Schon 8.000 Becher im Umlauf

Eine Erfolgsgeschichte: So vermeidet Ihr mit RECUP in Oldenburg Coffee-to-go-Müll

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RECUP-Mitbegründer Florian Pachaly (v.l.), Agenda-21-Beauftragte Inka Thole, Umweltdezernentin Gabriele Nießen und Pascal Oetjegerdes vom RECUP-Partner „Heimathaven“.

Es scheint eine echte Erfolgsgeschichte zu werden, das RECUP-Projekt in Oldenburg. Nach einem halben Jahr sind bereits 8.000 umweltfreundliche Coffee-to-go-Pfandbecher im Umlauf. und Ihr könnt dafür sorgen, dass es immer mehr werden. Umweltschutz kann ja so einfach sein!

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Die Idee kam Florian Pachaly beim Kaffee an der Uni. Wo auch sonst? Der 22-Jährige hatte den Müll-Irrsinn einfach satt: „Jeder Student stand in den Pausen auf dem Campus mit Einwegbechern herum.“ Der Coffee-to-go ist zwar schön bequem, aber auch verheerend für die Umwelt: 320.000 Becher werden pro Stunde (!!!) in Deutschland nach einmaligem Gebrauch in den Müll geworfen.

In Fabian Eckert (28), der zur selben Zeit nach einer Lösung des Problems suchte, fand Florian Pachaly einen Gleichgesinnten: Zusammen entwickelten die beiden Jungunternehmer den Lösungsansatz „RECUP“: einen Mehrweg-Pfandbecher für den Kaffee zum Mitnehmen. Am 2. November 2016 starteten die beiden mit einem Pilotprojekt in Pachalys Heimatstadt Rosenheim, heute ist das System in 23 Städten – unter anderem in München, Berlin, Köln, Augsburg, Ludwigsburg und Oldenburg – an mehr als 800 Standorten verbreitet.

So funktioniert RECUP

Coffee-to-go-Kunden kaufen ihren Kaffee im RECUP-Becher in einem der Partnercafés, hinterlegen 1 Euro Pfand und erhalten gegenüber dem Kaffee im Einwegbecher zusätzlich einen Preisvorteil. Leere Becher können deutschlandweit bei allen RECUP-Partnern wieder abgegeben werden, um das Pfand zurückzuerhalten. Die Becher werden vor Ort oder durch RECUP gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Alle teilnehmenden Anbieter lassen sich jederzeit über die RECUP-App einsehen, auch der kürzeste Weg zum nächsten Partner kann darüber angezeigt werden.

Und warum soll Plastik- und Pappbechermüll ausgerechnet mit einem Pfandbecher aus Plastik vermieden werden? Auch das wird der RECUP-Gründer oft gefragt. Seine Antwort: „Für einen Mehrweg-Pfandbecher ist momentan das Material Polypropylen die nachhaltigste Alternative. Becher aus diesem Material können viel länger im Kreislauf des Pfandsystems gehalten werden. Sie machen mindestens 500 Spülgänge mit und sind extrem bruchsicher.“

Diese Betriebe machen in Oldenburg mit

  • Bäckerei Behrens-Meyer/Le Café
  • Bäckerei Bruno
  • Bäckerei Müller-Egerer
  • Bastwöste-Marktcafé
  • Café am Steinweg (Evangelisches Krankenhaus)
  • Café Kurswechsel in der VHS
  • Café Leutbecher
  • Café MitMensch im Büsingstift
  • Café Rundblick (Reha-Zentrum)
  • Café Woyton
  • Cafeteria in der BBS Haarentor
  • Heimathaven Oldenburg
  • Käthe Kaffee (Kaiserstraße)
  • OLantis-Gastronomie
  • OVS-Gastronomie in den Weser-Ems-Hallen
  • Salon 7 (Baumgartenstraße)
  • Vita-Catering in der Helene-Lange-Schule

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