Rock, Rap und Elektro

Hurricane-Sonntag: „Wir sind hier, um den Sommer zu feiern“

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Die Antwoord räumte am Abend mit eine abgefahrenen Show ab.

Der Abschlusstag des 21. Hurricane hielt auf dem Eichenring nochmal jede Menge Höhepunkte bereit. Und auch das Wetter stabilisierte sich weiter. Es wurde ein gediegenes Festival-Finale mit Künstlern wie Bilderbuch, Mando Diao, Alt-J, Die Antwoort, Fritz Kalkbrenner oder Casper.

Als zweiter Act auf der Blue Stage begrüßten die fröhlichen Indie-Popper Kakkmaddafakka das Publikum um 13.30 Uhr mit einem quietschfidelen „Guten Morgen, wir sind hier um den Sommer zu feiern“. Und so kam es dann auch, obwohl sich der Sommer dieses Wochenende doch so vornehm zurückgehalten hatte. Mit einer ordentlichen Portion Spaß und Ironie heizten die Norweger den Frühaufstehern mit ihrer unvergleichlichem und karibisch angehauchten Rock-Disco-Rap-Mix ein. Es folgte eine Urgewalt namens 257ers. Das Hip-Hop-Duo ließ in einem Medley etliche Cover-Stücke in ihre explosive Show einfließen und hatte das Publikum im Handumdrehen auf seiner Seite. Parallel sorgte Gogol Bordello mit ihrer ureigenen Gypsy-Punk-Mischung auf der Green Stage für Ekstase.

Hurricane-Fotos vom Freitag: Regen, Riesenrad und Rock‘n‘Roll

Auf der Red Stage gaben Die Kassierer ihre inoffizielle Festival-Hymne zum Besten: „Das Schlimmste ist, wenn das Bier alle ist“. Am Nachmittag waren es Bilderbuch aus Österreich, die die Massen vor der Blue Stage versammelten und trotz Wiener Schmähs alles andere als verschmäht wurden. Jennifer-Rostock-Sängerin Jennifer Weist turnte derweil wie üblich „sommerlich“ bekleidet über die Bühne und peitschte das Publikum mit unmissverständlichen Ansagen nach vorne, während sich ein Band-Kollege mit Instrument ins Publikum begab. Am frühen Abend folgte Mando Diao auf der Hauptbühne. Die Schweden-Rock-Popper ließen nichts anbrennen und schmissen mit ihren Hits nur so um sich.

Hurricane-Fotos vom Samstag und Sonntag: Matsch, Musik und Maskerade

Ein echtes Highlight waren auch Alt-J aus England, die mit ihren sphärischen Klängen und unikaten Stimmen für verklärte Mienen vor der Blue Stage sorgten. Die Antwoort lieferte die reinste Elektro-Freak-Show auf der Green Stage, sodass man sich fragen musste, welche Frage denn da gestellt worden war, um eine solche Auskunft zu bekommen. Nebenan auf der Blue Stage moderierte Fritz Kalkbrenner sein DJ-Set, wenn er nicht gerade mit seiner sonoren Stimme die Massen verzückte. Ein würdiges Finale, bevor am späten Abend als letzter Headliner Caspar das Festival mit seinem Reibeisen stimmungsvoll abschloss. Und damit war das Hurricane 2017 Geschichte.

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