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Musikvideoshow 2017: Clip des Jahres kommt aus der Neustadt

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Die ersten drei Plätze der Musikvideoshow 2017 auf der Bühne.

Der originellste Kulturpreis Norddeutschlands wurde vergeben. Das lauteste Filmfest überhaupt hat einen Sieger. Das beste Musikvideo des Jahres made in Bremen und Niedersachsen kommt aus der Neustadt. Zumindest wurde es von den beiden Filmemacher Urs Mader und Simon Wahlers dort gedreht. Genauer, das Lyric-Video „Out There“ für die Punkrocker Itchy (ehemals Itchy Poopzkid) aus Schwaben. Der Nachbericht zur Musivideoshow-Gala im Modernes samt Teilnehmer-Videos.

Getreu dem Motto „Das Beste kommt zum Schluss“, wählten die Besucher im Modernes den zuletzt gezeigten Beitrag mit der Startnummer 13. Zuvor waren alle 13, von einer prominent besetzten Jury vorausgewählten, Videos in einer etwa anderthalb stündigen Vorstellung auf der Großbildleinwand gezeigt worden. Wie üblich charmant durch den Abend führten die beiden Bremer Unterhaltungs-Urgesteine Charles und Erika. Mit zwei Stimmen konnten schließlich die Besucher ihre Favoriten wählen. Nach einer knapp halbstündigen Auszählung plus Auftritt der Bremer Notausgäng stand fest, wen das Publikum auf dem Treppchen sehen wollte. 

Nicht bevor jedoch der Jury-Preis an Henrik Paro für sein Video zu „Love From A Distance“ für Violence Is For Lovers verliehen wurde und eine Produktion von 333 Vinyl-Platten beinhaltet. Bestens geeignet für den DJ, der selbst gar nicht erschienen war. Grund laut Filmemacher Paro: Der Musiker traut sich selten aus seinem Studio heraus. Die Juroren lobten den einfach produzierten, aber eindrücklichen Clip am Puls der Zeit. Zu sehen sind kurze Videoschnipsel, die sich echte Paare in Fernbeziehungen zuschickten. 

Platz drei ging anschließend an den Song „Ich, die Maschine & Du“, produziert von Boxer für Kraftferd aus Bremen, bekannt auch für das Rap-Projekt Ferd (hier im nordbuzz-Interview). Die aufwändige Produktion wirbt mit einem Augenzwinkern für mehr Toleranz zwischen Menschen und Maschinen untereinander. Auf Platz zwei landete „Girls“ der Bremer Band The Eternal Spirit, das an diesem Abend Premiere feierte. Das von Ben-A. Safier und Steven Breden produzierte Video zeigt Szenen einer jungen Frau, die sich während der gesamten Dauer auf einem Plattencover abspielen. 

Um kurz vor halb elf wurden dann die Produzenten Urs Mader und Simon Wahlers für ihren Beitrag „Out There“ von Itchy auf die Bühne gerufen und mit der obligatorischen Goldenen Wurst ausgezeichnet. Mit über 200 Stimmen holte die Poleposition fast doppelt so viele, wie Platz zwei und drei, die mit jeweils um die 100 Stimmen dicht beieinander lagen. Itchy winkt nun ein Auftritt bei der Breminale 2018. Gedreht wurde das Gewinner-Video übrigens in der Kneipe „Auszeit“, wo im Anschluss zur Großen Musikvideoshow passenderweise die Aftershow Party stieg.

Alle Infos zum Wettbewerb gibt es hier. Alle Beiträge mit ihren jeweiligen Startnummern zum Nachschauen gibt es hier:

01 The Planetoids: „The Heat“ von Jonas Sercombe 

 

02 Nimmersatt: „Wenn die Zeit schleicht“ von Julian Lodders 

 

03 Kraftferd: „Ich, die Maschine & Du von Boxer (Platz 3) 

 

04 Paloma & The Matches: „Out Of Sight, Out Of Mind“ von Niklas Hoffmann 

 

05 Anne.Für.Sich: „Menage zu dritt“ von Oliver Bott 

 

06 Petterson: „Berg“ von Imke Meyer 

 

07 The Bernie and The Jörgie: „Kunst“ von Jörg Weinmann (Premiere) 

(noch nicht online)

08 Stun: „Level Up Errors“ von Sciopticon 

 

09 Violence Is For Lovers: „Love From A Distance“ von Henrik Paro (Jury-Preis) 

 

10 Moe Zech: „Fahrstuhlmusik“ von Tim-Aron Schrader (Premiere) 

 

11 The Eternal Spirit: „Girls“ von Ben-A. Safier & Steven Breden (Premiere, Platz 2) 

 

12 Faakmarwin: „Du bist schön“ von Konsti Freys (Premiere) 

(noch nicht online)

13 Itchy: „Out There“ von Urs Mader, Simon Wahlers (Platz 1) 

 

Bei der Großen Musikvideoshow 2016 gewann der Bremer Sänger Jean Luke.

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