Rapper setzt neue Ausflipp-Maßstäbe

Marteria in der ÖVB-Arena: „Bremen! Hände hoch! Ausdruckstanz!“

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Mehr als zwei Stunden lang hat Marteria die ÖVB-Arena aus den Angeln gehoben.

Marteria hat am Freitag, 1. Dezember, bei seinem Konzert in Bremen neue Ausflipp-Maßstäbe gesetzt. Marteria-Girls und -Boys strömten zu Tausenden in die ÖVB-Arena, die der Rapper mit seiner Band kurzerhand komplett aus den Angeln hob. Klar, dass bei dem Abriss auch sein Alterego Marsimoto, Support Kid Simius sowie Fotograf und Kumpel Paul Ripke nicht fehlen durften.

Über zwei Stunden dauerte das eskalative Spektakel in der ÖVB-Arena. Wer dabei war, dürfte Schwierigkeiten bekommen, davon zu berichten. Wo soll man bloß anfangen? „Die Weser brennt heute“, rief der Rapper seinen Fans gleich am Anfang zu und machte klar, dass allen Beteiligten sportliche Stunden bevor stünden: „Dies ist ein Marteria-Konzert, alle aufstehen!“ oder auch „Party-Stadt Bremen, alle Hände hoch, Ausdruckstanz!“

Im Verlaufe des Abends nahm er immer wieder Bezug auf seine Beziehung zu Bremen. So war er bereits als 7-Jähriger regelmäßig mit seiner Mutter zu Gast in Oberneuland bei Volleyball-Spielen. Seine musikalische Karriere begann vor 120 Leuten im Modernes. Über das Pier 2 landete Marteria schließlich in der ÖVB-Arena, wo er nun schon zum zweiten Mal auftrat. „Ich habe auch schon mal im Weser-Stadion gespielt, ein Vorspiel mit Hansa“, erzählte der gebürtige Rostocker.

Doch es gab auch kritische Töne, als er in Person Marsimotos ankündigte: „Bremen, ich habe noch ein Hühnchen mit euch zu rupfen!“ Unter dem Jubel der tausenden Fans trug er vor: „Bremen ist die schönste Stadt der Welt, doch wieso steht da ein Massenmörder auf dem Trikot?“ Ansonsten fühlte sich jedoch auch der Kiffer-Kobold Marsimoto sichtlich wohl in der Hansestadt: „Hier bin ich zuhause, in der grünsten Stadt der Welt“. Zudem zeigte Marteria neben seinen Songs auch in Ansagen immer wieder Haltung, etwa als er forderte: „Hansestadt Bremen, wir müssen doch zusammen halten. Scheißegal, woher du kommst, unterscheide die Menschen zwischen gut und schlecht!“

Am Ende eines furiosen Finales mit Hits wie „Lila Wolken“, „Kids“ und „OMG“ sowie Pyro, Luftschlangen-Fontäne, Kind auf den Schultern und Lichtmeer, wagte Marteria selbst ein Bad in der Menge – standesgemäß oben ohne und mit Fotograf Paul Ripke im Schlepptau. Wie gesagt, wer dabei war an diesem Freitagabend in Bremen, hatte hinterher viel zu erzählen.

Fotos: Marteria hebt die Bremer ÖVB-Arena aus den Angeln

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