Alle Infos zu Bremens Autobahnen

Bremen und seine Autobahnen - alles über A1, A27, A270 und A281

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Bremen wird von vier Autobahnen durchquert. Besonders viel Geduld brauchen Autofahrer dabe auf der A1, die häufig durch zu viel Verkehr überlastet ist.

Bremen wird von gleich vier Autobahnen durchquert. Mit der A1 und A27 ist Bremen ans Fernstraßennetz angebunden. Die A270 und A281 verlaufen nur durch Bremen.

  • Das Bundesland Bremen wird von vier Autobahnen durchquert
  • Mit der A1 und der A27 ist Bremen an das Fernstraßennetz angebunden
  • Die A270 und A281 verlaufen lediglich innerhalb von Bremen

Bremen - Das Bundesland Bremen wird von vier Autobahnen durchgequert. Von Süden nach Osten verläuft in Bremen die Autobahn A1, die am Bremer Kreuz schließlich auf die Autobahn A27 trifft. Beide Autobahnen verbinden Bremen mit dem deutschen Fernstraßennetz. Außerdem verbindet die A27, die nördlich durch Bremen verläuft, die Freie Hansestadt schließlich mit dem circa 60 Kilometer entfernten Bremerhaven. Zudem gibt es in Bremen zwei innerstädtische Autobahnen: die A270, die Bremen-Nord mit der A27 verbindet und die nur teilweise fertiggestellte A281, die im Bremer Westen in Zukunft die A27 mit der A1 verbinden soll.

Bremen: Vier Autobahnen für das kleinste Bundesland in Deutschland

Mit den Autobahnen A1 und A27 ist Bremen ausreichend an den Fernverkehr in Deutschland angebunden. Westlich des kleinsten Bundeslandes in Deutschland verläuft mit der A28 zudem noch eine weitere wichtige Autobahn, die Bremen mit Oldenburg verbindet. Bremen und Oldenburg bilden gemeinsam die Metropolregion Nordwest mit einem Einzugsgebiet von knapp 2,7 Millionen Menschen

Die A270 und die A281 sind dagegen zwei innerstädtische Autobahnen in Bremen, die jeweils von der A27 abgehen. Die A270 soll dabei den Bereich Bremen-Nord mit dem Fernverkehr verbinden, die erst teilweise fertiggestellte A281 soll die A27 und die A1 miteinander verbinden. Dabei soll die A281 vor allem als Entlastung der Bundesstraße B6 im Bremer Süden sowie dem Bremer Kreuz im Osten dienen, die häufig einer Überlastung zum Opfer fallen. Alles zur Geschichte und den Sehenswürdigkeiten von Bremen.

Bremen: Autobahn A1 - aus der Freien Hansestadt nach ganz Deutschland

Die A1 ist für das Bundesland Bremen die wohl wichtigste Fernstraße. Obwohl die Autobahn nur wenige Kilometer über das Bremer Stadtgebiet führt und größtenteils auf niedersächsischem Gebiet liegt, gehen gleich vier Anschlussstellen von der A1 in das Bremer Stadtgebiet ab. Die A1, welche mit 749 Kilometern die drittlängste Autobahn Deutschlands ist, führt von ihrem Startpunkt Heiligenhafen an der Ostsee über Lübeck, Hamburg, Bremen und das Ruhrgebiet bis nach Saarbrücken. In der Eifel befindet sich zwischen Blankenheim und Kelberg noch eine 25 Kilometer lange Lücke, die jedoch bis 2030 geschlossen werden soll. Mit dann 774 Kilometern wäre die A1 sogar die zweitlängste Autobahn in Deutschland.

Aus Hamburg kommend berührt die Autobahn A1 das Bundesland Bremen zum ersten Mal namentlich am Bremer Kreuz. Am Autobahnkreuz, das allerdings auf niedersächsischem Gebiet liegt, treffen die A1 und die A27 aufeinander. Im weiteren Verlauf folgen die Anschlussstellen Bremen-Mahndorf, Bremen-Hemelingen, Bremen-Arsten und Bremen-Brinkum. In den vergangenen Jahren geriet die A1 in Bremen vor allem durch zahlreiche durch Baustellen verursachte Staus und Unfälle in die Schlagzeilen. Vor allem zu den Stoßzeiten, also im morgend- und abendlichen Berufsverkehr sowie in den Schulferien, kommt es auf der Autobahn A1 in Bremen zu vielen Staus.

Zwischen dem Bremer  Kreuz und Bremen-Mahndorf, Bremen-Mahndorf und Bremen-Hemelingen sowie zwischen Bremen-Hemelingen und Bremen-Arsten fahren pro Tag mehr als 100.000 Autos entlang. Insgesamt ist das auf der A1 nur in elf weiteren Abschnitten der Fall. Die 118.300 Autos, die pro Tag zwischen Bremen-Hemelingen und Bremen-Arsten gemessen wurden, werden auf der Autobahn A1 nur von drei Bereichen übertroffen. Die meisten Autos pro Tag verkehren zwischen Köln-Lövenich und Kreuz Köln-West (126.200). 

Bremen: Autobahn A27 - verbindet die Freie Hansestadt mit Bremerhaven

Die Autobahn A27 ist die wichtigste Verbindung der beiden Städte Bremen und Bremerhaven, die zusammen als Zwei-Städte-Staat das Bundesland Bremen bilden. Über eine Länge von 162 Kilometern verläuft die A27 von Cuxhaven, wo sie ihren Ursprung hat, über Bremerhaven und Bremen bis zum Autobahndreieck Walsrode, wo die Autobahn schließlich in die A7 übergeht - die A7 ist die längste Autobahn in Deutschland. Die A27 zählt zu den ältesten Autobahnen in Deutschland und ging bereits 1937 in Betrieb.

Als damalige Blocklandautobahn - die A27 durchquert im Norden Bremens das Blockland - diente die A27 zunächst als Fortführung der A1. Erst im Jahr 1959 wurde das Bremer Kreuz im Osten Bremens gebaut, das als Voraussetzung für eine Verlängerung der A27 nach Hannover galt. Bis 1964 wurde die Autobahn schließlich bis zum Autobahndreieck Walsrode verlängert, wo die A27 in der A7 aufgeht, die unter anderem nach Hannover führt. Bereits ein Jahr zuvor, 1963, wurde zudem entschieden, die inzwischen völlig marode Blocklandautobahn nicht nur aus-, sondern völlig neu zu bauen.

Nachdem der A27 neue Anschlussstellen in Bremen zugefügt wurden, entstand mit der Anschlussstelle Ihlpohl bis 1974 auch in Niedersachsen die erste Verbindung zur A27. Im selben Jahr wurde auch die Autobahnstrecke zwischen Bremerhaven und Cuxhaven eröffnet. Als 1977 die letzten fehlenden Teilstücke zwischen Bremerhaven-Süd und Bremen-Nord geschlossen wurden, ersetzte die A27 endgültig die völlig überlastete Bundesstraße B6 als Fernstraße zwischen Bremen und Bremerhaven. Durch die Verbindung zu den Häfen von Bremen, Bremerhaven und Cuxhaven wird über die Autobahn A27 viel Schwerlastverkehr abgewickelt.

Bremen: Autobahn A270 - wichtigste Verbindung des Bremer Nordens mit dem Stadtgebiet

Als einziger der fünf Stadtbezirke in Bremen nimmt der Bezirk Bremen-Nord eine etwas gesonderte Rolle in der Freien Hansestadt ein. Durch die geographische Lage - der langgezogene Stadtbezirk erstreckt sich größtenteils entlang der Weser - wird Bremen-Nord in der Bevölkerung beinahe als eigene Stadt innerhalb von Bremen angesehen. Im Jahr 1939 wurden die zuvor preußischen Gemeinden Blumenthal, Lesum, Grohn, Schönebeck, Aumund und Farge gemeinsam mit der bremischen Stadt Vegesack in die Stadt Bremen eingegliedert. Dadurch entstand der neue Stadtbezirk Bremen-Nord, der mit dem Ortsteil Burglesum an das Bremer Stadtgebiet angrenzt.

Bis 2001 wurde der Stadtbezirk Bremen-Nord, in dem 98.600 Einwohner (Stand: 2014) leben, durch die Bundesstraße B74 an die Autobahn A27 und damit an den Fernverkehr angebunden. Im Jahr 2001 wurde der Teilabschnitt der B74 zwischen dem Ortsteil Bremen-Blumenthal und der A27-Anschlussstelle Burglesum/Ihlpohl schließlich zur A270 umgewidmet. 

Die Autobahn A270 entspricht im Wesentlichen dem vorherigen Verlauf der B74. Zwischen 2007 und 2009 wurde die A270 als B74 zudem um mehrere Kilometer nach Nordwesten verlängert, um auch die Ortsteile Bremen-Farge und Bremen-Rönnebeck an das Fernstraßennetz anzuschließen. Seither kommt die A270, die nun in Bremen-Rönnebeck beginnt und schließlich in der A27 sowie der B74 aufgeht, auf eine Gesamtlänge von elf Kilometern.

Bremen: Autobahn A281 - der größte Streitpunkt in der Freien Hansestadt

Die etwa 20 Kilometer lange Autobahn A281 sollte die große Lösung für Bremen sein. Die durch Berufs- und Fernverkehr vollgestopfte Innenstadt sollte durch den Bau der A281 entlastet, der Autobahnring um Bremen endlich geschlossen werden. Auf die Autobahneckverbindung, welche die A27 im Norden Bremens mit der A1 im Süden Bremens verbinden soll, warten Autofahrer und Unternehmer seit Jahrzehnten. Doch durch zahlreiche Klagen aus der Bevölkerung, vor allem wegen des entstehenden Lärms und Enteignung, zieht sich der Bau der Autobahn A281 seit Jahren hin.

Dabei schien die Lösung so einfach. Von der A27 sollte über das Güterverkehrszentrum in Bremen eine schnelle Alternative zur A1 führen, um so den Verkehr in der Innenstadt zu entlasten. Dazu wurde an der A27-Ausfahrt Bremen -Industriehäfen bereits 1995 die nötige Anschlussstelle zur A281 sowie ein zwei Kilometer langer Abschnitt zur Weser gebaut. Von hieraus soll die neu gebaute Autobahn die beiden Weserseiten miteinander verbinden und über die Bremer Ortsteile Seehausen, Woltmershausen und Arsten in die A1 übergehen. Dazu muss unterhalb der Weser in Bremen ein etwa ein Kilometer langer Tunnel gebaut werden. Doch genau hier hakt der Bau seit Jahren.

Der Bauabschnitt der Autobahn A281 zwischen dem Ortsteil Bremen-Seehausen und dem Flughafen ist bereits seit 2008 fertiggestellt. In der Folge ist die A281 über die Bundesstraße B6 zudem schon mit der A1 verbunden. Das ist aber nahezu ohne größeren Mehrwert, solange der Wesertunnel zwischen Bremen-Industriehäfen und Bremen-Seehausen nicht gebaut wird. Durch etliche Klagen und Auseinandersetzungen verzögert sich der Bau jedoch immer wieder, inzwischen ist mit einer Fertigstellung des so wichtigen Bauabschnittes nicht vor 2024 zu rechnen. Zudem soll die Bundesstraße B6 zwischen dem Bremer Flughafen und der A1-Anschlussstelle Bremen-Arsten zur Autobahn A281 ausgebaut werden. Allerdings stockt auch hier die Planung. Das gesamte Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan 2030 festgehalten und soll rund 845 Millionen Euro kosten.

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