Klärung von Diskriminierungsvorwürfen

Rassismus-Skandal: Brebau-Geschäftsführung freigestellt

Bis zu einer Klärung von Diskriminierungsvorwürfen bei der Bremer Wohnungsgesellschaft Brebau sind die Geschäftsführer freigestellt.

Bremen - Es handele sich um keine vorweggenommene Schuldzuweisung, sondern solle jeden Anschein einer Einflussnahme ausschließen, hieß es aus dem Bremer Finanzsenat.

Stadt:Bremen
Fläche:326,7 km²
Einwohner:569.352 (Stand: 2019)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte

„Es ist beschämend, dass Menschen mit Migrationsbiografie offenbar bei der Wohnungssuche systematisch diskriminiert werden“, wurde Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) am Freitagabend im Anschluss an eine außerordentliche Sitzung des Brebau-Aufsichtsrates zitiert.

Brebau: „ Offenkundig rassistische Praxis“

Schon zuvor hatte Strehl angekündigt, dass der ehemalige Justiz-Staatsrat Matthias Stauch als Gutachter von außen für Aufklärung sorgen soll. „Die offenkundig rassistische Praxis, die bei der Brebau vorgekommen ist, muss unverzüglich beendet und der Sachverhalt komplett aufgeklärt werden“, forderte Strehl.

Bei der Bremer Gesellschaft Brebau werden Vorwürfe der systematischen Diskriminierung von Wohnungssuchenden mit Migrationshintergrund geprüft.

Interessenten für Brebau-Wohnungen benachteiligt

Am Donnerstag hatte das Nachrichtenmagazin „buten un binnen“ von Radio Bremen berichtet, Interessenten für Brebau-Wohnungen seien im Zusammenhang mit ihrer vermeintlichen Herkunft und Religion sowie ihrer Hautfarbe benachteiligt worden. Ihre Bewerbungen seien systematisch mit entsprechenden Notizen versehen worden.  *kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Mit Material der dpa

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt

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