#pickerpumpt Teil 3

Selbstversuch Waschbrettbauch: Darum purzeln jetzt die Pfunde

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Hälfte geschafft. Der Zwischenstand nach 6 von 12 Wochen Training.

nordbuzz-Redakteur Tobias Picker steckt mitten in einem Selbstversuch. Das Ziel: Ein Waschbrettbauch – und zwar so schnell wie möglich. Sechs Wochen sind mittlerweile geschafft, und der Kollege hat unter Anleitung der Jungs vom „Fitness Loft“ in Bremen unheimlich was an Fett verbrannt. Im dritten Teil seines Berichts erzählt er hier, wie das funktioniert hat.

Eine Anekdote vorweg: Einige Monate ist es her, da bestellte ich mir eine Jeans – online. Katastrophe. Ist eigentlich gar nicht meine Art, und die Strafe folgte auf den Fuß: Das Ding passte nicht. Nun hatte ich es Wochen später wegen diverser Unzulänglichkeiten versäumt, die Hose fristgerecht zurückzusenden, und so fristete sie ein trauriges Dasein unter den anderen Klamotten. Bis heute, denn seit ich vor sechs rund Wochen mit meinem Selbstversuch Waschbrettbauch begann, ist viel passiert.

Erfahrungen kamen, Kilos gingen – Sechs, um genau zu sein. Sechs Kilo in sechs Wochen, obwohl ich ja auch noch reichlich Muskulatur dazu bekommen habe. „Perfekt“ fasste diesen Fakt dann auch „Fitness Loft“-Geschäftsführer Denis zusammen. Das Studio in der Bremer Neustadt hatte die Herausforderung angenommen und mir ein Programm über 90 Tage zusammengestellt – dann sollte ich das Ziel Waschbrettbauch erreicht haben. Mittlerweile ist also die Hälfte 'rum, und ich halte es eigentlich gar nicht mehr für so unwahrscheinlich, dass ich das in nur zwölf Wochen schaffen könnte – zumindest nicht mehr so unwahrscheinlich wie damals, als ich noch sechs Kilo mehr wog.

Hälfte geschafft. Der Zwischenstand nach 6 von 12 Wochen Training.

Dass die Pfunde so rasant purzeln, ist natürlich kein Zufall. Ernährungsumstellung klar, das hat einen enormen Effekt, doch auch das Trainingsprogramm aus halb Kraft-, halb Intervalltraining tut sein Übriges. Das Intervalltraining, das ich alle zwei Tage mache, ist sogar die ideale Lösung, um Fett zu verbrennen – nur falls Ihr das auch mal versuchen wollt. Aber warum funktioniert das eigentlich besser, als wenn ich regelmäßig ein Stündchen entspannt joggen gehen würde?

Darum funktioniert das Intervalltraining so gut

Nach 6 Wochen hat sich schon einiges getan.

Beim Intervalltraining wechseln sich Phasen maximaler Belastung mit Entspannungsphasen ab. Heißt: 30 Sekunden Sprinten, 30 Sekunden joggen, mehrmals wiederholt inklusive Warmlaufen und Auslaufen, um den Puls wieder 'runter zu holen, ist man nach einer Viertelstunde fertig. Zeitlich ist das angenehm, sonst aber nicht. Tatsächlich ist es wirklich ziemlich eklig, so an die Grenze zu gehen. Da würde ich tatsächlich eine Runde Jogging vorziehen, auch wenn's länger dauert. Ist aber nicht drin.

„Dazu muss man wissen“, holt Denis aus, „nach dem Training hast du einen sogenannten Nachbrenn-Effekt.“ Das heißt: Die Energie steigt nach dem Training an. Es macht also auch abends auf der Couch einen Unterschied, ob man vorher trainiert hat oder nicht. Woher das kommt, weiß man nicht so genau – nur dass es so ist. „Man vermutet, dass es daran liegt, dass du Schäden in Deiner Muskulatur anrichtest. Und um die wieder aufzubauen, kostet es den Körper zusätzliche Energie“, sagt Denis.

Jetzt ist es so, dass der Nachbrenn-Effekt nach dem Joggen allerdings nicht so hoch ist. Nach einer halben oder ganzen Stunde ist der Zauber auch schon wieder vorbei – dann ist man wieder auf seinem normalen Niveau, was den Energieverbrauch angeht. Ganz anders sieht es beim Intervalltraining aus: „Dadurch dass es sehr kurz ist, verbrennst du beim Training natürlich nicht so viele Kalorien“, erklärt Denis, „aber der Nachbrenn-Effekt nach dem Training ist extrem hoch und hält bis zu 24 Stunden an.“ Vermutlich eben deswegen, weil man seinem Körper beim Intervalltraining größeren Schaden zufügt und er länger mit der Regeneration beschäftigt ist.

Fett verbrennen auf der Couch – dank Intervalltraining

Und jetzt kommt wieder die Couch ins Spiel. Man ist nach dem Training ja wieder in seinem normalen Alltag – also auch auf der Couch. Und immer wenn man sich wenig belastet, zieht der Körper die erforderliche Energie hauptsächlich aus Fett, weil er dafür Sauerstoff braucht. Das kann er nicht, wenn die Belastung zu hoch ist, weil dann die Energiegewinnung aus dem Fett zu langsam geht. Nun möchte der Körper seine Energie aber sehr gerne aus dem Fett gewinnen, weil Fett viel mehr Energie liefert als Kohlenhydrate – doppelt so viel, sogar. Auf der Couch wird man also rund 80 Prozent seiner Kalorien aus Fett beziehen, plus die Kalorien, die man zusätzlich benötigt, die ebenfalls aus dem Körperfett kommen.

In Amerika ist das Prinzip schon länger bekannt als bei uns. Und zahlreiche Studien haben belegt, dass das Intervalltraining besser ist als Kardio mit einer gleichbleibenden Belastung. Ich jedenfalls werde dann mal ganz nach amerikanischem Vorbild meinem Körper weiterhin ordentlich Schaden zufügen, damit der die Eisen dann wieder aus Feuer holen kann. Hauptsache es brennt.

So geht's weiter:

Teil 1: So fing alles an

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