Singen nur mit Maske

Weihnachtsmessen in Bremen: Corona zum Trotz – das ist möglich

Der Kirchenbesuch zu Weihnachten muss auch in diesem Jahr nicht ausfallen. Gottesdienste und Weihnachtsmessen können Bremer weiterhin besuchen.

Bremen/Bremerhaven– Wer auch im Jahr 2020 nicht auf einen Gottesdienst zu Weihnachten verzichten möchte, muss sich bereits frühzeitig für die Zusammenkunft in der Kirche entscheiden oder auf Alternativen umsteigen. Das Coronavirus macht spezielle Maßnahmen notwendig, um eine Ansteckung unter Besuchern im jeweiligen Gotteshaus zu vermeiden. nordbuzz.de gibt einen Überblick über das Angebot der Kirchen in Bremen und Bremerhaven.

Stadt in Bremen:Bremen
Fläche:326,7 Quadratkilometer
Bevölkerung:547.979 (30. Apr. 2012)
Bürgermeister:Andreas Bovenschulte
Vorwahl:0421

Corona-Regeln für Weihnachtsgottesdienste in Bremen: Voranmeldung, Maske, Abstand

Die Propsteikirche St. Johann stellt die größte katholische Kirche in Bremen dar. Im Schnoorviertel gelegen, bietet das Gotteshaus bis zu 500 Besuchern Platz, um am Weihnachtsgottesdienst an Heiligabend, 24. Dezember, teilzunehmen – regulär. Denn das Coronavirus* verhindert dieses Jahr eine maximale Auslastung. Infolge von Abständen, die sowohl drinnen als auch draußen strikt eingehalten werden müssen, dürfen im Jahr 2020 nur 80 Menschen am Gottesdienst in der Propsteikirche teilnehmen.

Abstand halten als oberstes Gebot: Die Bremer Kirchen müssen sich strikt an die Corona-Regeln halten, um an Weihnachten zum Gottesdienst einladen zu können.

Es darf gesungen werden, jedoch muss hierbei ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Ähnliches gilt auch für andere Gemeinden, in kleineren Kirchen sind teilweise nur bis zu 30 Personen erlaubt. Bereits im Vorfeld muss sich jeder Besucher für den jeweiligen Gottesdienst anmelden. Darauf verweist beispielsweise die Große Kirche in Bremerhaven, die an Heiligabend insgesamt drei Gottesdienste anbietet.

Bremerhaven: Kirchen-Corona-Konzepte für Weihnachten – Durchlauf-Gottesdienste und Livestreams

Grundsätzlich sollen zum diesjährigen Weihnachtsfest mehr Gottesdienste als sonst in Bremen und Bremerhaven angeboten werden. Kann eine Person beispielsweise aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Kirche präsent sein, besteht die Möglichkeit, entsprechende Veranstaltungen im Livestream zu verfolgen. Eine Option, auf die unter anderem die Herz-Jesu-Gemeinde in Bremerhaven zurückgreift. Die Christmette an Heiligabend wird ab 21:30 Uhr auf deren YouTube-Kanal übertragen.

Sogenannte Durchlauf-Gottesdienste plant die Emmaus-Gemeinde für Heiligabend. Zwischen 12 und 16 Uhr werden pausenlos Lesungen der Weihnachtsgeschichte abgehalten, alle 15 Minuten startet das Programm neu. Konkret ist geplant, dass die Besucher auf einer Seite in die Kirche kommen und auf der anderen Seite wieder hinausgehen können. Zwischendrin wartet die Emmaus-Gemeinde mit weihnachtlicher Musik auf. Darüber hinaus sei Zeit für persönliche Gebete gegeben.

Kirchen in Bremen trotzen Corona-Pandemie – Open-Air-Gottesdienste zu Weihnachten

Auch Alternativen zu den klassischen Gottesdiensten sind in der Kirche geplant. Sollte es im Gotteshaus trotz der Einhaltung der Abstandsregeln zu eng werden, kann nach draußen ausgewichen werden. Viele Gemeinden in Bremen fahren durch die einzelnen Stadtteile und halten an ausgewählten Orten Andachten ab. Mehr Informationen hierzu liefert die Homepage der Evangelischen Bremischen Kirche.

Sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche laden am Nachmittag des 24. Dezember zu kurzen Open-Air-Gottesdiensten auf dem Marktplatz in der Bremer Innenstadt ein. Auch hierfür ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Laut Bremer Kirchenamt seien viele Angebote bereits ausgebucht. Empfohlen wird, sich vorab bei der jeweiligen Gemeinde oder Kirche anzumelden - nur so kann eine Teilnahme garantiert ermöglicht werden.

Weihnachten in Bremen: Los entscheidet über Teilnahme am Gottesdienst – spezielle Corona-Maßnahmen

Hinsichtlich der Anmeldung für Gottesdienste in Bremen und Bremerhaven wird unter anderem auf ein Losverfahren gesetzt. Hierfür haben sich der St. Petri Dom in Bremen sowie die Kirchengemeinde St. Raphael im Bremer Osten entschieden. „Die Reaktionen auf das Losverfahren sind grundsätzlich positiv. Es hat keinerlei Beschwerden gegeben. Vielmehr verzeichnen wir einen positiven Rücklauf“, heißt es von Marc Weber, dem Pfarrer der Kirchengemeinde St. Raphael.

Alle Kirchen und Gemeinden, die auch in diesem Jahr Weihnachtsgottesdienste anbieten, sind dazu verpflichtet, die geltenden Corona-Vorschriften einzuhalten. „Es muss in jedem Fall ein Hygienekonzept vorliegen. Die Kontakte müssen auch draußen nachverfolgt werden können“, heißt es von einer Sprecherin der Bremischen Evangelischen Kirche. Der Mindestabstand von 1,50 Metern muss permanent eingehalten werden. Sollten mehr als 100 Personen an einem Gottesdienst teilnehmen wollen, muss die Gemeinde hierfür einen Antrag stellen. // *24hamburg.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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