Pizza, Popcorn und Co.

Streetfood und mehr: Darum lohnt ein Besuch in der Markthalle Acht

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Die Markthalle Acht am Domshof hat nicht nur Streetfood zu bieten. 

In der Markthalle Acht wird seit der Eröffnung Ende November 2016 Streetfood und mehr serviert, aber was kann das Schlemmer-Angebot am Bremer Domshof wirklich? Die nordbuzz-Redaktion hat sich durch die Markthalle gefuttert und bereits persönliche Favoriten ausgemacht.

„Ace of Spades“ – Die beste Pizza Bremens?

Schon bei der Eröffnung der Markthalle Acht wurde mir die Pizza von „Ray Gun“ von einem Bekannten nachdrücklich empfohlen. Das sei die „beste Pizza Bremens“, müsse ich unbedingt probieren. Iss klar, die beste und so, genau, bis dann. Neugierig war ich natürlich trotzdem – und ja, die Pizza kann tatsächlich was, zumindest die „Ace of Spades“, die ich seither mehrmals gegessen habe. Tiroler Speck, Walnuss, Zwiebeln und Chili auf dünnem, fast knusprigen, Teig harmonieren hervorragend – ein Taste abseits des Standards, den ich uneingeschränkt empfehlen kann, auch wenn der Preis von 9,50 Euro für eine vergleichsweise kleine Pizza alles andere als ein Schnapper ist. Ob es letztendlich reicht, um einen Platz in den Top-5 der besten Pizzen Bremens abzugreifen, soll an dieser Stelle nicht geklärt werden, ein Kandidat ist Ray Gun aber allemal.

Timo Strömer, Leitender Redakteur

Empanadas aus der „Taperia La Piconera“: Das war doch was...

Mit der spanischen Küche hatte ich nie viel am Hut. Tapas und Paella, die vermutlich jedem Balearen-Touri zuerst in den Sinn kommen: Nicht mein Ding. In der Markthalle Acht stolperte ich aber mehr zufällig über ein anderes typisch spanisches Gericht, das auf der Theke der „Taperia La Piconera“ zuerst wie ein Blech mit Kuchen aussah. Ich las das Schild: Empanadas. Es klingelte. Das kannte ich von früher aus der TV-Serie „King of Queens“. Die Folge mit Trish, der super anstrengenden Kurzzeitfreundin von Carrie Heffernan, die am liebsten Empanadas aß, unglaublich nervte und auf gar keinen Fall etwas von ihrem Leibgericht abgab. Komisch, dass mir das im Gedächtnis geblieben ist, aber gut. Empanadas: Hier ist Eure Chance.

Ich bekomme gefüllte Teigtaschen serviert und lasse mir von der spanischen Köchin noch versichern, dass das die typisch spanische Variante ist: Mit Thunfisch, Paprika, Tomaten und Zwiebeln. Solide Kombi, denke ich. Hätte ich mir so allerdings nie selbst so zusammengestellt. Demnach erwarte ich auch nicht all zu viel – zu unrecht, tatsächlich. Die unscheinbaren Teigtaschen schmecken viel besser als ich es mir vorgestellt hatte. Der Thunfisch ist nicht zu dominant, der Teig würzig und trotz augenscheinlich einer Menge Öl dennoch schön knusprig. Mir fehlen ja durchaus Vergleichsmöglichkeiten, ich kann mir aber trotzdem denken, dass Empanadas genau so sein müssen wie in der „Taperia La Piconera“. Da geht auch der Preis von 3 Euro pro Stück klar. Leckerer Snack für Zwischendurch. Schöne Neuentdeckung.

Tobias Picker, Redakteur

Regional & abwechslungsreich – Das Lütt Köök Huus

Um das Lütt Köök Huus zu finden muss man sich vom Haupteingang geradewegs auf den Weg zum anderen Ende der Markthalle Acht machen. Dort angekommen wartet ein täglich wechselndes Angebot aus Suppen, Quiches, und anderen Hauptgerichten auf die hungrigen Besucher. Hört sich nicht besonders spannend an, doch kulinarische Langeweile ist hier nicht angesagt. So kredenzt man Euch etwa Buttermilch-Kartoffelsuppe mit Pumpernickelknusper und Apfel-Quittenkompott oder Ziegenkäseflan mit Rotkohlsalat und Semmelknödeltaler. Solche Köstlichkeiten rührt Koch Daniel aus weitgehend regionalen und saisonalen Produkten zusammen und wer sich an die manchmal ungewöhnlich klingenden Kombinationen wagt, wird immer belohnt. Wenn die Mittagspause lang genug ist, kann man gleich noch ein Stück Kuchen nachlegen und dazu wirklich guten Kaffee trinken. Wer frei hat darf sich natürlich auch ein Gläschen Wein gönnen. Zum Wohl!

Anne Beny, Redakteurin

Onkel Ba‘s Street Kitchen – Wenn die Nudelsuppe original schmeckt wie in Vietnam

Nach drei Wochen Vietnam-Reise und unzähligen Schalen Pho, hätte die Spannung kaum größer sein können. Wie schmeckt sie in Bremen, die Nudelsuppe aus Süd-Ost-Asien? Unmittelbar nach meiner Rückkehr wage ich den Versuch und koste das vietnamesische Nationalgericht in der Markthalle Acht. Sie besteht bei Onkel Ba‘s Street Kitchen aus einer herzhaften Brühe, Koriander, Thai-Basilikum, Sprossen und wahlweise Rind- oder Hähnchenfleisch, auch eine Tofu-Variante ist erhältlich. Dass sie mit 6,90 bzw. 6,50 Euro gut und gerne drei- bis viermal so teuer ist, wie in Vietnam – geschenkt. Doch das scheint der wesentlichste Unterschied zu sein. Geografisch liegen tausende Kilometer zwischen Saigon und Bremen, geschmacklich trennt beide Suppen nicht viel. Charakteristisch ist vor allem auch das Zitronengras, das muss man mögen. Wenn dem so ist, bekommt man eine leckere, warme und gesunde Alternative zur Bratwurst. Und auch abseits der Phó lohnt sich ein Besuch bei Onkel Ba, denn obendrein gibt es vorzügliche Currys und ein äußerst freundliches Personal. Geistiger Vater hinter Onkel Ba ist Güngör Cerrah

Joschka Schmitt, Redakteur

GoldCorn-Popcorn: Eine kulinarische Überraschung

Popcorn schmeckt nach nichts, ist gleichzeitig trocken und pappig und man beißt sich daran die auch noch die Plomben aus. Kurzum: Ich würde nie auch nur einen Cent für den gepoppten Mais mit dem faden Geschmack ausgeben. Dachte ich zumindest. Bis ich in der Markthalle Acht auf einen Bekannten wartete, der sich ordentlich verspätete. Während ich gelangweilt in der Halle herumstand, bot mir die nette Dame hinterm Stand von GoldCorn an doch mal ihr Produkt zu testen. Aus Höflichkeit und weil ich gerade nichts Besseres zu tun hatte, griff ich in eine der Probierschüssel. Meiner Erwartungen waren gleich null, die Überraschung umso größer. Das Popcorn schmeckte überragend! So überragend, dass ich mir gleich eine große Tüte kaufte. Zugegeben das ist ganz schön teuer. Dafür ist jedes einzelne Korn perfekt aufgepoppt und es gibt nicht ein einziges hartes Stück mehr in der Tüte. Außerdem wird hier nicht einfach Zucker oder Salz auf die Körner geschmissen. Das Popcorn kommt in Geschmacksrichtungen wie „Caramel Peanut“, „Hazelnut“ oder „Caramel Almond“. Mein Favorit ist die perfekte Mischung aus süß und salzig: „ Butter Caramel Seasalt“. Die macht sogar einen bekennenden Popcorn-Hasser eine Tüte lang ziemlich zufrieden. Einfach mal bei der netten Dame ausprobieren.

Lars Kattner, Redakteur

Öffnungszeiten der Markthalle Acht:

Dienstag bis Samstag: 10 bis 20 Uhr

Wochenmarkt: Dienstag, Mittwoch, Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr

Streetfood-Donnerstag: 10 bis 22 Uhr

Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

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