Stressfreies Kaffeesieren

Mit Kind und Kegel: Familienfreundliche Cafés in Oldenburg

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Hochgezogene Augenbrauen, empörte Blicke von der Seite oder sogar die höfliche Bitte zu Gehen – beim Cafébesuch mit Kindern kann's schon mal laut und ungemütlich werden. Manchen Eltern ist das so unangenehm, dass sie lieber in Ruhe Zuhause kaffeesieren, als die Nerven anderer in einem Café zu strapazieren. Doch das muss nicht sein! In diesen Oldenburger Kaffeehäusern sind auch die kleinen Gäste König.

Kaffee, Garten und Kultur: Das blätterteich

Das Kulturcafé blätterteich liegt etwas außerhalb der Innenstadt in Richtung Metjendorf. Seit 2012 gibt es hier nicht nur eine Speisekarte frei von Zusatzstoffen und Chemie, sondern auch regelmäßige Veranstaltungen. Mit dem großen Garten, einer zauberhaften Teichanlage und reichlich Platz zum Spielen und Toben ist das Café vor allem im Sommer eine beliebte Anlaufstelle für Familien. 

Im blätterteich kommt das Essen ganz ohne Chemie.

Wer Kinder im Gepäck hat, trifft hier auf verständnisvolles Personal, leckeres und gesundes Essen und eine Frühstückskarte, die sich mehr als sehen lassen kann. Für die Kids gibt’s Milchreis, Apfelpfannkuchen oder Nudeln mit Tomatensoße. Tipp: Wenn Ihr den Tag im blätterteich startet, probiert das Langschläfer-Frühstück – dieses Etagéren-Gedeck ist nicht nur ein Augenschmankerl.

Alexanderstraße 412, Oldenburg 

Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr 

Was für die Seele: Stylische Kaffeepause im Seelig

Das Seelig erreicht Ihr entweder über Thalia in den Schlosshöfen, über das Parkhaus oder von draußen über den Hintereingang am Schloss. 

Bei Oldenburger Muttis mehr als beliebt: das Seelig in den Schlosshöfen. Ob ein Kaffee in der Abendsonne auf der Dachterrasse oder ein gemütliches Frühstück im Innenbereich mit Industrial-Look – in der Kulturlounge kann in stylischer Atmosphäre am braunen Gold geschlürft werden. Dabei gibt’s ausreichend Abstellfläche für Kinderwagen und Co. Besonders die Sessel-Ecke am Fenster ist mit der fabelhaften Aussicht aufs Schloss gefragt. Zwar gibt’s auf der Speisekarte keine große Auswahl für Kinder, dennoch punktet das Seelig mit einem riesigen Fahrstuhl und Tante-Emma-Tresen. Weiterer Pluspunkt: Parken in direkter Nähe ist dank Parkhaus nebenan kein Problem.

Schloßplatz 2, Oldenburg 

Montag bis Donnerstag, 9 bis 1 Uhr Freitag und Samstag, 9 bis 3 Uhr

Auf einen Kaffee im Garten: Bauernhofcafé Heinrichshof

Auf dem Hof von Ingrid Stegemann haben Kinder ausreichend Platz zum Toben.

Eltern wissen: Kinder brauchen Platz, viel Platz. Auf dem ehemaligen Bauernhof in Petersfehn können sich Oldenburger Zwerge in einer riesigen Sandkiste schmuddelig spielen während ihre Eltern ein hausgebackenes Stück Kuchen im Garten genießen. In dem Bauernhofcafé von Ingrid Stegemann sind Kinder mehr als willkommen. Mit ihrem Café will die Bäckerin aus Leidenschaft ein Stück Landleben bieten. Daher gibt es für die Kleinen hier einiges zu entdecken: ob Ponyreiten im Sommer, Füttern der Hoftiere oder ein Abstecher in den nahegelegenen Wald – hier bekommen Eltern selbst die temperamentvollsten Kinder müde. Der Renner am Tresen: frisch gebackener Rhabarber-Baiser-Kuchen vom Blech.

Woldlinie 4, Bad Zwischenahn 

Februar bis April: Samstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr 

Mai bis September: Mittwoch bis Freitag, 15 bis 18 Uhr 

Samstag bis Sonntag, 12.30 bis 18 Uhr 

Oktober bis November: Samstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr

Die Grüne Oase am Staugraben: Café Grünstreifen

Das Café Grünstreifen liegt unscheinbar hinter einer kleinen Gasse am Staugraben. 

Ein Schmuckstück im Grünen – das Café Grünstreifen am Staugraben hält was der Name verspricht. Zugegeben der Weg zum Kaffee-Glück ist anfangs etwas kniffelig. Doch wer die liebevoll eingerichteten Räume betritt, fühlt sich direkt wohl und kann hier schmackhaften Fairtrade-Kaffee genießen. Dazu gibt’s Milch vom Oldenburger Diershof, denn Regionalität wird hier groß geschrieben. Das zeigt sich auch in der Karte: Hausgemachtes wohin das Auge reicht – lecker!

Staugraben 9, Oldenburg 

Dienstag bis Sonntag 9 bis 18 Uhr 

Sonntag 10 bis 18 Uhr

Für die kidsfreie Kaffeepause: Abenteuerspielplatz in Eversten

Auf dem Abenteuerspielplatz in Eversten sind Eltern nicht erwünscht.

Trotz der vielen familienfreundlichen Cafés in der Stadt kann ein ruhiges Kaffeekränzchen ohne die Kleinen auch mal ganz nett sein. Doch wohin mit den Zwergen, wenn kein Babysitter parat ist? Für Kinder von 6 bis 13 Jahren gibt es am Brandsweg in Eversten eine abenteuerreiche Möglichkeit. In verschiedenen Bereichen kann der Nachwuchs sich auf dem Spielplatz in geschützter Atmosphäre frei entfalten und die Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft mit allen Sinnen kennenlernen. Dabei sind das sogenannte Hüttendorf und der Ponyhof sogar elternfreie Zonen. Fünf feste pädagogische Mitarbeiterinnen sorgen während der Öffnungszeiten für zahlreiche Spielangebote. So sind die Kinder versorgt und Mama und Papa können ganz entspannt im Lieblingscafé verweilen.

Brandsweg 60, Oldenburg 

4. Januar bis 18. März: Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr 

21. März bis 28. Oktober: Montag bis Freitag von 14 bis 18.30 Uhr 

31. Oktober bis 15. Dezember: Montag bis Freitag von 14 bis 18 Uhr

Selfmade-Café im Grünen: Picknick im Schlossgarten

Im Sommer treffen sich viele Oldenburger im Schlossgarten auf ein Picknick.

Ruhig auf einem Stuhl sitzen, den Eltern beim Kaffeetrinken zuschauen und dabei am besten möglichst leise sein – das nervt Kinder richtig. Viel besser: Den Ausflug zu einem Abenteuer machen. Mit Picknickdecke, Fresskorb und Spielsachen bewaffnet könnt Ihr im Oldenburger Schlossgarten Euer eigenes Café eröffnen, wenigstens für ein paar Stunden. Die historische Anlage umfasst stolze 16 Hektar und ist seit etwa 200 Jahren nahezu unverändert. Gimmick für die Kleinen: An der Museumskasse im Schloss sowie in der Buchhandlung Isensee in der Haarenstraße gibt's die Geschichte rund um Benedikt Blume, dem frei erfundenen Urenkel des Gärtners aus Zeiten von Herzog Peter Friedrich Ludwig, in Buchform. Für 7,80 Euro können Kinder die Botanik so auf spielerische Weise entdecken. Mehr Infos zum Buch und passendem Arbeitsheft findet Ihr hier.

Gartenstraße 37, Oldenburg 

Oktober bis März, 8 Uhr bis Dunkelheit 

Mitte April bis September, 8 bis 20 Uhr 

Der Eintritt ist frei.

Eine Sache noch: Es handelt es sich in diesem Text um subjektive Eindrücke. Ihr habt andere Favoriten? Her damit, nutzt doch einfach die Kommentarfunktion.

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