Endlich klart es auf

Hurricane-Samstag oder: Trockeneren Fußes das Tanzbein schwingen

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Nach einem abermals verregneten Start, meinte es das Wetter im Laufe des Samstags besser mit dem Hurricane. Die Festivalisten konnten ab dem Nachmittag halbwegs trockeneren Fußes das Tanzbein schwingen und erlebten ein musikalisch abwechslungsreiches Programm mit gut aufgelegten Künstlern.

Der Samstag auf dem Hurricane stand für viele Camper zunächst im Zeichen des Anstehens. In einer gigantischen, sich hin und her windenden Schlange beim Penny-Zelt oder eben wie üblich an den sanitären Anlagen. Die Hinweise auf dem Festivalgelände, sich ausreichend gegen Sonne zu schützen, wirkten angesichts des mittlerweile teilweise waagerecht regnenden Regens etwas ironisch. Weiterhin jedoch kein Grund für schlechte Stimmung. Mit Flunkyball und kollektivem Grölen allseits bekannter Festival-Schlager hielt sich das leiderprobte Hurricane-Publikum über Wasser.

Nachmittags bekam der Wetter-Verantwortliche ein Einsehen. Es klarte endlich etwas auf und wurde wärmer. Trotzdem war Gänsehaut angesagt als Singer-Songwriter Passenger tausende Kehlen zum Mitsingen brachte und auf der Blue Stage den größten Chor Scheeßels dirigierte. Anschließend wurde es mit Kontra K ungleich rabiater. Der Rapper zog eine „Wall of Death“ bis hinter den letzten Wellenbrecher und ließ seine Fans mit Anlauf aufeinander zuspringen. Mit Lorde ging es glockenklar zu, die Australierin verzückte das Publikum mit ihrer Stimme und ihrem Charme. Auch Halsey wusste zu bezaubern, nun jedoch wieder mit mehr Bumms, getragenen Bässen und leicht knarzenden Beats.

Mit Blink-182 startete auf der Green Stage das Stelldichein der rockenden Headliner. Es folgte am späten Abend Linkin Park, die das Hurricane mit ihrer unvergleichlichen Power in Wallung brachten und ein wahres Hit-Feuerwerk zündeten. Auf der Red Stage setzte parallel Irie Révoltés zu ihrem letzten Hurricane-Auftritt an und sorgte wegen des Andrangs für einen Einlassstopp vor der Bühne. Die Dancehall-Reggae-Ska-Formation ist auf Abschiedstour.

Das Finale auf der White Stage im Zelt bestritt Boys Noize mit einem Elektro- und Licht-Geballer sondergleichen. Um viertel vor eins sorgten schließlich Axwell Ingrosso auf der Blue Stage für ein bisschen Tomorrowland in der norddeutschen Provinz. Die Schweden griffen tief in die Elektro-Hit-Kiste und brachten Tausende dazu, sich in Trance zu tanzen. Begleitet von einer sehenswerten, gleißend hellen Lichtshow und Videoprojektion. Wer seine Sonnenbrille dieses Wochenende noch nicht brauchte, konnte sie nun getrost zücken.

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