auch in Bremen der öffentliche Nahverkehr still. Doch es gibt genügend Alternativen.

  • Verdi bestreikt die BSAG in Bremen am Dienstag, 29. September.
  • Von 3:00 Uhr bis 3:00 Uhr am Mittwoch fahren keine Busse und Straßenbahnen.
  • Alle Infos über den VBN, Leihräder, E-Scooter und Mietwägen.

Bremen – In ganz Deutschland streiken am Dienstag die Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr. Auch in Bremen stehen Bus und Bahn still, die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) warnt vor einem kompletten Ausfall ihrer Bahnen und Busse in Bremen. Mit den Warnstreiks möchte die Gewerkschaft Verdi einen bundesweiten Rahmentarifvertrag für Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs durchsetzen. Wer vom BSAG-Streik in Bremen betroffen ist, findet in dieser Übersicht aktuelle Informationen und die besten Alternativen, um trotz Streiks mobil in Bremen unterwegs zu sein.

Unternehmen:Bremer Straßenbahn AG
Gründung:1876, Bremen
Vorstand:Michael Hünig; Hajo Müller
Mitarbeiter:2018: 2183 (2005: 2089)
Straßenbahn:8, dazu 2 Schnellbahnlinien und 3 Nachtlinien
Betriebshöfe:4 (Neustadt, Neue Vahr, Rönnebeck (Ermlandstr.), Sebaldsbrück)
Haltestellen:1195
Dachorganisation:Bremer Verkehrsgesellschaft mbh

BSAG-Streik in Bremen: Aktuelle Informationen zum Verdi-Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr

Laut aktuellen Informationen der BSAG wird von Dienstag- bis Mittwochmorgen durchgehend gestreikt. Ab 3:00 Uhr am Dienstag fahren weder Bus noch Bahn, Mittwoch um 3:00 Uhr soll der Streik enden. Betroffen sind alle BSAG-Linien in Bremen – Bus und Straßenbahn stehen still. Auf dem BSAG-Instagram-Profil gibt es aktuelle Informationen direkt von der Betreibergesellschaft. Auch die BSAG-Kundencenter am Hauptbahnhof, an der Domsheide und in Vegesack bleiben geschlossen. Die BSAG erstattet weder Taxi-Kosten noch Zeitkarten.

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Am kommenden Dienstag, 29. September, stehen alle Busse und Straßenbahnen der BSAG still. Die Gewerkschaft ver.di hat bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. Auch wir werden bestreikt und können deshalb keine Fahrzeuge auf die Straße bringen. Bitte sucht Euch rechtzeitig Alternativen, um am Dienstag sicher von A nach B zu kommen. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema Warnstreik: 🔺Warum wird gestreikt? Die BSAG streikt nicht – sie wird bestreikt. Die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihre Mitglieder bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Hintergrund sind die Verhandlungen der Gewerkschaft mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) über einen bundesweiten Rahmentarifvertrag im ÖPNV. 🔺Welche Linien sind betroffen? Alle Linien der BSAG sind betroffen. Sie fahren am Dienstag, 29. September, 3 Uhr, bis Mittwoch, 30. September, 3 Uhr, nicht. 🔺Werden Taxikosten übernommen? Nein. Da die BSAG den Streik nicht zu vertreten hat, können die Kundengarantien des VBN nicht geltend gemacht werden. 🔺Sind die Kundencenter geöffnet? Nein. Auch die Kundencenter sind am Warnstreiktag geschlossen. 🔺Wird meine Wochen-/Monatskarte oder mein MIA-Abo anteilig erstattet, weil die BSAG nicht fährt? Nein, weil das Unternehmen bestreikt wird. 🔺Wie kann ich in Bremen trotzdem mobil sein? Inwiefern auch die Regionalbusse und Nahverkehrszüge, die durch Bremen fahren, vom Warnstreik betroffen sind, erfahrt Ihr bei den jeweiligen Verkehrsbetrieben und dem Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN). Kurzfristig ausleihbare Verkehrsmittel bieten WK-Bike (Fahrräder), Cambio (Autos) sowie Voi und Tier (E-Roller). Die Initiative Fietje verleiht Lastenräder. Die BSAG entschuldigt sich bei allen Fahrgästen für die Unannehmlichkeiten.

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Für die Fahrt nach Bremen stehen weiterhin die Züge des Verkehrsverbunds Bremen/Niedersachsen
(VBN) zur Verfügung. Laut Angaben des Verkehrsverbunds wird nur die BSAG bestreikt. Wer mit dem Auto in die Stadt fährt, kann auf den vielen „Park & Ride“-Parkplätzen parken. Eine Übersicht zeigt Bremer Parkplätze und ihre Kapazitäten live an.

BSAG-Streik in Bremen: Alternativen für den Streik-Tag – E-Roller und Fahrrad

Wer es in die Stadt geschafft hat oder nur innerhalb Bremens fahren muss, kann am Streik-Tag auf einige Alternativen zurückgreifen. Per Smartphone-App können Fahrräder, E-Scooter und Autos gemietet werden. Die Preise variieren. Wer nur kurze Strecken fährt, kommt meist auf die Kosten einer BSAG-Einzelfahrt.

Sportliche Bremer können sich kostenlos bei der App „WK-Bike“ anmelden und frei herumstehende Leihräder benutzen. Pro halbe Stunde Fahrzeit kostet der Dienst 1 Euro, maximal werden am Tag 9 Euro fällig. Vorsicht: WK-Bikes dürfen nur in einer festgelegten Zone abgestellt werden, sonst wird eine Strafgebühr fällig. Folgende Stadtteile in Bremen sind zulässig: Vahr, Östliche Vorstadt, Schwachhausen, Mitte, Finndorf, Neustadt. Nutzer der App sollten darauf achten, ihr Fahrrad in der blau markierten Zone abzustellen. Im pinken Gebiet – eingezeichnet in der App – kostet die Rückgabe zusätzlich zur Leihgebühr 1 Euro.

Wer nicht treten möchte, kann sich in Bremen einen E-Scooter ausleihen. Die kleinen elektrisch angetriebenen Tretroller fahren maximal 20 Kilometer pro Stunde und können auch unkompliziert per Smartphone-App ausgeliehen werden. E-Scooter sind etwas teurer als die WK-Bikes. Beim Anbieter Voi kostet das Entsperren 99 Cent, jede Fahrtminute kostet 15 Cent. Beim Anbieter Tier kostet das Entsperren 1 Euro und jede Fahrtminute 19 Cent. Wie auch WK-Bikes sind beide Apps auf Zonen im Innenstadtgebiet beschränkt und auch dort können die Roller nicht überall abgestellt werden. Darüber informiert die Smartphone-App.

Am Dienstag unwahrscheinlich – Bus und Bahn der BSAG fahren nicht.

BSAG-Streik in Bremen: Spontan Leihwagen mieten bei Cambio

Der Anbieter cambio verleiht Autos unterschiedlicher Größe im Bremer Stadtgebiet. Diese können spontan telefonisch, per App oder im Web ausgeliehen werden. Die Autos stehen an cambio-Stationen in Bremen und müssen dort abgeholt und abgegeben werden. Die Anmeldung bei cambio kostet 30 Euro, pro Stunde kostet die Fahrt je nach Tarif von 50 Cent in der Nacht bis zu 7,30 am Tag – für ein großes Auto. Dazu wird eine Kilometergebühr von 18 bis 24 Cent fällig.

Spontaner funktioniert die Leihe mit cambios Partner-App „smumo“ – die Autos stehen im Stadtgebiet und können überall ausgeliehen werden. Auch hier muss die Rückgabe im festgelegten smumo-Gebiet erfolgen. Gefahren wird zu einem kleinen cambio-Tarif, eine zweistündige Fahrt kostet so knapp 8 Euro.

Rubriklistenbild: © Mohssen Assanimoghaddam/dpa/picture alliance

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