Ungelöster Fall aus Bremen

Brutaler Mord! Mädchen (10) vergewaltigt und getötet - ist er der Täter?

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In Bremen geschah ein grausamer Mord: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und schließlich umgebracht. Ein Fall, der bis heute ungelöst ist.

Ein Mord beschäftigt die Menschen in Bremen noch heute: Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und dann umgebracht. War es dieser Serien-Täter?

  • In Bremen geschah ein brutaler Mord
  • Die 10-jährige Adelina wurde entführt, vergewaltigt und schließlich umgebracht
  • War es dieser Serien-Täter?

Bremen - In Bremen geschah 2001 ein brutaler Kinder-Mord, bei dem die 10-jährige Adelina entführt vergewaltigt und umgebracht wurde. Der Fall Adelina beschäftigt die Polizei Bremen noch heute. Denn der Vermisstenfall der 10-Jährigen aus Bremen sorgte für eine der größten Suchaktionen der Bremer Polizei - und es kam noch tragischer. Denn der Vermisstenfall entpuppte sich als brutaler  Mord. Über den bisher ungeklärten Mordfall, der auch heute noch den Präsidenten des BKA beschäftigt, berichtet nordbuzz.de*. 

Bremen: BrutalerKinder-Mord von 2001 beschäftigt Polizei noch heute

"Wenn Sie ein Verbrechen lösen könnten, das nie aufgeklärt wurde – welches würden Sie wählen?", fragte die Zeit den Präsidenten des Bundeskriminalamtes Holger Münch. Der ranghöchste deutsche Polizist, dem 6.400 Mitarbeiter unterstehen, stammt ursprünglich aus Bremen und war dort Polizeipräsident und Chef des Landeskriminalamtes. "In meiner Zeit in Bremen ist ein Mädchen auf dem Weg nach Hause entführt worden, seine Leiche wurde später in der Nähe in einem Waldgebiet gefunden. Adelina hieß es", antwortet der heute 58-Jährige. 

Zu schrecklichen Szenen kam es auch in Niedersachsen, als eine Frau in Oldenburg getötet wurde. Darüber berichtet nordbuzz.de*.

Brutaler Mord in Bremen: Mädchen auf Heimweg entführt, vergewaltigt und umgebracht 

Der brutale  Mord von Adelina Pismak (10) geschah um die Jahrtausendwende in Bremen. Geboren wurde das Mädchen 1991 in Orenburg, Russland und kam mit ihrer Familie nach Deutschland. Im Jahr ihres Verschwindens 2001 ist sie zehn Jahre alt und wohnt im Bremer Stadtteil Kattenturm. Auch ihr Opa Christian Seidel ist mit nach Deutschland gekommen und wohnt in einem der zahlreichen Wohnblöcke im selben Stadtviertel in Bremen.

Am 18. Juni 2001 besuchte die kleine Adelina ihren Opa - die beiden haben zusammen Eis gegessen. Als dieser seine Enkelin fragte, ob sie nicht aufessen wolle, erwidert Adelina: "Ich muss zu Mama. Die ist doch krank." Also machte sich die 10-Jährigeauf den Heimweg - es ist 17.30 Uhr. Nur 200 Meter lagen zwischen den beiden Häusern in Kattenturm in Bremen - doch Adelina sollte niemals zu Hause ankommen. 

In Bremen kam es bei einem anderen Drama zu einer Massenschlägerei in der Nähe eines Fußballturniers, wie nordbuzz.de berichtet.

Adelina in Bremen vermisst: Polizei Bremen ruft bislang größte Suchaktion aus 

Das kleine Mädchen löste eine der bis dahin größten Suchaktionen der Bremer Polizei aus. Eine Sonderkommission aus 40 Mann wurde in Bremen zusammengestellt. Dazu kommen der Einsatz von Tauchern, von Hunden und "Tornado"-Jets der Luftwaffe, die mit Wärmebildkameras ausgestattet sind. Auch traditionelle Flugblätter kamen zum Einsatz, um aus der Bevölkerung nützliche Informationen zu gewinnen. Doch es half alles nichts - die Bremer Polizei fand Adelina nicht.  

Auch die verschiedensten Theorien, ob Adelinas Vater etwas mit ihrem Verschwinden zu tun haben könnte, wurden allesamt verworfen. Ihr Vater, ein Russe, der nach wie vor in Russland an der chinesischen Grenze wohnt, war einer der naheliegendsten Verdächtigen. Doch am Ende sollten drei Monate vergehen, bis sich in den Ermittlungen um das Verschwinden der 10-Jährigen neue Hinweise auftaten. Derweil kam es in Göttingen zum brutalen Mord, als ein Mann seine Ex-Freundin auf offener Straße tötete. Jetzt fahndet die Polizei nach dem flüchtigen Täter - und warnt zugleich vor ihm!

Brutaler Mord an Adelina aus Bremen: Tat als Sexualdelikt eingestuft

Am 7. Oktober 2001 machte eine Frau beim Pilzsuchen im Pastorenwäldchen der Leester Marsch südlich von Bremen eine schreckliche Entdeckung. Die Bremerin fand in der Erde einen blauen Plastiksack - darin befanden sich die bereits teilweise verwesten Überreste der 10-jährigen Adelina. Ihr Schicksal ist besiegelt, ihre Familie und die Polizei Bremen hat Gewissheit: sie suchen nach einem Mörder. 

Die Suche nach Adelina in Bremen endet in einem traurigen Leichenfund.

Zudem stellte die Rechtsmedizin fest, dass es sich "bei der von einem oder mehreren Tätern verübten Tat um ein Sexualdelikt handelt". Adelina wurde also entführt, vergewaltigt und danach umgebracht. Genaueres ist nicht mehr festzustellen. Doch bei der Ermittlung am Tatort finden die Bremer Beamten weitere gruselige Indizien: Nahe des Fundorts von Adelinas Leiche graben sie Unterwäsche, ein Top und drei Strumpfhosen aus. Außerdem findet die Polizei Bremen sechs vergrabene Damenbadeanzüge.

Inzwischen ist es in Bremen zu einer weiteren Sexualstraftat gekommen: Wenn Sie diesen Mann sehen, rufen Sie bitte sofort die Polizei! Zu einem anderen schockierenden Vorfall kam es bei einem versuchten Sexualdelikt in Hamburg, wie nordbuzz.de* berichtet.

Kinder-Mörder in Bremen verurteilt: War es dieser Serien-Täter?

Die Schlussfolgerung der Ermittler: "Es könnten Sexualstraftäter infrage kommen, die als transvestitisch veranlagte Fetischisten einzustufen sind." Also Sexualstraftäter, die Kleidungsstücke des anderen Geschlechts erregend finden. Dennoch: der Durchbruch in der Mordermittlung um Adelina bleibt ein Durchbruch aus. Denn der blaue Wollrock, den die 10-Jährige am Tatabend getragen hatte, wurde nicht gefunden.  

Im Sommer 2004 werden in dem Teil von Bremen zwei Kinder entführt, vergewaltigt und ermordet. Die kleine Levke (8) und der gleichaltrige Felix. Am 8. Dezember wird der 30-jährige Marc H. verhaftet. Marc H. arbeitet für eine Sicherheitsfirma und war bereits in der Vergangenheit mit Sexualstraftaten auffällig geworden. Die Polizei Bremen verhaftet den damals 30-Jährigen - noch am selben Tag gesteht er den Mord an Levke. Monate später, im Januar 2005 gesteht er auch den Mord an Felix. 

Brutaler Mord an Adelina aus Bremen ungelöst: Starke Indizien, aber keine Beweise

Kinder-Mörder und Serien-Täter Marc H. habe den Familien "unvorstellbares Leid" gebracht, erklärt der Richter aus Bremen, als er Marc H. am 29. Juni 2005 im Landgericht Stade zu einer lebenslangen Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Aber was ist mit Adelina geschehen? Hat Marc H. das Mädchen tatsächlich entführt, vergewaltigt und umgebracht? Auf die Frage gibt es nach wie vor keine Antwort. Zwar wurden in der Wohnung von Marc H. kleine Perlen gefunden, wie sie auch am Fundort von Adelinas Leiche sichergestellt wurden, die Polizei Bremen kann Marc H. den Mord an Adelina im Sommer 2001 dennoch nicht nachweisen. 

Doch auch wenn seitdem vier Jahre vergangen waren, drehte sich die Berichterstattung der Medien 2005 nach den Kinder-Morden an Levke und Felix stark um den ungeklärten Mordfall an "Adelina aus Bremen". Auch in der Gefängniszelle von Marc H. flackert die Nachrichtensendungen über den Bildschirm. Bei einem Bericht zu dem ermordeten 10-Jährigen Mädchen sitzt Serien-Täter Marc H. mit seinem Zellengenossen Michael E. vor dem Fernseher. Was dann geschah, kommt einem Thriller gleich. 

Bremen: Hat Kinder-Mörder Marc H. Adelina entführt, vergewaltigt und umgebracht?

Denn ohne Vorwarnung sagte Kinder-Mörder Marc H. plötzlich: "Tja, bei Adelina bin ich noch mal schwach geworden." Michael E. traute seinen Ohren nicht und fragte: "Wie meinst du das?", wie E. später in einem TV-Beitrag erzählte. Danach macht Marc H. dicht. Auch als die Polizei Bremen den verurteilten Kinder-Mörder in den Wald an den Fundort von Adelinas Leiche führte, brach Marc H. sein Schweigen nicht. Die Staatsanwaltschaft hielt Marc H. zwar schon früh für den möglichen Mörder von Adelina, konnte ihm aber nie etwas nachweisen. 

Außerdem fragwürdig erschien es dem Ermittler-Team, dass Serien-Täter Marc H. während seiner Zeit im Gefängnis mit zahlreichen Morden prahlte: Mit dem an einer alten Frau aus seinem Heimatdorf im Sauerland, an zwei anderen Damen, an zwei Anhalterinnen und zwei Kindern aus Ost-Deutschland. Nichts davon konnte ihm nachgewiesen werden - von dem Mord an Adelina aus Bremen sprach er nie wieder.

Mord an Adelina in Bremen: "Will nicht ausschließen, dass es doch noch mal untersucht wird"

Der Staatsanwalt Frank Passade ist der Sprecher der Bremer Anklagebehörde uns bestätigte t-online.de, dass die Ermittlungen, ob Marc H. Adelina ermordet hat, eingestellt seien. Allerdings fügt er an: "Ich will nicht ausschließen, dass es doch noch mal untersucht wird."

Bremen: Großangelegte Suche nach Adelina im Jahr 2001. 

Vermisst wurde auch das Opfer zu einer mysteriösen Blutlache. Die Polizei suchte nach dem Opfer einer Party-Eskalation in Hamburg, wie nordbuzz.de*. Zu einem Kleinkind-Schock kam es auch, als ein Dreijähriger nur mit Badelatschen und Windeln an alleine durch Braunschweig irrte, wie nordbuzz.de* berichtet.

Nachdem ein Straftäter aus dem Gefängnis entlassen wurde, plant er direkt seine nächste Tat. Der Mann aus Osnabrück will sich in die Luft sprengen - und den Märtyrer-Tod sterben, wie nordbuzz.de* berichtet. 

Eine schreckliche Tat ereignete sich in Hamburg-Altona. Dort erstach ein Mann seine Ex-Frau mit 40 bis 60 Messerstichen, wie nordbuzz.de* berichtet.  

spz

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