Und es gibt noch so viel mehr...

Von A bis Z: 26 Dinge, die Du über Oldenburg wissen solltest 

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Moin Oldenburg, Du wunderschöne Stadt! Eigentlich sind 26 Buchstaben viel zu wenig, um all Deine tollen Ecken zu beschreiben – wir wagen trotzdem einen Versuch. Viel Vergnügen mit unseren Oldenburg-ABC! Übrigens: Falls Ihr etwas vermisst, packt es in die Kommentare! 

Asphalt

„Asphalt, das Straßenmagazin, die Obdachlosenzeitung!“ – Jeder von uns hat diesen Spruch schon einmal in der Stadt gehört. Mal mehr, mal weniger melodisch und teilweise mit einer ziemlich eigenwilligen Betonung wird die Zeitschrift in der Fußgängerzone für 2,20 Euro angepriesen. Mit dem Verkauf des Magazins können Menschen die wohnungslos sind oder waren ihrem Leben wieder Struktur verleihen. Übrigens: 1,10 Euro verdient ein Verkäufer pro Magazin. Also schaut beim nächsten Mal nicht genervt weg, sondern tut Gutes!

Bergstraße

Mit ihren niedlichen Häusern voller Sprossenfenster, bunten Farben und urigen Ecken ist die Bergstraße ein wahres Schmuckstück in der Oldenburger Innenstadt. Dank der gut erhaltenen mittelalterlichen Fassaden glänzt die kleine Gasse vor Romantik und ist wohl die meist fotografierteste Straße Oldenburgs. Hier befindet sich auch der höchste Punkt der Stadt – stolze 7,30 Meter über dem Meer.

Cäcilienbrücke

Sie trägt den Namen von Großgherzog Paul Friedrichs Gattin und ist bereits 90 Jahre alt: Die Cäcilienbrücke. Doch ob sie ihren 100. Geburtstag noch erleben wird, ist fraglich. Denn die alte Antriebstechnik der Oldenburger Oma ist mittlerweile rostig und an warmen Sommertagen klemmt es beim Heben und Senken. Mehrmals prüften Experten ob die Brücke nicht noch zu retten ist. Doch das Ergebnis war enttäuschend: Die Schäden an dem Bauwerk seien zu groß – die Brücke zu reparieren und damit zu erhalten sei nicht möglich. Nun planen verschiedene Ingenieure den Neubau der Brücke. Ein Antrag auf Baugenehmigung soll 2018 gestellt werden. Bis dahin bleibt die alte Cäcilie in Betrieb, so gut wie es eben geht.

Degode-Haus

Prächtiges Fachwerk, gelbe Verzierungen und viele niedliche Sprossenfenster – Das Degode-Haus am Markt ist einfach nicht zu übersehen. Wo heute Birkenstocks über die Ladentheke wandern, handelte um 1611 die Kaufmannsfamilie Degode mit ihren Waren. Doch hier lohnt sich nicht nur ein Blick von außen. Tipp: Im hinteren Teil des Ladens könnt Ihr die aufwendig bemalte Holzdecke bestaunen während Ihr die Schuhe probiert. Unbedingt mal ansehen! 

Eines Nachts in der Wallstraße

Stolze 300 Meter misst unsere Kneipenmeile mitten in der Innenstadt. Ob ein erstes Date bei einem Kaffee im Extrablatt, ein feucht-fröhlicher Cocktail-Abend im Strohalm oder süffiges Biervergnügen mit Livemusik im Fiddler's Green – in dieser Straße kann vor allem nachts (fast) alles passieren. Es hat schon seinen Grund, dass Studenten während ihrer ersten Woche an der Uni per Kneipenrallye in die Tiefen der Wallstraße eingeführt werden. Doch hier wird nicht nur bis in die Morgenstunden gefeiert, sondern auch geschlemmt. Sozusagen eine Meile für alle Sinne. 

Fußgängerzone

Keine angsteinflößende Straßenbahnen, schnuckelige Nebengassen und Waldemar, der irgendwo ein Liedchen trällert. Unsere Fußgängerzone ist einfach liebenswert. Auch wenn es in den eher engen Straßen gerade zu Weihnachten und an verkaufsoffenen Sonntagen ziemlich voll werden kann, lieben wir unsere Innenstadt. Die Bummelmeile ist übrigens in diesem Jahr 50 Jahre alt geworden. Seit dem 1. August 1967 ist das Herzstück der Stadt für den Autoverkehr gesperrt und seither auch bei vielen Auswärtigen sehr beliebt.

Grünkohl

Alles, was Ihr zur neuen Grünkohl-Saison wissen müsst, lest Ihr in der November-Ausgabe!

Was dem Kölner sein Karneval ist, ist dem Oldenburger sein Grünkohl. Sobald die neue Saison auf dem Rathausmarkt feierlich eröffnet wurde, werden auch die Bollerwagen vom Dachboden gekramt und herausgeputzt. Dick eingepackt und mit einem Schluckglas um den Hals ziehen die Vereine, Freundeskreise und Firmen dann bei ihrer Kohltour durch die Oldenburger und Ammerländer Straßen, um anschließend in der Gastwirtschaft der Wahl das grüne Gemüse zu futtern und natürlich kräftig zu feiern. 

Übrigens: Der Legende nach hat der Oldenburger Turnerbund diese Kohlfahrt erfunden. Ob das wirklich stimmt, wissen wir nicht. Aber wir haben den „Doktor-Grünkohl“ von der Uni Oldenburg gefragt, wo Grünkohl eigentlich wächst und was das Superfood alles kann. 

Hundehütten

Schöner Wohnen – das geht in Oldenburg ziemlich gut. Zum Beispiel in einer der beliebten Hundehütten. Die reich verzierten Häuser sind vor allem im Haarenesch- und Dobbenviertel zu finden und (leider) meist ziemlich teuer. Für so ein hübsches Heim müsst Ihr schon mindestens eine halbe Millionen hinblättern. Dennoch ist der Baustil von 1900 ein wahrer Augenschmaus. Je reicher der Hausherr damals war, desto aufwendiger wurde das Giebelhaus mit Stuck und Farbe ausgeschmückt.

Immobilienpreise

Ihr seid auf der Suche nach einer Wohnung, einem Grundstück oder gar ein Häuschen in Oldenburg und Umgebung? Ohje, das wird schwierig. Auch wenn es in der Stadt so viele schöne Ecken gibt, an denen es sich wunderbar wohnen lässt, ist es mittlerweile wirklich schwierig etwas passendes und vor allem bezahlbares zu finden. Im Schnitt zahlt Ihr in der Huntestadt für eine zwei bis drei Zimmer-Wohnung rund neun Euro Kalt-Miete pro Quadratmeter.  

Julius Mosen

Für die meisten ist der Julius-Mosen-Platz einfach eine von vielen Bushaltestellen, der Ort des Wochenmarktes oder eben ein Platz. Doch wer ist dieser Julius Mosen? Der gebürtige Vogtländer zählte zu den bekanntesten Dichtern und Denkern Deutschlands und lebte in einer Villa an der Ofener Straße. Mosen war Dramaturg am Hoftheater in Oldenburg. Leider wurde er schwer krank und verbrachte seine restlichen Lebensjahre im Bett.

Kennedy-Viertel

Wohnblock an Wohnblock. Rund 1000 Wohnungen. Am Anfang ein kleiner Kiosk, am Ende eine Dönerbude. Ein „Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf“ – so bezeichnet die Stadt Oldenburg das Kennedy-Viertel im Westen Oldenburgs. Viele Bürger halten die Straßenzüge rund um die Kenneystraße für ein Problemviertel. Doch nur wenige haben schon mal einen Blick hinter die Fassade geworfen. Was einst als Demonstrativbauvorhaben in den 60er und 70er Jahren gebaut wurde, ist in der Zwischenzeit für mehrere Millionen saniert worden.

Laufen, laufen, laufen

Wir Oldenburger legen nicht nur bei Grünkohltouren eine ordentliche Strecke zu Fuß zurück. Auch Schlosspark, Bürgeresch und Co. werden regelmäßig für Joggingrunden gekapert. So richtig sportlich wird’s alljährlich beim Oldenburg Marathon. Bei dem Lauf-Event gibt es zwar keinen richtigen Marathon mehr. Dennoch ist es ein Highlight in der Stadt. Bei so einem schönen sportlichen Wettkampf können wir auch die ganzen Straßensperrungen verknusen.

Moin Moin!

Auch wenn Oldenburg mittlerweile über 168.000 Einwohner hat und damit sogar Osnabrück überholt hat, ist und bleibt es ein großes Dorf. Und dort begrüßt man sich mit einem „Moin“ – egal ob morgens, mittags oder nachts.

Nachts in Oldenburg

Alle ambitionierten Hobby-Fotografen unter Euch sollten sich mal zur ruhigen Stunde in die Stadt aufmachen. Hier wird nachts nämlich nicht nur in den Clubs ziemlich wild gefeiert. So manche Ecken verwandeln sich in der Dunkelheit auch in wunderschöne Lichtermeere. Absolut empfehlenswert: Den Sonnenuntergang von der Huntebrücke aus ablichten.

Oldenburger Original

Eine Cap, Sonnenbrille und Gitarre – viel mehr braucht er nicht, um glücklich zu sein. Ohne ihn wäre Oldenburg nicht dieselbe Stadt. Auch wenn sich über seine musikalische Performance durchaus streiten lässt, ist Waldemar Weißkopf wirklich ein Oldenburger Original. Im Interview verriet er uns, dass er viele Fans habe, aber die jungen Leute ihn nicht so mögen würden.

Pferd 

So mancher hat das riesige Pferd vor der Volksbank in der Langen Straße vermutlich bereits erklommen, um ein Selfie zu schießen. Dabei ist das gar nicht so einfach. Denn der Pferderücken der 700 Kilogramm schweren Bronzefigur misst stattliche 170 cm. Auch wenn das Ross für viele Oldenburger einfach zur Innenstadt dazu gehört, weilt die Figur erst rund 10 Jahre in der Stadt. Am 29. Juni 2007 wurde die Skulptur vom Dresdener Künstler Walter Hilpert feierlich eingeweiht. Darstellen soll es übrigens „Donnerhall“, ein berühmtes Dressurpferd, das als Sport- und Zuchthengst zahlreiche Preise absahnte.

Quartier am Waffenplatz

Lange Zeit war der Waffenplatz einfach eins: ganz schön hässlich! Viele ärgerten sich über die stiefmütterliche Behandlung. Immer wieder gab es zwar neue Pläne und einige Veränderungen. Doch wirklich zufrieden waren die Oldenburger damit meist nicht. Mittlerweile hat sich zumindest rund um dem Platz einiges getan. Mit Royals & Rice und Peter Pane sind zwei beliebte Restaurants eingezogen. Außerdem plant die Stadt dem Waffenplatz noch 2017 mit einem Budget von rund einer Million Euro endlich auch ein schöneres Gesicht zu verpassen. Wir sind gespannt.

Radfahrerstadt

Mit 'n flotten Schwung hollt dien Drahtesel die jung! Gerade wer es eilig hat, sollte zur Rush-Hour in Oldenburg eher zum Fahrrad greifen, als sich ins Auto zu setzen. Denn da unsere kleine Stadt so schön schnuckelig ist, sind die Straßen leider oft ziemlich verstopft. Nach einer Umfrage der Stadt schwingen sich rund 43 Prozent aller Oldenburger auf ihren Drahtesel und sind damit nicht nur schneller, sondern auch gesünder unterwegs.

Stadtfest

Einmal in Jahr herrscht in der Fußgängerzone Ausnahmezustand – und zwar immer ab dem letzten Donnerstag im August. Dann verwandelt sich vom Lefferseck bis zum Schlossplatz alles in eine riesige Partymeile unter freiem Himmel. Bei dem alljährlichen Gefeiere werden rund 100.000 Liter Bier getrunken, 40.000 Liter Hydrantenwasser verbraucht und 12.000 qm Fläche mit Buden und Bühnen gefüllt – ein absolutes Highlight. Übrigens: Ein Stand auf dem Stadtfest kostet im Schnitt 800 Euro.

Stadtfest-Trubel zum Zweiten: Fotos vom Freitag in Oldenburg

Turm-Sahne

Die kleinen gelben Vierecke mit roter Schrift haben echten Kultstatus – zumindest bei den etwas älteren Semestern. Und auch die Jüngeren haben die süßen Bonbons wahrscheinlich schon das ein oder andere Mal beim Kramermarktsumzug gefangen. Die Brüder Alfred und Dr. Engelhard Loesing gründeten das Unternehmen 1949 und stellten die „Turm-Sahne Karamellen“ her. Die Süßigkeit machte „Turm-Sahne“ berühmt. Heute ist das Unternehmen Spezialist für die Herstellung von sterilisierter Kaffesahne in Glasflaschen.

Utkiek

Schöne Aussichten gibt es in der Stadt ja so einige. Doch einen wirklich weiten und vor allem grünen Blick habt Ihr beim Utkiek in Osternburg. Jahrhundertelang wurde hier Müll gelagert, was vielen Oldenburgern ganz schön auf die Nase schlug. Im Jahr 2003 hatte es dann endlich ein Ende mit der stinkenden Deponie. Heute wird die 48 Hektar große Fläche zum Beispiel beim Holi in bunte Farben getaucht. Mittlerweile gibt es in dem Park auch einen Fitnessparkour, Spazierwege und einen tollen Ausblick auf die Stadt. Übrigens: Die grünen Wiesen eignen sich auch für außergewöhnliche Fotoshootings.

VfB Oldenburg

Die blau-weiße Fußballgeschichte begann 1897, als ein paar Schüler des heutigen Herbartgymnasiums auf dem Exerzierplatz der Infanteriekaserne an der Kranbergstraße bolzten. Auf diesem Platz wurden damals übrigens auch Jahrmärkte und Pferderennen veranstaltet. Schnell wurde der erste Verein gegründet: der F.C. Oldenburg. Doch dabei blieb es nicht. Im Jahr 1919 schloss sich der F.C. mit dem FV Germania zusammen – die Geburtsstunde des „Vereins für Bewegungsspiele von 1897 e.V. Oldenburg“.

Walk of Fame

Einmal im Jahr wird in Oldenburg der rote Teppich ausgerollt und sorgt beim Internationalen Filmfestival für Hollywood-Glamour in der Stadt. Der ein oder andere erinnert sich womöglich vor allem an den Besuch von Nicolas Cage. Der mit seiner roten Sonnenbrille und im schicken schwarzen Anzug beim Festival 2016 für zahlreiche Selfies posierte. 

Nicolas Cage mit Stern geehrt – Die Verleihung in Bildern

Wie üblich, bekam er natürlich auch einen Stern auf dem Oldenburger „Walk of Fame“. Seit 2007 wurden hier bereits elf prominente Gäste mit einem Stern geehrt: Stacy Keach, Seymour Cassel, Peter Lohmeyer, Deborah Kara Unger, Matthew Modine, Mira Sorvino, Veronica Ferres, Sean Young, Joanna Cassidy, Nicholas Cage und Moritz Bleibtreu. Ihr habt die Sterne noch nie gesehen? Das ist keine Schande. Denn der Walk of Fame liegt etwas versteckt im Innenhof der Oldenburgischen Landesbank an der Gottorpstraße.

XY-Preis

Dass wir in Oldenburg aufeinander aufpassen, hat Marie-Isabel Kirmes aus Großenkneten bewiesen. Bei einem Spaziergang mit ihrem Hund verhinderte die 18-Jährige einen Übergriff auf ein fünfjähriges Mädchen. Für ihr mutiges Eingreifen bekam sie sogar den XY-Preis für Zivilcourage verliehen. 

Zum Drögen Hasen

1854 tauchte der Name „Drögen Hasen“ zum ersten Mal in den amtlichen Unterlagen auf. Über die Bedeutung des Namens streiten sich die Oldenburger noch heute. Ob es sich auf die Haaren (Nebenfluss der Hunte), einen Hasenbraten oder trockene Strümpfe bezieht, bleibt also ein Rätsel. Moment mal, trockene Strümpfe? So mancher Oldenburger erzählt davon, dass früher ein Sandrücken durch die Haare führte. Doch ganz trockenen Fußes konnte der Weg zur Gaststätte angeblich nicht bestritten werden. Somit wechselten die Städter im Lokal ihre Socken, die im niederdeutschen auch als „Hasen“ bezeichnet wurden. Heutzutage machen sich Oldenburger auf die Socken, wenn alljährlich der Frühtanz ruft.

Hä? Und was ist Nummer 26?

Den aufmerksamen Lesern unter Euch ist es wahrscheinlich aufgefallen: Da fehlt doch noch etwas... Was macht Oldenburg für Euch aus? Schreibt uns Euren kuriosen, lustigen oder schönen Fact zu unserer Lieblingsstadt in die Kommentare! 

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Jeder fünfte Deutsche hat es bereits getan: sich tätowieren lassen. Blöd nur, wenn irgendwann der auf der Haut namentlich verewigte Partner zum Ex-Partner wird, Motive nicht mehr gefallen oder ziemlich altmodisch geworden sind. Mit einer Laserbehandlung können sich Betroffene von diesen Tattoos verabschieden. Wir waren im Oldenburger Laserstudio und haben uns mal angesehen wie das funktioniert und ob es schmerzhaft ist. 

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