Gründer-Story

Cocktailooo bringt‘s: Bremer Startup liefert frische Mix-Drinks wohin Ihr wollt

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Die Gründer des Cocktail-Lieferdienst-Startups Cocktailooo: Cesur Yeni und Nils Nienaß.

Bock auf Cocktails – dort, wo es normalerweise keine gibt? Dann gibt‘s jetzt was für Euch! Das Startup Cocktailooo bringt Euch in Bremen kalte, frische Mix-Drinks an den Deich, den See oder ins Büro – wo auch immer Ihr halt gerade Cocktail-Durst habt. Mit oder ohne Alkohol, klassisch, ausgefallen oder vegan – wie und wo Ihr‘s eben mögt. Egal ob Mai Tai, Caipi oder Long Island Ice Tea: jeder Cocktail (0,4l) kostet 6,90 Euro, die Lieferpauschale insgesamt einmalig 1,90 Euro. Als Kennenlern-Angebot gibt‘s für kurze Zeit Gratis-Nachos oben drauf.

Online ordern und mobil von den beiden Gründern Cesur Yeni und Nils Nienaß per Cocktailooo-Elektrobike liefern lassen – täglich ab 17 Uhr, werktags bis 23.30 Uhr, freitags und samstags bis 1.30 Uhr und sonntags bis 22 Uhr. Jetzt bloß noch Extra-Eiswürfel aus dem Deckel hinein kippen, selbst frisch shaken, Strohhalm rein und ab dafür. Die beiden Bremer wollen Euch besondere Erlebnisse liefern, dank professioneller maschineller Ausstattung stets hoch qualitativ. Übrigens auch mit selbst gezimmerten Paletten-Bars auf Geburtstagen, Hochzeiten, Stadtfesten oder Firmenfeiern bei nach oben hin offenen Kapazitäten.

„Klappt doch mit Pizza auch“ 

Doch wie kommt man überhaupt auf die Idee mit den mobilen Cocktails? Während einer Schaffenspause stellte sich Cesur, der schon 15 Jahre in der Gastro-Szene dabei ist, das B1 Im Hauptbahnhof aufbaute und somit bestens mit der Materie vertraut ist, diese eine Frage: Warum immer nur Bar, warum nicht einfach Drinks zu den Leuten bringen? „Klappt doch mit Pizza auch“, ergänzt sein Partner Nils. Von der Idee bis alles saß, samt Name, Logo, Becher-Design und Co., vergingen anderthalb Jahre. Gemeinsam mit VeloLab, ihrem Nachbarn auf dem alten Brinkmann-Gelände in Woltmershausen, entwickelten sie obendrein ein einzigartiges Lieferrad samt speziellem Kühlkonzept. „Man wird mit der Zeit immer ehrgeiziger“, bekennt Cesur. Im März fand schließlich die erste Auslieferung statt, bereits seit September sind die beiden erfolgreich bei Veranstaltungen für Firmen und Privatleute oder auch bei Stadtfesten am Start.

Für einen frühen Unterstützer kreierten sie bei dieser Gelegenheit einen eigenen Firmen-Drink. Der Chef kann seinen Mitarbeitern nun eigens ausdruckbare Gutscheine spendieren. Dass die Cocktails dabei maschinell gemixt werden, hat für die Gründer viele Vorteile: Die Drinks sind von gleichbleibend hoher Qualität, mit Mixern wäre es nicht so günstig und schnell, und nur so ist eine derart hohe Stückzahl produzierbar, gerade auch bei vielen durstigen Firmen-Kunden. Vor Ort sollen zudem Cocktailooo-Mitarbeiter für die Kunden da sein und nicht nur die Cocktails sondern auch ein Ereignis liefern. 

„Die Resonanz ist bisher sehr gut“ 

„Die Resonanz ist bisher sehr gut“, sagt Nils. „Vor allem dafür, dass wir bisher keinerlei Werbemaßnahmen ergriffen haben, um auf uns aufmerksam zu machen.“ Auch künftig wollen sie vor allem darauf setzen, dass sich Cocktailooo herumspricht. Und dafür müssen sie auf ganzer Linie überzeugen. „Wir haben mit ganz viel Spaß und tollen Leuten zusammen gearbeitet“, erzählt Cesur weiter. „Mitarbeiterumgang ist uns sowieso sehr wichtig. Man könnte sagen, wir wollen in dieser Hinsicht mal so etwas wie Google in klein werden“, fährt er fort und wirft einen Blick in die Zukunft. Dort soll es irgendwann auch eine Bestell-App und „Cocktails for Kids“ geben.

Aktuell jedoch im Fokus der Cocktail-Liefer-Pioniere: die Basics. Geliefert wird ab zwei Cocktails, für Veranstaltungen sind sie ab 50 Personen buchbar – Kapazität nach oben hin offen. Gebracht werden die Lieferungen bisher ausschließlich per Rad. „Wenn die Kreise größer werden, nehmen wir vielleicht ein Elektro-Auto hinzu“, sagt Nils. Die Bezahlung erfolgt bei Cocktailooo-Lieferungen ausschließlich per EC-Karte oder PayPal. Das derzeitige Lieferzeit-Ziel liegt bei 15 Minuten auf 3 Kilometer. Ein vergleichbarer Anbieter mit Rad-Kurieren ist den beiden nicht bekannt. 

Der Gründer-Mythos ist bei Cocktailooo DIY-Realität 

Ohnehin sind sie auf ihre eigenen Qualitäten und Innovationen bedacht, was sich auch im Namen Cocktailooo widerspiegelt: die drei „O“ stehen seitlich gesehen für die drei Reifen von Fahrrad und Anhänger. „Irgendwann wird jeder wissen, dass es bei den drei ‚O‘ Cocktails gibt“, meint Cesur selbstbewusst. „Genauso wie bei Red Bull mit dem Stier.“ Anhand solcher Vergleiche und Vorbilder werden die Ambitionen der Gründer deutlich. Sie selbst halten sich an einen Tipp, den sie einst erhielten: Denke groß, aber gehe Schritt für Schritt. „Ziele sind dazu da, um daran zu wachsen“, fährt Cesur fort. „Microsoft hat auch mal in der Garage angefangen.“

Der Gründer-Mythos ist bei Cocktailooo indes DIY-Realität. Jeder Deckel wird noch selbst gestampft, jeder Becher von Hand beklebt. Eine Mehrweg-Variante schwebt ihnen auch bereits vor. „Momentan ist dies als Startup noch nicht finanzierbar, doch mit einem Investor könnte es klappen“, meint Cesur. „Was wir jetzt schon machen, ist Papiertüten zu verwenden, die wir am liebsten auch gleich wieder mitnehmen.“ Auch über Rabatte bei zurückgegebenen Bechern denken sie nach. Das ist (noch) ehrgeizige Zukunftsmusik. Erst einmal freuen sich Cesur und Nils darauf, ihr Startup weiter aufzubauen: „Bisher haben wir keinerlei Einnahmen für uns behalten, sondern alles direkt wieder in die Firma investiert.“

Weitere Infos unter www.cocktailooo.de und bei Facebook.

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