Maßgeschneidert, made in Bremen

Der Hoody wird salonfähig: Bei HUDDY gibt es maßgeschneiderte Pullover made in Bremen

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Seit Frühjahr 2018 in der Neustadt: Viktoria Theoharovas handgefertigte Mode made in Bremen

Er ist fair, bio, regional und er passt perfekt. Jungunternehmerin Viktoria Theoharova befördert mit ihrem Start-up Huddy den Kapuzenpullover auf ein neues modisches Level.

Maßgeschneiderte, faire Mode mit individuellem Konzept aus Bremen: Das ist „LaGitana“

Tausend Körper, nur eine Passform. Kein Wunder, dass das Teil wieder mal nicht sitzt. Zu kurz die Arme, zu eng am Bauch. Jeder Körper ist unterschiedlich und verdient seinen ganz eigenen, individuellen Schnitt. Mit ihrem Start-up Huddy hat die Wahl-Bremerin ein bislang einzigartiges Baustein-Konzept für Oberteile entwickelt. In drei Schritten fertigt sie individuelle Pullover, maßgeschneidert.

Den ersten Huddy nähte die ehemalige Theater-Schneiderin 2016 als Weihnachtsgeschenk für ihren Bruder. „Damit bei ihm der Pulli endlich eine vernünftige Armlänge hat“, erinnert sie sich lachend. Nach den Semesterferien zurück am Campus fiel ihr plötzlich überall die falsch sitzende Kleidung an Menschen auf. Davon inspiriert setzte sich die damalige BWL-Studentin hin und entwarf weitere Huddys. „Ich mag individuelle Dinge und wollte damit ein reelles Problem lösen.“ Die Geschäftsidee war geboren.

„Ich habe die Vision, dass Mode passgenau, individuell und dennoch bezahlbar und fair sein kann. Fair für alle.“

Seit Anfang Februar 2018 gibt es den Huddy – ein Wortspiel aus Hoody und Buddy – zu kaufen. Bislang nur per Email oder in Viktorias Atelier in der Neustadtscontrescarpe 44. Das ist Schneiderwerkstatt, Showroom und Verkaufsfläche in einem. Hier entwirft, näht und verkauft sie neben individuellen Pullovern auch vintage-inspirierte Kleidungsstücke ihres zweiten Labels „Deathbychocolatedesign“.

Start-Next als Sprungbrett: mit Crowdfunding zum Ziel

Um Huddy auch über Bremens Grenzen hinaus bekannt und tragbar zu machen, hat Viktoria eine Crowdfunding-Kampagne gestartet und erreichte erfolgreich das Funding-Ziel. Von dem Geld kann sie jetzt ihren geplanten Webshop mit Baukasten-System finanzieren. Und dann gibt es Huddys für alle. Für Oma, Enkel, beste Freundin. Komplett nach den eigenen Wünschen. Das kann maritim sein, elegant oder durch und durch bunt.

Per Baukasten-Prinzip zum individuellen Pullover

Das Prinzip von Huddy ist einfach und besteht aus drei Schritten. 1. Style: Kapuze, Kragen, Taschen oder eine Kombi aus allem. Das entscheidet jeder für sich. 2. das Material: ob gemustert oder einfarbig, innen flauschig oder ein dünner Jerseystoff – auch hier gibt es freie Wahl. Und das wichtigste zum Schluss: 3. die Maße: Ein leicht verständliches Online-Tutorial erklärt, wie Ihr Euren Körper richtig ausmessen könnt. Relevant sind für den personalisierten Huddy-Schnitt die Länge der Arme, die gewünschte Gesamtlänge und der Brustumfang. Extrawünsche oder Bedenken, wie schmale Schultern oder kräftige Oberarme können in einem vierten Punkt ergänzt werden.

Fair Fashion made in Bremen

Fair vom Anfang bis zum Ende: Huddys komplette Produktion findet innerhalb Deutschlands statt. Einzig Viktorias Stoffproduzent sitzt nicht im Bremer Umland. Der Weg von Süd- nach Norddeutschland ist aber auch die weiteste Strecke, die in der Herstellungskette anfällt. Bei der Auswahl ihres Produzenten war für Viktoria die nachhaltige Produktion und Verwendung von zertifizierten Bio-Baumwollstoffen wichtig – und dass er ihre kreativen Print-Aufträge umsetzt. Ihm schickt Viktoria ihre Muster, die sie ebenfalls selbst designt. Die Stoffe kommen dann fertig nach Bremen, wo sie von Viktoria verarbeitet werden. Auch der Rahmen rund um die Produktion findet im Bremer Raum statt – von den Label-Etiketten, über den Webseitenbau bis hin zur Fotografie. Nordish by nature im wahrsten Sinne.

So können Huddys aussehen

„Den gesamten Produktionsablauf zu kennen und nachvollziehen zu können, gibt mir und meiner Kundschaft ein gutes Gefühl und schafft Vertrauen“, erklärt Viktoria. Und Huddy das Zeug, lange das Lieblingsstück im Kleiderschrank zu bleiben. Damit setzt das Bremer Start-up ein Zeichen gegen die Textil-wegwerf-Industrie. Slow-Fashion statt Fast-Fashion.

Und warum ist gerade Bremen der ideale Ort für die Geschäftsidee?

 „Hier ist es immer kalt und windig“, sagt die 33-jährige lachend, „einen Huddy können im Norden alle gebrauchen. Außerdem ist Bremen einfach meine Base. Hier fühl ich mich wohl. Und es ist klein genug, um ein gutes Netzwerk aufzubauen und groß genug, um als Unternehmen wachsen zu können.“

HUDDY auf einen Blick

  • Öffnungszeiten: Montag/Freitag: 12 bis 18 Uhr | Dienstag/Donnerstag: 13 bis 19 Uhr
  • Neustadtscontrescarpe 44 | 28201 Bremen
  • Kosten: 100 bis 130 Euro/Huddy
  • HUDDY auf Facebook: www.facebook.com/myhuddy

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