Mehr als nur Gemüse

Fürs fleischlose Grillen: Mit diesen Tipps gelingt das Veggie-BBQ

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Wenn die Sonne auf der Nase kitzelt, Frühlingsgefühle aufkommen und die Gartenmöbel herausgekramt werden, dauert es nicht mehr lange bis der Grill wieder angeheizt wird. Doch ein saftiges Stück Fleisch ist nicht für jeden ein kulinarischer Brutzel-Leckerbissen. Wer auf Fleisch und Fisch verzichtet, greift oft nur zum Salat. Das muss nicht sein! Zum Start der Grill-Saison haben wir ein paar leckere Veggie-Tipps für Euch. Übrigens: Für Steakfans bietet sich die ein oder andere vegetarische Idee als Beilage an.

Die Zeiten, in denen vegetarische Ernährung nur aus Tofu und Gemüse bestand, sind längst Geschichte. Heutzutage kann in Sachen fleischlose Ernährung auf ein breites Spektrum an Alternativen zurückgegriffen werden. Auch fürs Grillen gibts einige fleischlose Futter-Tipps: 

Fleischersatz 

Wer an die klassischen Fleischprodukte herankommen will, kann mittlerweile auf ein breites vegetarisches Sortiment zurückgreifen. Es gibt Würstchen auf Pflanzenbasis in allen Variationen. In der Zubereitung gibt es kaum Unterschiede zu ihren fleischhaltigen Pendants – manche soll­ten aber schneller runter vom Rost, da sie durch einen geringeren Fettanteil sonst trocken werden könn­ten.

Auch Steakersatz ohne tierische Zutaten gibt es inzwischen – zum Beispiel aus Seitan (Weizen­eiweiß), Lupinen (Hülsenfrüchte) und Tofu (Soja­bohnen). Man kann sie nach Geschmack würzen oder einlegen. Es werden auch fertig marinierte „fleischfreie Filets“ angeboten, die geschmacklich erstaunlich nah an Hühnerfleisch herankommen. Auch vegetarische Frikadellen können gegrillt und als Burger serviert werden.

Wer gänzlich auf Fertigprodukte verzichten will, stellt aus Seitanmehl, Gewürzen und Flüssigkeit einen Teig her, formt daraus Steaks oder Burgerfrikadellen, kocht sowie mariniert sie und wirft sie dann auf den Grill. Schmeckt auch – bedeutet aber mehr Aufwand.

Aromatischer Käse 

Richtig herzhaft wird es mit Käse auf dem Rost. Favorit vieler Vegetarier ist dabei der halbfeste Halloumi. Er behält auch bei Hitze seine Form und schmeckt wunderbar würzig. Seine Besonderheit: Er quietscht beim Kauen. Grillkäse – pur oder mit Gewürzen wie beispielsweise Bärlauch – ist eine Alternative. Vorsicht bei bröckeligem Feta und weichem Mozzarella: Beides landet schnell in der Glut. Daher dafür immer eine Grillschale oder Alufolie verwenden.

Klassiker 

Nicht umsonst sind sie Klassiker und werden auch von Fleischessern gern auf den Grill geworfen: Kartoffeln und Maiskolben. Erstere gibt man in Alufolie gewickelt direkt in die Kohlen, Letztere legt man einfach auf den Rost. Beides wird am besten vorgekocht, um eine lange Wartezeit zu vermeiden. Viel Brimborium brauchen diese Beilagen nicht: Kräuterbutter oder Butter mit Salz, Sour Cream oder Zaziki – und gut.

Ein Klassiker unter den Veggie-Grill-Tipps: Maiskolben.

Praktisch Für jeden die richtige Kombination sind Grillpäckchen. Rohes Gemüse nach Wunsch – Tomaten, Zucchini, Auberginen, Zwiebeln, Pilze, Paprika – mit Knoblauchzehen und/oder Käse (Feta oder Mozzarella) in kleinen Portionen auf Stücke Alufolie geben. Gewürze, Öl und gegebenenfalls frische Kräuter wie Rosmarin dazu, dann einschlagen und oben zudrehen. Die Päckchen sind pflegeleicht: Sie können gut am Rand des Rostes warm gehalten werden. Und sie sind echte Aroma­bomben!

Spießig 

Vorsicht bei Spießen! Dieses Grillgut kann schnell verbrennen. 

Grillspieße sind eine Alternative zu den Päckchen. Sie sehen meist appetitlicher aus – aller­dings sind sie nicht so leicht in der Handhabung. Das Grillgut dreht sich beim Wenden oft mit, zudem verbrennt es schneller, während es an anderer Stelle noch nicht durchgegart ist. Cocktail­tomaten beispielsweise platzen schnell, besser geeignet sind Pilze, Zucchini und Paprika. Karotten und Frühlingszwiebeln können auch im Ganzen auf dem Rost landen. Alles sollte vorher am besten über Nacht in Marinade eingelegt werden, da die Aromen sonst schnell verpuffen.

Süßes 

Wenn die Kohle eh gerade glüht, kann man auch gleich seinen Nachtisch grillen, beispielsweise einzelne tiefgefrorene Kuchenstücke in Alufolie einschlagen und bei geringer Hitze erwärmen. Einfacher sind Bananen, die in der Schale gegrillt werden können. Auch Ananasscheiben können – ruhig noch bei größerer Hitze – auf den Rost. Eine Kugel Kokoseis dazu: fertig!

Von Alena Mumme

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