Das „Kamayan“ in Bremen – Ausflug in den Orient, ohne die Stadt zu verlassen

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Für Unentschlossene: „Mix All“ - hier in der veganen Variante

In Hulsberg gibt es ein Restaurant - nicht irgendeines, sondern ein ganz besonderes, das euch willkommen heißt, wenn ihr das „Bremer Schietwetter“ satt habt oder einfach mal raus wollt. Denn auch wenn es zur Zeit wettermäßig wirklich ziemlich nett da draußen ist, wird es ja auch wieder anders werden. Bremen halt. Von Natascha Paul

Die Location: Auf Sand gebaut

Aber solange es noch so schön ist: Im „Kamayan“ kann man auch draußen sitzen. Was ich auch getan habe, als ich das das letzte Mal dort war. Auch wenn mir der Sand des Innenraums unter den Füßen gefehlt hat, das Urlaubsfeeling kam trotzdem auf. Im Inneren des „Kamayan“ sieht es wie folgt aus: Sand liegt am Boden, Sitzkissen und Sitzbänke aus weichen Polstern ebenfalls. Es herrscht eine warme Beleuchtung, was ein bisschen wie Sonne anmutet. Definitiv eine meiner liebsten kulinarischen Adressen in der Stadt, weil es dort einfach so besonders ist. Doch nicht nur das Interieur, auch das Essen überzeugt. Die monatlich wechselnde Speisekarte, die aufmerksamen Kellnern, die gesamte Atmosphäre: viele Gründe, weshalb ich mich gern am Hulsberg einfinde, wenn ich das graue Wetter nicht mehr sehen kann - oder einfach mal wieder einen Kurzurlaub brauche. 

Wie im Beduinenzelt: Das Innere des „Kamayan“

Das Essen: Von der Hand in den Mund

Im „Kamayan“ gibt es zu jedem Gericht als Vorspeise nepalesische Gemüsepakoras (Gemüse, das in einem Mantel aus Kichererbsenmehl ausgebacken wurde) mit Chillisoße. Diese sind wirklich köstlich - jedes Mal wieder. Als Hauptspeisen werden drei verschiedene Fleischspeisen sowie drei verschiedene vegane Speisen zur Auswahl gestellt. 

Die Vorspeise: nepalesische Gemüsepakoras

Für diejenigen, die sich schwer tun mit der Entscheidung was es denn werden soll, gibt es die Möglichkeit, ein „Mix all“ zu bestellen: alle Hauptspeisen genießen für nur 14,50 Euro pro Person (der Fleisch-Mix kostet dann noch zwei Euro mehr). Alle Speisen werden mit Salat und Brot serviert. Gegessen wird - und das ist außergewöhnlich für ein Restaurant - mit den Händen. Zu jedem Gericht wird ebenfalls Brot gereicht. Dieses wird „gefaltet“, sodass man es quasi als Löffel nutzen kann. „Kamayan“ ist nämlich phillipinisch und bedeutet „mit den Händen Essen“. Auf dem Artikelbild seht ihr eine vegane „Mix All“ Zusammenstellung, bestehend aus einem Gemüsecurry mit Linsen und Blumenkohl in Limetten-Sesamsoße, einem Auberginencurry mit Tomaten und Paprika in würziger Sojaghurtsoße und einem Spinatcurry mit Süßkartoffeln, Cashewkernen und roter Beete in Kokos-Zitronengrassoße. 

Für Unentschlossene: „Mix All“ - hier in der veganen Variante

Auch die Getränkekarte bietet besondere Angebote, seien es nun afrikanische Biere, besondere Cocktails oder alkoholfreie Eigenkreationen. Jeder von Euch, der noch nicht dort war, sollte die Möglichkeit nutzen.
Die Preise für die Speisen bewegen sich zwischen zehn und 15 Euro. Reserviert werden kann online auf der Homepage oder per Telefon und ist durchaus empfehlenswert, da das Restaurant eher klein ist. Ich war – wie jedes Mal bei meinem Besuch – wieder sehr zufrieden und komme gerne wieder.

Auf einen Blick:

Was? Restaurant „Kamayan“
Wo? Am Hulsberg 1, 28205 Bremen
Wann? Di.- So. ab 18 Uhr, Montag Ruhetag

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