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Erster Eindruck: Das taugt die „Soul Vegan Coffee Bar“ im Viertel

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Als „Sexiest Sandwiches in Town“ bezeichnet „Soul Coffee Vegan Bar“ seine Brot-Kreationen. Es fällt nicht schwer, dies nachzuvollziehen. 

„Wie willst Du dich heute fühlen?“ – Mit dieser Leitfrage begrüßt das Café „Soul Vegan Coffee Bar“ Am Dobben im Viertel seine Besucher. Wir haben nach Antworten gesucht und uns vor Ort einen ersten Eindruck vom Essen und der Location gemacht. Was beides taugt, lest Ihr hier.

Ende Juli eröffnete das Wohlfühl-Café „Soul Vegan Coffee Bar“ in bester Nachbarschaft zum Townside Hostel unweit des Ecks. Seitdem haben Veganer eine neue Anlaufstelle im Viertel. Und solche, die es werden wollen. Und solche, die einfach nur gut, gerne, gesund und verhältnismäßig günstig essen möchten. Und solche, die auf eine detailverliebte, leidenschaftliche, bemühte und gastfreundliche Atmosphäre stehen, sowieso. Soulmates halt. 

„Soulmade“-Philosophie für Soulmates 

„Soulmade“, so nennt die Vegan-Coffee-Bar ihre Philosophie, die nun mit einem geschmackvollen, pflanzlichen Angebot Einzug in die Parterre-Räumlichkeiten samt Souterrain der Hausnummer 65 gehalten hat. Zuvor war dort die S-Werkstatt ansässig, die in die Lessingstraße gezogen ist. Die Soul-Konzeption, bei der auch Bremens Gastro-Mastermind Güngör Cerrah seine Finger im Spiel hatte, kommt vielversprechend um die Ecke.

„Wie willst Du dich fühlen?“ 

Frisch renoviert, in schicker, moderner Optik mit hellem, lichtdurchflutetem und gemütlichem Flair, so zeigt sich das kleine Bistro. Mit einem langen Tresen am Fenster, davor Barhocker, auf der anderen Seite kleine Tische mit gemütlichen Sitzmöglichkeiten. Auch draußen auf dem Bürgersteig steht Café-Mobiliar. Ein paar Stufen nach unten und schon steht man an der Theke. Zwei nette junge Damen dahinter fragen lächelnd nach der Bestellung. Und da ist sie wieder, die Frage: „Wie willst Du dich heute fühlen?“

Glücklich, herzlich oder kraftvoll? 

Zur Auswahl stehen auf der Karte die Optionen „glücklich“ (Chocolate Bowl), „hervorragend“ (Beeren-Vanille-Porridge), „herzlich“ (Dinkel-Pancakes mit Obst), „kraftvoll“ (Dinkel-Sandwich mit Avocado-Pesto), „begeistert“ (French Toast mit Joghurt) oder „aufgeregt“ (Dinkelbrot mit Nutella). Außerdem umfasst die Produktpalette beispielsweise Raw Noodles mit Bolognese, Bowls oder (N)Icecream Snickers-Style ohne Zucker – alles „100 Prozent vegan und 100 Prozent soulmade“, wie zu lesen ist. Ferner werden die Speisen laut Information frisch, ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker und mit Liebe hergestellt sowie nach Möglichkeit fair und regional eingekauft.

„Sexiest Sandwiches in Town“ 

Außerdem gibt es die nach eigenen Angaben „Sexiest Sandwiches in Town“. Und so fällt die Wahl zu Testzwecken dann auch auf ein solch dreilagiges Sandwich mit Avocado, Räucher-Tofu und Kresse zu 4,40 Euro. Nach anfänglich leichter Skepsis ist es nicht schwer, die Ankündigung nachzuvollziehen. Das frische Dinkelbrot mit den ebenfalls frischen Toppings sieht verführerisch aus und schmeckt hinreißend. Eine rundum überzeugende Mahlzeit, weil obendrein leicht, aber sättigend. Dabei wäre die Wahl fast auf eine andere Brot-Kreation gefallen, doch die beiden, die die Bestellung aufnahmen, berieten unaufdringlich-freundlich und ermunterten zu dieser Wahl. Eine gute Empfehlung.

Ausgefallene Drinks, ziemlich kleiner Kaffee 

Zu trinken gibt‘s eine schmackhaft prickelnde Anjola-Craft-Kola (2,80 Euro) und einen Café Crema (2,50 Euro), der an dieser Stelle allerdings gefühlt ziemlich klein ausfällt. Hier dürfte es etwas mehr sein. Neugierig machen im Getränke-Angebot auch die gesunden Energy-Drinks von Taiberg, die Weinschorlen von Sechzisch Vierzisch oder der Juice of the Week und verschiedene Limos – beides soulmade. Und so lässt sich einiges Pfiffiges entdeckten, außer herkömmlichem Zucker, denn der ist laut Karte nicht raffiniert. Stattdessen gibt es für den Kaffee welchen aus Rosenblüten. Auch Vierbeiner sind im Übrigen willkommen und können vegetarische Haustier-Snacks genießen.

Fazit: Gute Chancen auf eine Seelenverwandtschaft 

Und wenn man schließlich ein Fazit ziehen und die Ausgangsfrage beantworten sollte, wie fühlt man sich denn nun nach einem Besuch im Soul? Das muss wohl im Endeffekt jeder für sich beantworten – beseelt allemal. Und wenn man es vorher noch nicht war, die Chancen stehen gut, den sympathischen, kleinen Laden als Seelenverwandter zu verlassen.

„Soul Vegan Coffee Bar“, Am Dobben 65 / Di-Fr 9-18 Uhr, Sa-So 10-18 Uhr, Frühstück bis 12 Uhr, am Wochenende bis 14 Uhr / weitere Infos unter www.soul-vegan.de und bei Facebook

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