Spannendes Bar-Konzept Am Wall

Erster Eindruck: So ist es in der neuen Bremer Craft Bier Bar

41 Zapfhähne ist zumindest schon mal das meiste, was Bremen bisher zu Gesicht bekommen hat. Der 41. Hahn ist übrigens für Wasser, das kann man zwischendurch auch immer ganz gut gebrauchen. 

Da geht einer an den Tresen und bestellt einmal Nummer 39 und einmal Nummer 35. Man würde jetzt erst mal nicht vermuten, dass man sich in einer Kneipe befindet, doch in der neuen Bremer Craft Bier Bar Am Wall ist das tatsächlich die einfachste Variante an seinen Drink zu kommen. Immerhin stellt der Laden, der am Mittwochabend Eröffnung feierte, seine Besucher vor die Wahl zwischen 40 verschiedenen Fassbieren und weiteren 60 Flaschenbieren aus vielen verschiedenen Ländern und mit teilweise schwierigen Namen.

Die Wand aus Biernamen ist tatsächlich erst mal ein bisschen überfordernd. Auch ein Blick in die Getränkekarte machte die Entscheidung nicht leichter. Zehn DIN-A4-Seiten gibt es hier zum Durchblättern, mit Bieren aus Deutschland, Dänemark, USA, den Niederlanden, England, Schottland. Fruchtige und vollmundige Biere, bitter oder grasig im Geschmack, Sauerbiere, Gelbgoldene Rotbraune, Tiefschwarze, Lakritzaroma, Kaffee- oder richtig zorniger Balsamico-Geschmack, Apfel, Stachelbeere, herbe Kirsche und Bier, das geschmacklich auch als Champagner durchgehen würde. Auch Höherprozentiges mit bis zu 11,5 Prozent Alkohol ist dabei. Die Hauptsache: Das alles sind Craftbiere, auch aus Bremen. Deutsches Bestseller-Pils von Weltkonzernen sucht man hier vergeblich.

Ein großer Pluspunkt ist das Ambiente. Ein bisschen Stahl, ein bisschen Stein, trendige Edison-Glühbirnen, Industriecharme – zudem passt kein Stuhl zum anderen. Die Einrichtung ist also schon mal sympathisch. Zudem bietet die Einrichtung beste Chancen auf Kommunikation. Wer sich nicht an einen Tisch setzen mag, hat die Wahl zwischen bequemen Sesseln, Kinostühlen und anderen ungezwungen Sitzgelegenheiten, die sich im ganzen Laden verteilen. Highlight: Die kleine Tribüne mit Blick in den Laden Richtung Bar. Das sorgt für ein offenes Flair.

Nur ein kleiner Ausschnitt der Bar, die sich um die Ecke noch weiter in den Raum erstreckt - die Einrichtung ist klasse.

Ein Lieblingsbier haben wir übrigens auch schon. Unser Tipp: Das Punk IPA von BrewDog aus Schottland. Stil: India Pale Ale, Geschmack: Grapefruit, Limonenabrieb, Kräuter.

Fazit: Die Craft Bier Bar ist eindeutig eine Bereicherung für Bremens Gastro-Landschaft. Schon deswegen, weil es so etwas hier noch nicht gibt, aber auch weil der Betreiber das Konzept richtig gut umgesetzt hat. Zwar wirkte am Eröffnungsabend alles noch ein wenig chaotisch und einige Gäste mussten doch länger auf ihr Bier warten, als sie es aus normalen Bars wahrscheinlich gewohnt sind, aber das hier ist eben auch keine normale Bar.

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