Kreativ-Werkstatt und Gründungsberatung: „Kalle“ stellt sich vor

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Selber machen, sich was trauen. Bei „Kalle“ in der Neustadt bekommt Ihr Co-Werkstatt, kreative Unterstützung, Gründungs-Support und jede Menge Siebdruck. Der Kreative Kopf dahinter: Saskia Behrens. Sie erzählt, wer und was hinter „Kalle“ steckt. Von Natascha Paul.

So wird das SummerSounds-Festival: Bunt und vielfältig, wie die Neustadt

Ihr sucht einen Ort, der Euch inspiriert und überrascht, den Ihr für verschiedenste Anlässe mieten und ganz frei und kreativ nutzen könnt? Fürs nächste Teambuilding oder den Junggesellinnenabschied der besten Freundin – schön eingerichtet soll er sein und viele Möglichkeiten hergeben? Mit Küche? Ein Raum, der spannende Ideen zum Wie und Was für Euren besonderen Tag bereit hält– und Siebdruck und Kicker gibt es auch noch obendrauf dazu? Dann ist es höchste Zeit, dass Ihr „Kalle“ kennenlernt.

Aber wer ist das eigentlich, „Kalle“?

Das ist der kreative Auslebungsort von Saskia Behrens aus Bremen. Ich habe mich mit Saskia unterhalten, um alles über „Kalle“ zu erfahren. Dahinter steckt noch mehr, als ein schöner, zumeist schwarz-weiß gehaltener Raum über drei Ebenen auf 160m2.

Saskia, erzähl doch mal, seit wann gibt es „Kalle“?

„Seit März 2013. Davor war ich aber auch schon selbständig – seit 2010 um genau zu sein – als Gestalterin und Konzeptionerin. Ich bin ausgebildete Mediengestalterin und habe vor der Gründung als „Art Director“ gearbeitet. Die erste Selbständigkeit, also SCHORSE (ich habe mein erstes Projekt nach meinem Opa benannt), entstand aus dem Drang heraus „flügge“ zu werden. Ich wollte raus aus der Anstellung und rein in die komplette Eigenverantwortung gehen, experimentieren, scheitern, viele Wege testen.“ 

Die kreative Leitung bei Kalle: Saskia Behrens

Das klingt interessant und mutig. Nicht jeder denkt ja so außerhalb der Norm . Viele legen eher Wert auf einen sicheren 9-to-5 Job. Schorse gibt es noch immer, Saskia arbeitet an freien Aufträgen, am liebsten sind ihr die herausfordernden, außergewöhnlichen Aufgabenstellungen, so designt und produziert sie inzwischen zum Beispiel auch Awards. Für sie die beste Möglichkeit ganzheitlich zu denken und zu arbeiten, Gestaltung und Produktion zu verbinden.

Wie entstand dann also der Ort „Kalle“, liebe Saskia?

„Der ist aus meiner Sehnsucht heraus entstanden. Ich wollte nicht mehr so viel alleine und immer nur digital arbeiten. Als Freelancer kennt man das ja“ sagt Saskia. Sie ergänzt: „Also habe ich mir als Ziel gesetzt, einen real existierenden Ort zu schaffen, der es ermöglicht, das Digitale mit dem Analogen in Einklang zu bringen und wo man sich wohlfühlt.“ Somit war „Kalle“ geboren. Und befindet sich, für alle die es noch nicht wissen, in der Kornstraße 283 in der Neustadt. Hat eine Küche, ein Büro, einen Kickertisch und – das ist besonders – eine Siebdruckausstattung. Eurer Fantasie sind bei „Kalle“ so gut wie keine Grenzen gesetzt.

„Gestartet sind wir damals mit einem ziemlich geradlinigen Businessplan. Von dem ist ehrlich gesagt kaum noch was übrig“. Sie lacht. „Zu Anfang waren wir sehr auf das Handwerk aus und spezialisiert auf einzelne, meist private Kunden, die sich bei uns stündlich einmieten. Das war aber weder inhaltlich so wie ich mir das wünschte, noch hat das finanziell funktioniert.“ Saskia ergänzt: „Deswegen ist Kalle auch im stetigen Wandel. Es ist eine Möglichkeit, mich zu verwirklichen. Nicht sagen: Man müsste mal, sondern wirklich einfach machen!“ Saskia weiß, was sie will. Das merkt man sofort. Sie ist jemand, der viele Erfahrungen gesammelt hat und diese auch gerne weitergibt. Sie unterstützt und berät Gründerinnen und Gründer mit Leib und Seele – und für ihr Leben gern, sagt sie. „Die bekommen nämlich ganz häufig zu hören, warum ihre Idee nicht funktioniert, aber viel zu selten stellt sich jemand an deren Seite und sagt: Du kannst das, das wird super!“ Saskia ist kreativ und eine Macherin.

Für die gute Sache: die Goodgang

Saskia hat noch ein weiteres Herzensprojekt: die Goodgang. Innerhalb dieser werden Produkte und Projekte entwickelt, um „dem Guten mehr Sichtbarkeit zu verleihen“ wie sie sagt. Und die Goodgang wächst: Immer mehr Paten beziehungsweise Patinnen und Fürsprecher finden sich. Einen Eindruck über die Arbeit der Goodgang bekommt Ihr hier.

Und was gefällt Dir besonders an Bremen? 

„Ich mag es nordisch. Vom Wetter her allein schon. Regen und Schnee olé! Außerdem ist die Stadt hier ist nicht zu groß und nicht zu klein. Bodenständig, mit viel Entfaltungsraum. Nicht überkandidelt. Und tatsächlich ist mir ein wenig Lokalpatriotismus schon in die Wiege gelegt worden, weil mein Vater Werder Fußballprofi gewesen ist. Aber ich wünsche mir noch etwas von Bremen, nämlich mehr Mut.“

Ein gutes Stichwort: Saskia und die Goodgang arbeiten gerade an einem neuen Projekt, das am 18. August 2018 auf dem Summersoundfestival in der Neustadt vorgestellt und verkauft wird. Natürlich verbunden mit dem guten Zweck – denn das steht für Saskia immer im Vordergrund.

„Kalle“ online: www.kalle-co-werkstatt.de

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