Unterwegs mit kleinen Entdeckern

Science mit Kids: Was ein Besuch im Planetarium taugt – und 7 weitere Tipps für Bremen

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In diesen Locations in Bremen können Kinder ihren Entdeckergeist rauslassen.

Die Freizeitgestaltung mit Kind kann ja manchmal durchaus schwierig sein. Schließlich wollt Ihr nicht irgendeinen Mist mit dem Nachwuchs unternehmen. Am besten sollen die Knirpse Spaß haben und nebenbei vielleicht sogar etwas lernen. Denn in jedem Kind steckt ja ein kleiner Entdecker, der sich für Naturwissenschaften schnell begeistert. Wir haben für Euch getestet, ob ein Besuch im Bremer Olbers-Planetarium diese Bedingungen erfüllt. Und oben drauf bekommt Ihr gleich noch 7 weitere (R)Ausgeh-Tipps für einen gelungenen Science-Tag mit Kids. 

Was tun mit einem Kind an einem Samstag? Ganz ehrlich, da habe ich keine Ahnung. Ich habe kein Kind, und mit meinem kleinen Bruder würde ich an einem Samstag eher im Bremer Bermudadreieck enden – aber der ist auch längst nicht mehr im Grundschulalter. Mit einer siebenjährigen Begleitung muss man sich da schon etwas anderes einfallen lassen. Nach kurzer Onlinerecherche fällt die Entscheidung: Wir geben dem Olbers-Planetarium in Bremen eine Chance. Weltraum, Technik, Science – welches Kind ist davon nicht begeistert?

Das Planetarium ist nicht an einer riesigen Kuppel zu erkennen, sondern liegt etwas versteckt in einem Gebäude der Hochschule Bremen. Das ist so, weil es ursprünglich nicht für unterhaltsame Vorstellungen, sondern für Unterrichtszwecke angeschafft wurde. Wer also mehr über die Sterne an Bremens Himmel erfahren will, muss einen unscheinbaren Bau des Fachbereichs für Nautik und Wirtschaft an der Werderstraße 73 betreten.

Mit bestens gespitzten Stiften kann man die Wartezeit bis zur Vorstellung gut überbrücken.

Dort angekommen werden wir wirklich freundlich begrüßt. Weil reservierte Karten allerdings eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden müssen, sind wir viel zu früh da. Aber hier weiß man wohl, dass dreißig Minuten eine Ewigkeit für ein Kind bedeuten können, und hat sogar ungefragt Malzeug parat. Damit wäre die Stimmung bis zum Beginn der Vorstellung schon mal gerettet.

Zum Abschluss leuchtet der Bremer Sternenhimmel 

Wir haben ein Kinderprogramm mit dem Titel „Ronja und die verschwundene Sonne“ ausgesucht. Wie der Name schon sagt, dreht sich die Geschichte um die kleine Ronja. Sie reist dank eines Zauberbuchs fast tausend Jahre in die Vergangenheit, trifft eine echte Hexe und muss das Rätsel um die verschwundene Sonne lösen. Dabei wird erklärt, dass die Erde um die Sonne kreist und wie eine Sonnenfinsternis entsteht. Zwischendurch dürfen die Kleinen mit ihrem Wissen über die Sterne glänzen, denn Ronja kann Ihr Abenteuer nur mit der Hilfe der Zuschauer bestehen. Dazu müssen die Kinder immer wieder mehr oder weniger schwierige Fragen beantworten.

Ronja kann ihr Abenteuer nur mit Hilfe der Kinder bestehen.

Zum Abschluss erleuchtet der Bremer Sternenhimmel in der Kuppel des Planetariums. Die ist zwar klein, der Anblick der strahlenden Sterne ist trotzdem beeindruckend. Denn so sieht man den Himmel über Bremen nie, Stichwort Lichtverschmutzung. Jetzt werden die Sternzeichen der Besucher an dem künstlichen Himmel gezeigt und Fragen aller Art beantwortet. Das ist erstaunlich interessant, und die meisten Kinder sind voller Begeisterung dabei. Auch die Erwachsenen verlassen das Planetarium vermutlich mit etwas mehr Wissen als zuvor.

Fazit

Das Olbers-Planetarium ist ein Kleinplanetarium mit einer Kuppel von gerade mal sechs Metern und nur 35 Plätzen. Die verwendete Technik wirkt nicht allzu modern. Entsprechend wird hier kein überbordendes Entertainment-Feuerwerk abgebrannt. Aber die Geschichte wurde gut erzählt, die Mitarbeiter waren bei unserem Besuch wahnsinnig freundlich und motiviert und sowohl Erwachsene als auch Kinder wirkten nach der Vorstellung ziemlich zufrieden. Mit vier Euro bei einer Kindervorstellung sind die Preise zudem wirklich fair.  Ich werde mich wohl demnächst auch mal in eine Vorstellung für Erwachsene wagen. Alle weiteren Infos hier.

Noch mehr Ausflugs-Tipps für kleine Forscher

Auf Forschungsreise im Universum: Die Milchstraße im Bremer Universum (Wiener Straße 1a) ist der ideale für kleine Forscher ab drei Jahren, um die Zusammenhänge der Welt ganz altersgerecht zu entdecken. Aber auch ältere Kinder werden von der von den Themenbereichen Mensch, Natur und Technik begeistert sein. Wer sich nach so viel naturwissenschaftlichem Input austoben muss, ist auf dem großen Spielplatz auf dem Außengelände genau richtig. Alle weiteren Infos hier.

An der Plasmakugel im Universum Bremen können Blitze geleitet werden.

Sehen, hören und staunen im Rundfunkmuseum: Musik kommt aus dem Handy, Serien laufen als Stream zu jeder Tages- und Nachtzeit und natürlich ist alles digital. Für Kinder vollkommen normal, aber wie hat die TV- und Rundfunktechnik eigentlich früher funktioniert? Im Bremer Rundfunkmuseum (Findorffstraße 22-24) könnt Ihr Euren Kindern einen Einblick in die technische Welt von damals geben. Alle weiteren Infos hier.

Die Welt im Übersee-Museum entdecken: Die Welt auf eigene Faust entdecken und erleben – im Bremer Übersee-Museum (Bahnhofsplatz 13) ist das für Kinder kein Problem, und ein Riesenspaß zugleich. Darüber hinaus werden kindgerechte Vorträge, Museumsrallyes, Familienaktionen und Ferienprogramme angeboten – zugeschnitten auf das jeweilige Alter. Alle weiteren Infos hier.

Experimente und Tierführungen in der botanika: In jedem Kind steckt ein kleiner Erforscher – und der kommt zum Beispiel immer sonntags in der botanika (Deliusweg 40) voll auf seine Kosten. Mit spielerischen Experimenten im Entdeckerzentrum ist der Bachwuchs der Natur auf der Spur. Tierführungen stehen immer samstags auf dem Programm. Alle weiteren Infos hier.

Im Entdeckerzentrum der Bremer botanika gibt es viel zu sehen.

Zu Besuch beim Flughafen Bremen: Flughäfen üben eine magische Anziehungskraft auf Kinder aus. Was und wie da eigentlich alles passiert, könnt Ihr Euch bei einer der speziellen Kinderführungen am Sonntag anschauen. Alle weiteren Infos hier.

Im Bauch vom U-Boot: Im Museumshafen von Bremerhaven (Hans-Scharoun-Platz 1) liegt das U-Boot „Wilhelm Bauer“. Für die Erwachsenen mag die Enge im Inneren genauso bedrückend sein wie die Schrecken des 2. Weltkriegs, Kindern sind dagegen vor allem von der Technik beeindruckt. Alle weiteren Infos hier.

Expedition im Klimahaus: Im Klimahaus Bremerhaven (Am Längengrad 8) lernt Ihr nicht nur die verschiedenen Klimazonen der Erde kennen. Ihr könnt dort sogar übernachten oder mit einer Taschenlampe im Dunkeln auf Expedition gehen. Wer wissen will, wie die Welt funktioniert, ist hier genau richtig. Alle weiteren Infos hier.

Im Klimahaus Bremerhaven kommen junge Forscher voll auf ihre Kosten.

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