Noch bis Sonntag spenden

Crowdfunding: Zucker-Club-Finanzierung auf der Zielgeraden

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Das Zuckerwerk auf der designierten „Hüpfburg aus Beton“, dem Hochbunker in der Überseestadt.

Die Unterstützung ist riesig, das Fundziel von 50.000 Euro seit Montag erreicht. Doch damit ist der neue Zucker Club im Hochbunker in der Überseestadt noch nicht endgültig besiegelt. Bis Sonntag, 15. Januar, habt Ihr die Chance eine neue Kulturzentrale für Bremen mit weiteren Spenden anzuschieben. Jeder Euro zählt.

Insgesamt benötigt der Verein Zuckerwerk eine Summe von 700.000 Euro, um den Hochbunker an der Hans-Böckler-Straße zu kaufen und endlich zum langersehnten Club mit angeschlossenen Ateliers umzubauen. Darauf wartet das Netzwerk aus Kunst- und Kulturschaffenden bereits seit vier Jahren. So lange ist das Kollektiv schon auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten für das neue Zuhause, seit dem der alte Zucker Club nahe des Güterbahnhofs dicht machen musste. Dort wurden von 2007 bis 2012 legendäre Elektro-Partys gefeiert und die Kulturlandschaft Bremens bereichert.

Um die 60 Immobilien hat die Gruppe seither gesichtet, bis sich die Möglichkeit auftat den Bunker aus der NS-Zeit von der Stadt zu kaufen und umzufunktionieren – sofern die benachbarte SVG mitspielt. Auf 1.500 Quadratmetern und acht Stockwerken könnte schon im Spätsommer 2017 das neue Zentrum mit Club, Studios, Proberäumen, Werkstätten, Ausstellungsflächen und Platz für Konzerte eröffnen. Zudem soll sich eine Dauerausstellung mit der düsteren Vergangenheit des Gebäudes beschäftigen. Es soll eine alternative Clubkultur gelebt werden, mit DIY-Mentalität und abseits maximalen Profits. Es ist das erklärte Ziel des Netzwerks „die vielen schönen Menschen aus Berlin, Hamburg und Leipzig zurückholen, damit in Bremen endlich wieder mehr geht!“

Damit aus dem grauen Klotz eine „Hüpfburg aus Betong“ – so die Bezeichnung der Aktivisten – werden kann, muss logistisch noch einiges passieren. Strom, Lüftung, Fahrstuhl – all das kostet Geld. Kauf, Umbau und Einrichtung werden mit besagten 700.000 Euro veranschlagt, wovon bereits 500.000 durch einen Kredit und 100.00 aus einem Wettbewerb gedeckt sind. Von den fehlenden 100.000 sind nun gut 50.000 durch das Crowdfunding beisammen. Fehlen 50.000 Euro, die sich aus weiteren Spenden, Förderungen und Stiftungsgelder zusammensetzen sollen.

Unterstützung von Böhmermann, De Fofftig Penns und vielen mehr

Gemeinschaftlich für die Gemeinschaft, so das Motto des Netzwerks. Das haben sich in Bremen viele zu Herzen genommen. Seit Beginn der Kampagne hat es eine große Unterstützung gegeben, auch bekannte Kinder der Stadt machten immer wieder darauf aufmerksam.

ZZZ, Altes Sportamt, Bands und Kulturzentren in Bremen und landesweit – bis zum Erreichen der 50.000 Euro sechs Tage vor der Deadline hatten sich 960 „Zupporter“ mit Spenden beteiligt, über „Dankeschöns“ gefreut und zusätzliche Hilfsangebote eingebracht, das teilte das Netzwerk via Facebook mit. Dort schreiben sie auch: „Wir ihr wisst, brauchen wir insgesamt noch viel mehr Geld. Jeder Euro, der jetzt noch reinkommt, ermöglicht ein bisschen mehr Investition in die Soundtechnik, ein bisschen mehr Freiheit in den Planungen, ein bisschen mehr Nachdenken über Inhalte anstatt über Finanzierung.“ Außerdem gibt es eine Liste von Dingen, die abseits der Spenden benötigt werden.

Hier geht es zur Crowdfunding-Kampagne auf Startnext.

Viele Reportagen und Selbstversuche aus der Redaktion gibt es unter (R)Ausgehen.

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