Weltkriegsbombe: Entschärfung am Sonntag

Möglicher Bombenfund in Bremen: Bürgern steht Massenevakuierung und Verkehrschaos bevor

Bremer Bürger sollen evakuiert werden. Im Stadtteil Walle ist möglicherweise eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Auch der Verkehr wird massiv beeinträchtigt.

  • Möglicherweise Weltkriegsbombe in Bremen gefunden.
  • Mehr als 10.000 Menschen von Evakuierung am Sonntag betroffen.
  • Bahnstrecke Hamburg - Bremen betroffen.

Bremen - Auf einer Baustelle im Bremer Stadtteil Walle ist ein verdächtiger metallischer Gegenstand im Boden entdeckt worden, bei dem es sich um eine Weltkriegsbombe handeln könnte. Eine mögliche Entschärfung samt weiträumiger Evakuierung ist für den kommenden Sonntag geplant, wie die Polizei Bremen berichtet.

Bremen: Von Bombenfund wären bei Evakuierung 10.000 Menschen betroffen

Bei einer Evakuierung sind nach ersten Schätzungen mehr als 10.000 Menschen betroffen. Je nach Größe der Weltkriegsbombe betragen die Evakuierungsradien 300 bis 400 Meter. Welcher Radius eingehalten werden muss, kann die Polizei Bremen erst am Sonntagmorgen mitteilen.

Stadt:Bremen
Fläche: 325,56 km²
Bevölkerung:567.559 (2019)
Vorwahl:0421

Betroffen von den Maßnahmen sind in jedem Fall die Bahnstrecke zwischen Bremen und Hamburg und der Autobahnzubringer Überseestadt. Aus diesem Grund kann es ab 7 Uhr auch Einschränkungen und Ausfälle bei Bahnen, Bussen und Straßenbahnen geben.

Polizei: Ist Fund in Bremen-Walle eine Weltkriegsbombe?

Experten des Kampfmittelräumdienstes werden das Objekt, das sich in etwa fünf Metern Tiefe am Osterfeuerberger Ring in Höhe Dithmarscher Freiheit befindet, freilegen und genauestens untersuchen. Sollte es sich um eine Bombe handeln, werden die Anwohner evakuiert. Die Polizei Bremen bittet schon jetzt Bürger, die in diesem Bereich wohnen, sich darauf einzustellen, gegebenenfalls am Sonntag, 5. Juli, ab 9 Uhr ihre Wohnungen zu verlassen und sich außerhalb des Sperrkreises zu begeben.

Im Bremer Stadtteil Walle wurde möglicherweise eine Weltkriegsbombe gefunden.

Als Aufenthaltsort für evakuierte Bürger steht die Messe Bremen, Halle 4, zur Verfügung. Wegen der Coronavirus-Krise ist eine Mund-Nase-Bedeckung erforderlich. Weil sich die Dauer der Evakuierungsmaßnahme nicht abschätzen lässt, sollten gegebenenfalls einzunehmende Medikamente sowie Essen und Getränke nicht vergessen werden, teilt die Polizei Bremen weiter mit. In der Halle werden alle notwendigen Abstands- und Hygienemaßnahmen eingehalten.

Bremen: Bei möglicher Bombenentschärfung gilt Evakuierungsradius von bis zu 1.000 Metern

Alle Gebäude in direkter Umgebung des Fundortes in Bremen-Walle, dem „inneren Kreis“, müssen geräumt werden. Hierfür müssen alle Personen die Wohn- und Geschäftsräume verlassen. Im „äußeren Kreis“ um den Fundort dürfen sich während der Entschärfung keine Menschen außerhalb der Gebäude aufhalten. Dieser Bereich kann einen Radius von bis zu 1.000 Metern haben.

Während der möglichen Bombenentschärfung sollen die Bewohner die Nähe zu Fenstern meiden und sich in Gebäudeteilen aufhalten, die abgewandt von der Bombe liegen. Die Polizei Bremen veröffentlichte auf ihren Social Media-Kanälen eine Karte mit den möglichen Evakuierungskreisen.

Kranke, nicht gehfähige Personen, werden gebeten, sich ab Donnerstag bei der Feuerwehr unter der Telefonnummer 0421/30303 zu melden. Die Polizei Bremen hat am Sonntag, 5. Juli, ab 8 Uhr, unter der Rufnummer 0421/362-3895 ein Bürgertelefon für Auskünfte besetzt. Eine Bandansage mit den wichtigsten Informationen ist zusätzlich ab sofort unter 0421/362-4491700 geschaltet.

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