Sehen, schmecken, fühlen, hören, tasten, riechen

Genuss für alle Sinne? So schmeckt es im neuen „6 Sinne“ in Oldenburg

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Ziemlich spannend haben es die Macher vom Oldenburger Gastroneuling in Wechloy gemacht. Bereits während das moderne Gebäude erbaut wurde, rätselten die Oldenburger, was das wohl für ein neuer Laden wird. Ein paar Wochen und Google-Suchen später war klar: In unmittelbarer Nähe zur Finca Bar Celona entsteht ein weiteres Restaurant: das „6 Sinne“. Wir haben uns für Euch dort umgeschaut und natürlich probegefuttert.

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Ein Ort für alle Sinne – Heißt es, passend zum Namen, auf der Website vom Neuling in der Oldenburger Gastroszene. In dem Laden an der Ammerländer Heerstraße soll es also nicht nur schmecken, sondern der Besuch ein Erlebnis zum Sehen, Riechen, Fühlen, Hören und Tasten werden. Das klingt nach etwas Großem und weckt hohe Erwartungen. Wir haben das 6 Sinne mit allen Sinnen für Euch probiert. Hier kommt das Ergebnis: 

Sehen 

Allein das Gebäude ist schon ein Hingucker. Klar, alles ist neu, modern und ziemlich schick. Aber auch wer genauer hinsieht wird nicht enttäuscht. Dunkle Lederstühle, schwarze Accessoires, bunte Aquarien und riesige Fensterfronten. Gleich beim Eingang fällt einem der „schwebende“ Kamin ins Auge. Ich muss zugeben: Dieser Laden hat schon was. Hab ich so auch noch nicht in Oldenburg gesehen. Ein optisches Highlight wartet oben auf die Gäste. Denn wer das stille Örtchen aufsucht, trifft zunächst auf ungewohnte tiefschwarze Keramik und darf sich anschließend die Hände an einem Stein-Waschbecken im Industrial Style waschen. 

Einziges Manko: Der Waschbereich wird nur durch ein Aquarium vom oberen Sitzbereich abgegrenzt. Das ist zwar riesig und wunderschön anzuschauen, aber eine Wand wäre mir dann doch lieber gewesen. Denn gefühlt ist es nur ein Schritt zum nächsten Tisch, an dem getrunken und gegessen wird. 

Schmecken 

Ein Blick in die Karte zeigt: Hier überwiegt die üppige Getränkeauswahl. Stolze 21 Seiten voller Cocktails, Fancy Drinks, Champagner, Wein, Whiskey und Bier muss ich umblättern, damit ich mir die verschiedenen Speisen ansehen kann. Merke: Ich muss auf jeden Fall nochmal abends auf ein oder zwei Gläser herkommen. In Sachen Speisen stehen Antipasti, Salate, Pasta, Flammkuchen, Tafelfreuden und Fleisch zur Wahl. Zum Testfuttern entscheide ich mich allerdings fürs Frühstücksbuffet. Wobei, eigentlich ist es eher ein Brunch. Denn schon beim ersten Rundgang am Tresen, wo die vielen Leckereien aufgebaut sind, wird klar: die Auswahl ist riesig. 

Von frischem Obst, über Müsli, Aufschnitt, Antipasti und Ei bis warmen Weißwürstchen und Hähnchenspießen – wo anfangen? Gut, dass das Buffet von 9.30 bis 14 Uhr geöffnet ist. Denn um das alles zu probieren braucht es viel Zeit. Und das lohnt sich. Denn es hat wirklich ziemlich gut geschmeckt. Die Brötchen waren schön knackig, das Obst frisch und die Aufschnittauswahl mehr als ausreichend. Insbesondere die Tapas-Variationen haben auf der Zunge überzeugt. Zum Abschluss könnt Ihr Euch dann noch eine frisch gebackene Waffel mit zahleichen Toppings gönnen oder zum gekühlten Dessert greifen. Dazu steht auf dem Tresen eine große Auswahl an Obst bereit. Pluspunkt: Die bunten Früchte sind frisch geschnitten und gekonnt dekoriert. Dass hier kein Eimer geöffnet, sondern das Messer angelegt wurde, kann man sehen.  

Fühlen 

Wie fühlt es sich an, im 6 Sinne Gast zu sein? In erster Linie habe ich mich wirklich sehr willkommen gefühlt. Das lag vor allem auch am Empfang. Denn direkt beim Eingang stand eine Servicekraft am separaten Tresen parat und hat die Gäste begrüßt und Tische zugewiesen – ganz wie im Film. Dazu noch das außergewöhnliche Ambiente und ein hübsch dekoriertes Buffet. Alles eine runde Sache. Nur ein Detail hätte noch besser sein können: der Service am Tisch. Der junge Mann war wirklich sehr freundlich, hätte aber schon etwas öfter vorbeischauen können. Doch ich muss schon zugeben, dass wir hier auf hohem Niveau meckern.

Hören 

Tja, dieser Sinn wurde bei mir nicht besonders angesprochen. Im Hintergrund lief chillige Musik, es war gut was los, daher auch dementsprechend laut, aber nicht zu laut und ansonsten habe ich nichts besonderes gehört. Muss aber meiner Meinung nach auch nicht.

Tasten 

Ein haptisches Highlight waren für mich die vielen kleinen Schälchen auf dem Buffet. Auf dreistöckigen Glasebenen ziemlich beeindruckend drapiert, waren sie nicht nur was fürs Auge. Denn so wurde Antipasti, wie marinierter Lachs, Ziegenkäse an Weintraube und Nuss oder Tomate-Mozzarella nicht einfach auf den Teller geklatscht, sodass die meist öligen Speisen irgendwann das Brötchen aufweichen. Wisst Ihr was ich meine?

Daneben gab es gute Nachrichten für alle Latte-Macchiato-Fans: Beim 6 Sinne könnt Ihr Euch eine XXL-Version für 4,50 Euro ordern. So spart Ihr Euch das nervige Nachbestellen. Daneben wird der Kaffeegenuss stylisch serviert: Ihr bekommt den Milch-Espresso-Mix in einem zu groß geratenen Whiskeyglas. Hat was und liegt dank der Gravur auch interessant in der Hand. Durch die dicken und hochwertigen Gläser bleibt der Kaffee außerdem sehr lange schön warm. 

Riechen 

Was für die Nase: Die Orangensaft-Maschine. Jene Frühstücker, für die, wie bei mir, auf jeden Fall, immer (!), ein frisch gepresster Orangensaft zum morgendlichen Speisen dazugehört, sind im 6 Sinne an der richtigen Adresse. Hier muss der frische Saft nicht extra bestellt und bezahlt werden, sondern ist im Buffetpreis (Samstags: 10,90 Euro, Sonntags: 14,90 Euro) inklusive. Allerdings nicht von Hand gepresst. Für den leckeren Saft muss man selbst zur Tat schreiten. Denn im Laden gibt es eine Orangensaft-Maschine, die à la Minute die Früchte spaltet, presst und so das Glas füllt. Dank der durchsichtigen Front an der Maschine ist das nicht nur was fürs Auge, sondern es riecht auch einfach lecker. 

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