Ankunft des „King of Rock'n'Roll“

Nur ein Junge kam zu ihm durch: Bremerhaven erinnert an Elvis-Hype 1958

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Presley und andere US-Soldaten waren kurz zuvor mit dem US-Truppentransporter „General Randall“ in Bremerhaven eingetroffen.

Am 1. Oktober 1958 betrat Elvis Presley zum ersten Mal europäischen Boden - in Bremerhaven. An das Ereignis wird immer noch am Jahrestag erinnert. Ein einziger Junge schaffte es damals, Elvis um ein Autogramm zu bitten. Wie gelang ihm das?

Bremerhaven - Für Bremerhaven war es ein Großereignis, als Elvis Presley am 1. Oktober 1958 das erste Mal deutschen Boden betrat. Neben einer Bronze-Gedenktafel, die später an der Kaje eingelassen wurde, erinnert nun auch eine Infotafel an die Ankunft des „King of Rock'n'Roll“. Das Schild ist auf der Besuchergalerie des Kreuzfahrt-Terminals in Höhe Meter 700 angebracht.

Elvis Presley winkt am 1.10.1958 auf dem Bahnof von Bremerhaven aus einem Zugabteil den auf dem Bahnsteig versammelten Anhängern zu.

Auch die bronzene Gedenktafel an der Kaje liegt bei Meter 700. Es ist die Stelle, an der Elvis als Soldat vom Truppentransporter die Gangway herunterging. Tausende Fans verfolgten damals das Ereignis. Heute ist die Stelle nur mit Zutrittsberechtigung erreichbar. „Sie kann aber, bei freier Sicht, per Fernrohr von der Besuchergalerie des Kreuzfahrt-Terminals gesehen werden“, sagte Dörte Behrmann von der Touristikgesellschaft Bremerhaven. Am Dienstag sollten um 9.22 Uhr, genau zu der Zeit, als Elvis 1958 deutschen Boden betrat, die US-Nationalhymne erklingen und Blumen niedergelegt werden.

Helge Rothenberg kommt dem Star nahe

Auf dem neuen Schild ist ein historisches Foto zu sehen: Elvis, wie er die Gangway hinuntergeht, außerdem ein Jugendlicher, der um ein Autogramm bittet. Der damals 16-Jährige ist Helge Rothenberg. Er hatte es als einziger Fan geschafft, dem Star nahe zu kommen. „Der Bereich war nur nach Süden abgesperrt, nördlich der Gangway war alles offen“, erinnerte sich der 77-Jährige. Er wohnte damals nicht weit entfernt. „Ich kannte mich da aus.“

Ein Autogramm bekam der 16-Jährige nicht von Elvis

Ein Bewunderer von Elvis sei er damals gar nicht gewesen. „Ich war ein 16-jähriger Bengel, der dumme 'Griepen' im Kopf hatte“, sagte er. Er sei wegen des großen Auflaufs zum Hafen gegangen. Zum Fan sei er erst später geworden: „Seine Schmusemusik, die habe ich ganz gerne gehört.“ Fanartikel sucht man aber vergeblich bei ihm: „Nur im Arbeitszimmer hängt das Foto von Elvis und mir auf der Gangway.“ Das erbetene Autogramm hatte er damals, vor 61 Jahren, allerdings nicht bekommen.

dpa

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