Coronavirus-Pandemie

Maskenpflicht im Auto: Das gilt jetzt für Bremer

Im Bremen gilt ab sofort die Maskenpflicht im Auto. Diese neuen Regeln gelten jetzt für Autofahrer, Beifahrer und Mitfahrer im Land Bremen. 

Update vom Samstag, 27. März, 10:50 Uhr: Bremen - Das Tragen einer Maske wird in Bremen ausgeweitet. Nicht nur im ÖPNV gehört die Maske nun zum Pflichtprogramm, sondern die Maskenpflicht gilt ähnlich wie in Hamburg auch im Auto und in anderen Fahrzeugen. Ausgenommen davon ist aber der Fahrer selbst. Alle anderen Mitfahrer sind jedoch verpflichtet, in Fahrzeugen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, sofern die mitfahrenden Personen nicht dem Hausstand des Fahrers angehören.

Dies gilt sowohl für private als auch berufliche Fahrten. So steht es in der aktualisierten Corona-Verordnung vom Land Bremen. Paare gelten neuerdings als Angehörige eines Hausstandes, auch wenn sie nicht in einer gemeinsamen Wohnung leben. (mas)

Coronavirus in Zahlen im Land Bremen:Stand: 28. März, 16 Uhr. Quelle: Senatspressestelle
Aktive Corona-Infektionen:1.588 (+99 innerhalb von 24 Stunden)
Coronafälle insgesamt:20.642 (+99)
Genesene Personen:18.652 (+0)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:402 (+0)
7-Tage-Inzidenz:112,1 (Bremen) / 260,5 (Bremerhaven)

Corona-Pandemie in Bremen: Bovenschulte hofft auf Reduktion der Kontakte

Update vom Mittwoch, 24. März 2021, 14:18 Uhr: Bremen – Inzwischen hat sich auch Bremens Regierungschef Andreas Bovenschulte (SPD) zu den neuen Entwicklungen für die Osterfeiertage und den Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu Wort gemeldet. In einer Pressemitteilung der Senatskanzlei bedauerte Bovenschulte es, „dass der Bund sich nicht dazu in der Lage sieht, die mit der verlängerten Osterruhe verbundenen Fragen verbindlich zu klären.“ Weiter sagte Bovenschulte, dass es unabhängig davon das Ziel sein müsse, die sozialen Kontakte und die Mobilität zu reduzieren. Dies gelte über die Feiertage und auch in den nächsten Wochen – „insbesondere für Auslandsreisen“. (jon)

Update vom Mittwoch, 24. März 2021, 12:05 Uhr: Bremen/Berlin – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat in den letzten 24 Stunden ordentlich einstecken müssen. Es hagelte heftige Kritik für die beschlossenen Ruhetage über Ostern. Weil von Anfang an nicht klar war, wie die Regelung umgesetzt werden soll, hat die Regierungschefin am Mittwochmorgen, 24. März 2021, die Regelung aus den jüngsten Bund-Länder-Beschlüssen wieder gekippt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Sie übernehme dafür die Verantwortung, wurde Merkel von Teilnehmern einer kurzfristig einberufenen Schaltkonferenz mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch zitiert. „Der Fehler ist mein Fehler“, sagte Merkel demnach. Sie habe am Vormittag entschieden, die Verordnungen zur Osterruhe nicht auf den Weg zu bringen, sondern zu stoppen. Sie wird sich dazu am Mittag in einer Pressekonferenz äußern. (dpa/jon)

Harter Oster-Lockdown in Bremen: Urlaub flächt über Feiertage flach

Erstmeldung von Dienstag, 23. März 2021, 10:50 Uhr: Bremen – Vor rund drei Wochen standen die Zeichen in Sachen Corona im Bundesland Bremen noch klar auf Lockerung! Doch am Dienstagmorgen, 23. März 2021, nach einer elfstündigen Bund-Länderkonferenz mit Kanzlerin, Ministerpräsidentinnen und -präsidenten, war klar: In Bremen kommt der harte Oster-Lockdown. Die Corona-Regeln sind schärfer als je zuvor, berichtet kreiszeitung.de*. Auch der Oster-Urlaub soll flach fallen. Wenn es nach den Wünschen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht, bis zum Jahresende, vermeldete die Bild-Zeitung am Dienstagvormittag.

Über Ostern gilt auch in Bremen ein harter Lockdown vom 1. bis 5. April.

Vom 1. April 2021 bis einschließlich 5. April 2021, also von Gründonnerstag bis Ostermontag, wird das öffentliche, private und wirtschaftliche Leben in Bremen und ganz Deutschland weitgehend heruntergefahren, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. So soll die dritte Corona-Welle gebrochen werden. Im Oster-Lockdown soll die Arbeit ruhen, das betrifft auch die Industrie. Wie 24hamburg.de* berichtet, gilt auch in Hamburg der Lockdown bis weit nach Ostern.

Harter Oster-Lockdown in Bremen: Bisherige Regeln gelten drei Wochen länger

Der seit mehr als drei Monaten geltende harte Lockdown zur Bekämpfung der Corona-Pandemie wird insgesamt um drei Wochen bis zum 18. April verlängert. Das gilt im Bundesland Bremen und bundesweit. Am 12. April soll darüber beraten werden, wie es danach weitergeht. „Wir haben das Virus noch nicht besiegen können, es lässt nicht locker“, begründete Bundeskanzerlin Angela Merkel am frühen Dienstagmorgen die harten Maßnahmen, berichtet die dpa. Deutschland sei in einer sehr ernsten Lage mit exponentiell steigenden Fallzahlen, einer steigenden Belastung der Intensivstationen in den Kliniken und der Ausbreitung extrem ansteckender Coronavirus-Varianten.

Lockdown über Ostern: Notbremse soll in Bremen konsequent umsetzen

Der Bund und auch das Land Bremen betonen, dass es notwendig sei, die Anfang März vereinbarte „Notbremse“ konsequent umzusetzen. Sie soll greifen, wenn die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner in einem Land oder einer Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 Neuinfektionen liegt. Dann gelten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die Beschränkungen, die bis zum 7. März in Kraft waren. Weitere Öffnungen soll es nur geben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 und stabil ist oder sinkt. Bremerhaven beispielsweise war zwischendurch von den verhängten Knallhart-Regeln abgerückt, um sie kurz darauf wieder zu verschärfen.

Oster-Lockdown in Bremen: Strengere Maßnahmen greifen

Da wo die Inzidenz über 100 liegt, sollen strengere Maßnahmen greifen. Wie diese genau aussehen, beschließt Bremen selber. Öffnungsschritte sollen bei Erreichen der kritischen Marke zurückgenommen werden – am Montagnachmittag lag die Inzidenz in Bremen bei 90,2, in Bremerhaven bei 174,2. Das Land Bremen kann darüber hinaus aber auch weitere Maßnahmen ergreifen, wenn der Schwellenwert überschritten wird. Als Möglichkeit genannt werden in dem Beschluss unter anderem Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen und die Pflicht zu tagesaktuellen Schnelltests.

Gemeint ist damit beispielsweise das Tragen von Masken im Auto für Mitfahrer, die nicht zum Hausstand des Fahrers gehören. Auch soll es mehr Schnelltests geben, vor allen Dingen in Bereichen, wo Abstandsregeln und ein konsequentes Maskentragen nicht möglich oder erschwert sind. Das betrifft besonders die Schulen und Kitas im Land Bremen.

Lockdown über Ostern: Von Gründonnerstag bis Ostermontag ist alles dicht

In der Zeit vom 1. April 2021 (Gründonnerstag) bis zum 5. April 2021 (Ostermontag) gelten besondere Knallhart-Regeln. Kanzlerin Merkel nennt den harten Lockdown über Ostern eine „Ruhepause“. Der Gründonnerstag und Karsamstag werden demnach einmalig als Ruhetage definiert und mit weitgehenden Kontaktbeschränkungen verbunden. „Es gilt damit an fünf zusammenhängenden Tagen das Prinzip #WirBleibenZuHause“, heißt es in dem Beschluss von Bund und Ländern. Somit gilt der Lockdown über Ostern auch für die Arbeit.

Nur am Karsamstag, 3. April 2021, soll demnach der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben. Private Zusammenkünfte sollen auf den eigenen Haushalt und einen weiteren Hausstand, jedoch maximal fünf Personen beschränkt werden. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare mit getrennten Wohnungen gelten als ein Haushalt. Ansammlungen im öffentlichen Raum werden dem Beschluss zufolge in dieser Zeit generell untersagt. Wo bereits Außengastronomie offen ist, muss sie für diese fünf Tage wieder geschlossen werden. Kirchen und Religionsgemeinschaften werden gebeten, an Ostern nur Online-Angebote für die Gläubigen zu machen. Nur Impf- und Testzentren sollen offen bleiben. Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche äußerten am Dienstagvormittag darüber ihren Unmut.

Lockdown über Ostern: Urlaub auf Malle möglich – im Land Bremen ist Oster-Urlaub nicht möglich

Die Aufhebung der Reisewarnung und Quarantänepflicht für Mallorca-Urlauber hat für viel Aufregung gesorgt. Urlaub wird dort zwar weiter möglich sein. Bund und Länder appellieren aber an die Fluggesellschaften, keine zusätzlichen Flüge mehr für die Osterferien anzubieten.

Tourismus im Inland wird auch in den Osterferien nicht möglich sein. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe sollen für Urlauber geschlossen bleiben. Dieser Punkt sorgte in den Beratungen für besonders viel Ärger. Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz drangen darauf, ihren Bürgern Urlaub in Ferienwohnungen, Ferienhäusern, Appartements, Wohnwagen und Wohnmobilen möglich zu machen, sofern diese über eigene Sanitäreinrichtungen verfügen und auch das Essen in Eigenregie organisiert werden kann. Als nächster Schritt ist eine erneute Bund-Länder-Konferenz geplant. Diese soll am 12. April 2021 stattfinden. (Mit Material der dpa) *nordbuzz.de, kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Carmen Jaspersen/dpa & Sina Schuldt/dpa

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