WK-Bike mit 43 Stationen am Start: Neues Bikesharing-System für Bremen

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Die Fahrradstadt Bremen bekommt ein neues Bikesharingsystem. Ab dem 19. Juni stehen zunächst 325, später 450 Räder an 43 Stationen im gesamten Stadtgebiet bereit. Betrieben wird das Angebot unter dem Namen WK-Bike vom „Weser Kurier“ in Kooperation mit der BSAG und „Bremen Bike it“. Nutzer können in 50 weiteren Städten auf die Räder von Nextbike zurückgreifen.

Statistisch soll es die Fahrradstadt Bremen auf vier Räder pro Kopf bringen. Wer dennoch keinen eigenen Drahtesel parat, einen Platten oder die letzte Bahn verpasst hat, kann nun ebenso auf ein neues Verleihsystem zurückgreifen, wie Touristen und Besucher der Hansestadt. Kurz nachdem der Mitbewerber Limebike aus finanziellen Gründen die Segel gestrichen und das Rad-Abo vom Startup Swapfiets am Wall eröffnet hat, geht WK-Bike an den Start.

Ganz unkompliziert per App, so lassen sich die neuen WK-Bikes leihen. Bloß eben den QR-Code scannen oder die Rahmennummer eingeben und schon öffnet sich das Schloss. In Zukunft soll es außerdem eine Kundenkarte geben, mit der man auch ohne App auskommt. Am Ziel angekommen, wird das Rad einfach wieder abgeschlossen. Jede angefangene halbe Stunde kostet dabei einen Euro, mehr als neun Euro pro Tag werden jedoch niemals berechnet. Heavyuser können außerdem für 48 Euro einen Jahrespass erwerben und zahlen dann jeweils die ersten 30 Minute keinen Cent. Der Clou: „Weser Kurier“- und BSAG-Abokunden nutzen das Spezialangebot ohne Mehrkosten.

Die 43 virtuellen Stationen werden in der zugehörigen App angezeigt, zwischen Hauptbahnhof, Alter Neustadt, vorderer Überseestadt und dem gesamten Osterdeich besteht eine sogenannte Flexzone. Dort können die Räder standortunabhängig ausgeliehen und abgestellt werden. Die virtuellen Stationen sind an touristischen Hotspots, in Wohngebieten sowie Verkehrsknotenpunkten gelegen und sollen mit der Zeit baulich erschlossen werden.

Für David Koopmann vom „Weser Kurier“ ist das Angebot eine Stärkung der nachhaltigen Mobilität und gleichzeitig ein ganz neuer Geschäftsbereich. Und die BSAG? Holt die sich mit den Leihrädern nicht einen Rivalen für die Fahrgäste ins Boot? „Für uns sind Fahrrad, Bus und Bahn keine Konkurrenten. Im Gegenteil: Gemeinsam bilden wir eine starke Allianz für eine umweltverträgliche moderne Mobilität in unserer Stadt“, sagt Hajo Müller von der Bremer Straßenbahn AG. „Als Verkehrsdienstleisterin denken wir in Mobilitätsketten, für die jeder Fahrgast seine persönliche Art der Fortbewegung nutzt. Dazu passt das neue WK-Bike. Es ermöglicht unseren Kunden künftig, den sogenannten letzten Meter von der Haltestelle bis zum Ziel bequem und schnell mit dem Rad zurücklegen zu können.“

Für „Bremen Bike it“, das städtische Radverkehrsprojekt der Wirtschaftsförderung, ist das neue Angebot wie Wasser auf die Mühlen. „Wir halten WK-Bike für ein wichtiges weiteres Angebot, um mehr Menschen für das Radfahren in Bremen zu begeistern. WK-Bike bietet insbesondere für unsere Gäste eine attraktive und flexible Möglichkeit, sich in der Stadt zu bewegen“, sagt Jens Joost-Krüger von der WFB.

Technisch umgesetzt wird WK-Bike vom Abieter Nextbike. Das Leipziger Unternehmen ist in über 50 weiteren Städten in Deutschland siwe insgesamt 24 Ländernaktiv. Wer sich einmal registriert kann die Räder beispielsweise auch in Hamburg, Berlin oder Köln nutzen. Außerdem können bis zu vier Bikes gleichzeitig ausgeliehen werden. Regelmäßige Wartungen und Reparaturen sollen verhindern, dass kaputte Räder herumstehen. Für den Fall der Fälle ist ein Callcenter jedoch rund um die Uhr erreichbar. Na denn, gute Fahrt!

Weitere Infos unter www.wk-bike.de 

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